Häufige Beschwerden

8 Fakten über Fett zum besseren Verständnis

Allein bei dem Wort „Fett“ werfen viele von uns schon das Handtuch. Sie haben bestimmt schon einmal die Vorteile einer fettarmen Ernährung gehört, dich gefolgt von Aussagen, dass der durchschnittliche Deutsche nicht genug gesunde Fette zu sich nimmt. Die Fakten über Fett – welche Arten gesund sind, von welchen man sich besser distanziert und welche Art sich letztendlich an den Hüften ansetzt – sind schlichtweg verwirrend.

Deshalb enthüllen wir jetzt die Wahrheit über Fett …

1. Es gibt viele Arten von Körperfett

Nicht jede Art Körperfett ist gleich. In jedem Körper stecken verschiedene Arten von Fett – braunes, weißes, subkutanes, viszerales und Bauchfett.

Weißes Fett speichert unsere Energie und lagert Hormone ein (z.B. Adiponektin für die Insulinsensitivität und dem Schutz vor Herzkrankheiten sowie Diabetes). Es ist außerdem das Fett, das wir mit Ernährungsumstellungen und Sport verbrennen.

Braunes Fett, oder muskelähnliches Fett, verbrennt Kalorien und weißes Fett, wenn es durch eine gesunde Ernährung und Sport stimuliert wird. Außerdem hält es uns warm.

Subkutanes Fett liegt direkt unter der Haut und wird für die Messung des Körperfetts herangezogen (mit einer Bauchfalten-Schieblehre). Diese Art Fett führt schließlich zu den bekannten Rettungsringen und Bauchfett.

Viszerales Fett, oder tiefes Fett, bildet sich um die Organe herum (z.B. Fettleber). Es hat Auswirkungen auf die Insulinresistenz und macht uns anfällig für Diabetes, Schlaganfälle und Herzkrankheiten.

Bauchfett besteht aus subkutanem und viszeralem Fett.

2. Der Zweck von Fett

Ja Sie lesen richtig, Fett hat tatsächlich einen Zweck – laut Ärzten des Untersuchungszentrums für Übergewicht und Ernährung der Universität Boston haben wir Fett aus zwei bestimmten Gründen:

Fettzellen speichern zusätzliche Kalorien, die verwendet werden können, wenn wir hungern und sonst keine Energie zugeführt bekommen.

Unsere Fettzellen senden eine Reihe von Hormonen aus, die unseren Stoffwechsel regulieren.

3. Die Taille ist ein Indikator für ein gesundes Herz

Ärzte der Mayo Klinik behaupten, dass man das Risiko für eine Herzkrankheit bei einem Menschen voraussagen kann, indem man einen Blick auf dessen Taillenumfang wirft. Beispielsweise wurde bei einer Studie der Taillenumfang von Frauen gemessen, um zu bestimmten, wie stark sie von Typ 2 Diabetes, Herzkrankheiten und Schlaganfällen gefährdet sind. Dabei kam heraus, dass diejenigen, mit einem durchschnittlichen Umfang von 95 Zentimetern ein 80 Prozent höheres Risiko hatten, an Herzkrankheiten zu erkranken, im Vergleich zu denjenigen, die einen durchschnittlichen Taillenumfang von weniger als 70 Zentimetern hatten.

4. Der Aufbau der Fettzellen

Wir haben bereits geklärt, dass das Fett in unserem Körper aus verschiedenen Arten besteht – weißes, braunes, subkutanes, viszerales und Bauchfett. Jedoch behaupten Wissenschaftler der Cornell Klinik für Übergewicht, dass es insbesondere auf den Aufbau der Fettzellen ankommt. Zum Beispiel produzieren Sie mehr Adiponektin, ein Insulin-regulierendes Hormon, wenn Sie kleine weiße Fettzellen haben. Auf der anderen Seite produzieren Sie weniger Adiponektin, wenn Ihre Fettzellen größer sind (oder Sie mehr Fettmasse haben), was Sie einem erhöhten Risiko aussetzt, an Diabetes zu erkranken oder Herzkrankheiten zu bekommen.

5. Pofett vs. Oberschenkelfett vs. Bauchfett

Es ist wohl bekannt, dass Frauen eher Fettpolster am Po und an den Beinen bekommen (Birnenform), während sich bei Männern die Masse eher am Bauch ansetzt (Bierbauch). Ist ein Bereich aber besser für Fettansammlungen? Die Antwort ist ja, denn laut Experten der Harvard Medical School ist die Fettansammlung am Bauch am gefährlichsten, weil es das Risiko von Stoffwechselerkrankungen erhöht (z.B. Diabetes, Herzinfarkte und Schlaganfälle).

6. Was ist also gesundes Fett?

Beim Essen werden die ungesättigten Fettsäuren – oder Fette, die in der mediterranen Ernährung vorkommen (z.B. fettiger Fisch, Nüsse, Getreide, Olivenöl und Avocados) – von Experten, wie Ernährungsexperten der Harvard School für öffentliche Gesundheit, als gesund angepriesen. Bedenken Sie aber immer, dass nicht jede Art Fett gleich ist und achten Sie darauf, dass Sie den Großteil des Fetts über Vollwertkost und nicht über Fertiggerichte aufnehmen, denn diese enthalten eine Menge gesättigter Fettsäuren.

7. Fett, welches Sie lieber vermeiden sollten

Während ungesättigte Fettsäuren für „gesunde Fette“ gehalten werden, tragen gesättigte Fettsäuren, welche vorwiegend in industriell hergestellten Lebensmitteln vorkommen, keinerlei Nährwert zu Ihrer Ernährung bei. Die Harvard School für öffentliche Gesundheit bringt eine Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist, mit erhöhten Werten von „schlechtem“ LDL Cholesterin, und somit mit einer erhöhten Gefährdung für Herzkrankheiten, in Zusammenhang.

8. Tauschen Sie gesättigte durch ungesättigte Fettsäuren aus

Ein einfacher Weg, um sicherzugehen, dass Sie sich von gesunden Fetten ernähren, ist die gesättigten Fettsäuren in Ihrer Ernährung (z.B. Butter, Chips aus der Packung und Weißbrot) mit ungesättigten Fettsäuren (z.B. Apfelbutter, hausgemachten Chips aus Süßkartoffeln mit Olivenöl, und Vollkorn) zu ersetzen.

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