Was sind die 5 Stadien der Parkinson-Krankheit?

Die Parkinson-Krankheit ist eine Erkrankung des Gehirns, die zu Zittern, Steifheit, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen führt. Jedes Jahr wird bei etwa 60 000 Amerikanern die Parkinson-Krankheit diagnostiziert, und weltweit leben derzeit mehr als 10 Millionen Menschen mit dieser Krankheit. Die Symptome dieser Krankheit beginnen oft schleichend und verschlimmern sich mit der Zeit.

Da es sich um eine fortschreitende Krankheit handelt, verwenden Ärzte häufig eine Bewertungsskala, um das Stadium der Parkinson-Krankheit bei einer Person zu bestimmen. Eine der am häufigsten verwendeten Skalen ist die Hoehn-Yahr-Skala (benannt nach ihren Autoren). Diese Skala ist in fünf Stadien unterteilt, die den Ärzten helfen, das Fortschreiten der Krankheit zu beurteilen. In diesem Artikel gehen wir auf die fünf Stadien der Parkinson-Krankheit ein und erläutern, was Sie in jedem Stadium erwarten können.

Häufige Symptome der Parkinson-Krankheit

Die Symptome können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein und sich mit fortschreitender Krankheit sogar verschlimmern. Hier sind jedoch einige der häufigsten Symptome der Parkinson-Krankheit, nach denen Sie Ausschau halten sollten:

  • Unkontrollierbares Zittern oder Schütteln
  • Verlangsamte Bewegungen
  • Steife Muskeln
  • Beeinträchtigte Körperhaltung und Gleichgewicht
  • Veränderungen von Sprache und Stimme

Ärzte verwenden häufig die Bewertungsskala nach Hoehn und Yahr, um das Fortschreiten der Krankheit zu bestimmen. Schauen wir uns als Nächstes die fünf Stadien an.

Erstes Stadium der Parkinson-Krankheit

Befindet sich eine Person im ersten Stadium der Parkinson-Krankheit, so gilt das Fortschreiten als leicht. Die Betroffenen verspüren zwar einige Symptome, die aber noch nicht so stark sind, dass sie ihre täglichen Aufgaben beeinträchtigen. Die Symptome können sogar so minimal sein, dass sie übersehen werden.

Achten Sie auf eine veränderte Körperhaltung, die Art des Gehens und den Gesichtsausdruck. Ein weiteres deutliches Symptom des ersten Stadiums sind Zittern oder Bewegungsstörungen, die in der Regel nur auf einer Seite des Körpers auftreten. Die gute Nachricht ist, dass in diesem Stadium einige Medikamente helfen können, die Symptome zu minimieren oder zu reduzieren.

Zweites Stadium der Parkinson-Krankheit

Sobald eine Person in das zweite Stadium eintritt, spricht man von einer mittelschweren Form der Parkinson-Krankheit. In diesem Stadium werden die Symptome im Vergleich zum ersten Stadium deutlicher. Symptome wie Zittern, Zittrigkeit, Steifheit und Veränderungen der Mimik können auftreten und stärker ausgeprägt sein.

Im zweiten Stadium sind die Symptome in der Regel auf beiden Seiten des Körpers zu spüren. Die gute Nachricht ist, dass viele Betroffene in diesem Stadium noch alleine leben können, allerdings können einige Aktivitäten länger dauern als gewöhnlich. Healthline erklärt außerdem: „Das Fortschreiten von Stadium 1 zu Stadium 2 kann Monate oder sogar Jahre dauern. Und es gibt keine Möglichkeit, den individuellen Verlauf vorherzusagen.“

Drittes Stadium der Parkinson-Krankheit

Das dritte Stadium ist eine kritische Phase im Verlauf der Krankheit. Die Betroffenen leiden wahrscheinlich unter den gleichen Symptomen wie im zweiten Stadium. Jetzt ist es jedoch wahrscheinlicher, dass die Reflexe nachlassen und das Gleichgewicht verloren geht.

Außerdem bewegen sich die Betroffenen in diesem Stadium langsamer, was das Sturzrisiko erhöhen kann. Leider wird die Krankheit in der dritten Phase wahrscheinlich Ihre täglichen Aufgaben erheblich beeinträchtigen. Zum Glück kann eine Kombination aus Medikamenten und Beschäftigungstherapie helfen, die Symptome zu lindern.

Viertes Stadium der Parkinson-Krankheit

Im vierten Stadium ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass der Betroffene möglicherweise eine Gehhilfe oder eine andere Art von Hilfsmittel benötigt. Es kann aber auch sein, dass die Betroffenen ohne Hilfe stehen können. In diesem Stadium sind die meisten Betroffenen nicht mehr in der Lage, allein zu leben. Der Grund dafür ist, dass das Fortschreiten der Krankheit zu einer erheblichen Einschränkung der Bewegungs- und Reaktionsfähigkeit führen kann. Normale alltägliche Aufgaben sind dann nicht nur sehr schwer allein zu bewältigen, sondern können für den Betroffenen sogar gefährlich werden.

Fünftes Stadium der Parkinson-Krankheit

Das fünfte Stadium gilt als das am weitesten fortgeschrittene Stadium der Krankheit. In diesem Stadium sind die Betroffenen oft auf einen Rollstuhl angewiesen, weil sie nicht mehr alleine stehen und gehen können. Der Grund dafür ist die fortgeschrittene Steifheit in den Beinen. Außerdem ist es wichtig, dass der Betroffene ständig Hilfe erhält, um Stürze zu vermeiden.

Bei Personen in den Stadien vier und fünf können auch Verwirrung, Halluzinationen und Wahnvorstellungen auftreten. Auch Demenz ist häufig. Etwa 50 bis 80 Prozent der Menschen mit Parkinson-Krankheit leiden an Demenz. Leider können Medikamente in diesem Stadium nicht mehr viel ausrichten, da die Nebenwirkungen oft den Nutzen überwiegen.

Nicht-motorische Symptome im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit

Veränderungen der motorischen Symptome wie Muskelsteifheit können dem Arzt helfen, das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit zu bestimmen. Allerdings treten bei dieser Krankheit auch mehrere nicht-motorische Symptome auf.

Zu diesen Symptomen gehören kognitive Veränderungen wie Gedächtnisschwierigkeiten oder eine Verlangsamung des Denkens. Stimmungsstörungen wie Depressionen und Angstzustände können ebenfalls ein Symptom der Parkinson-Krankheit sein.

Weitere nicht-motorische Symptome sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Sehstörungen, Verstopfung, Sprachstörungen und Schwierigkeiten mit dem Geruchssinn. Auch diese Symptome können sich mit dem Fortschreiten der Krankheit verschlimmern und erfordern möglicherweise eine zusätzliche Behandlung.

Ist die Parkinson-Krankheit tödlich?

Die Parkinson-Krankheit selbst ist nicht tödlich, aber die Komplikationen, die mit der Krankheit einhergehen, können schwerwiegend sein. So können zum Beispiel einige durch Stürze verursachte Verletzungen oder Probleme im Zusammenhang mit Demenz tödlich sein.

Außerdem können manche Menschen mit Parkinson Schluckbeschwerden haben. Dies kann zu einer Aspirationspneumonie führen, bei der Lebensmittel oder andere Fremdkörper in die Lunge eingeatmet werden.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Wenn bei Ihnen eines der Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit auftritt, wie z. B. Zittern, langsame Bewegungen oder Gleichgewichtsstörungen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Sie sollten auch mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie Veränderungen bei Ihren täglichen Aufgaben bemerken, wie z. B. Schwierigkeiten beim Zuknöpfen eines Hemdes oder Geruchsverlust. Auch wenn diese Anzeichen nicht immer auf die Parkinson-Krankheit hindeuten, ist es doch ratsam, die Krankheit zumindest auszuschließen.

Die Zeit, die Sie mit Ihrem Arzt verbringen, ist begrenzt, deshalb sollten Sie gut vorbereitet zu Ihrem Termin kommen. Schreiben Sie zum Beispiel alle Symptome auf, die Sie verspüren, sowie alle Veränderungen im Leben oder größere Belastungen in letzter Zeit. Informieren Sie Ihren Arzt auch über die derzeit eingenommenen Medikamente und notieren Sie alle Fragen, die Sie an ihn haben.

Nach dem Gespräch mit Ihrem Arzt kann dieser die nächsten Schritte festlegen.

Was tun gegen die Parkinson-Krankheit?

Leider gibt es derzeit keine Heilung für die Parkinson-Krankheit. Es gibt jedoch eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Einige dieser Behandlungen umfassen unterstützende Therapien wie Physiotherapie sowie Medikamente.

Der beste Weg zu einer frühzeitigen Erkennung besteht darin, sowohl die motorischen als auch die nicht-motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit zu verstehen. Eine frühzeitige Erkennung hilft Ihnen, eine frühere Behandlung zu erhalten und letztlich Ihre Lebensqualität zu verbessern.

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