Fitness & Ernährung

Dreckiges Dutzend: 12 Agrarprodukte, die oft viele Pestizide aufweisen

Jedes Jahr werden von der „Environmental Working Group/Umweltsarbeitgruppe“ (oder EWG) so einige Listen hinsichtlich Lebensmitteln erstellt. Einer der interessanteren davon ist mit Sicherheit das „Dreckige Dutzend“, ein Einkaufskorb mit den zwölf landwirtschaftlichen Produkten, die generell am pestizidreichsten sind.

Falls Sie sich auch nur ein bisschen darum sorgen, was Pestizide im Körper so anrichten können (z.B. Krebs) und nicht immer nur Bio-/Öko-Lebensmittel kaufen, dann sollten Sie einen Blick (vielleicht aber keinen Biss) in folgende Liste wagen …

1. Äpfel

Ganze 99 Prozent aller getesteten Äpfel wiesen Spuren von einem oder mehren Pestiziden auf – was allerdings niemand wirklich verwundern sollte, denn immerhin zählt der klassische Pausensnack nun schon das fünfte Jahr hintereinander zum Dreckigen Dutzend.

Dem „EWG Einkaufsführer 2015“ zufolge gelten Äpfel daher trotz ihrer grundsätzlich gesunden Eigenschaften als Lebensmittel, das man besser nicht ungeprüft zu sich nimmt. Die Chemikalien treten vor allem deshalb so stark in Äpfeln auf, da sie vor und nach der Ernte auf die Früchte gesprüht werden.

2. Pfirsiche

Nicht ökologisch angebaute Pfirsiche gelten schon länger als wahre Pestizidgranaten. Auf Platz 2 der EWG-Liste landeten die leider sehr leckeren Früchte aber, da 98 Prozent der Testpfirsiche Spuren von mindestens einem der Sprühgifte aufwiesen.

Falls Sie beim Einkaufen aufs Geld sehen und daher meistens auf Bioware verzichten müssen, sollten Sie statt zu Pfirsichen lieber zu Avocados oder Ananas greifen – beides Lebensmittel, die es auf die EWG-Liste der 15 gesündesten 15 Frucht- und Gemüsesorten geschafft haben.

3. Nektarinen

Genau wie ihre pelzigen Verwandten gelten nicht-ökologische Nektarinen als sehr pestizidreich, was eine Untersuchung der Früchte leider auch bestätigte: 97 Prozent aller Testobjekte enthielten chemische Gifte.

Falls Sie im Sommer nicht auf Nektarinen und ihre Süße verzichten wollen, dann wählen Sie am besten Mangos als Alternative. Diese exotische Frucht schaffte es nämlich auf den achten Platz der gesündesten EWG-Produkte.

4. Erdbeeren

Auf Platz vier finden sich Erdbeeren, die für gewöhnlich gleich mehrere Pestizide auf einmal enthalten. Bei einer Sorte fand man gar 13 verschiedene Chemikalien in einer einzelnen Beere.

Auch wenn es kein naher Verwandter der Erdbeere auf die gesunde Rangliste der EWG geschafft hat, so bietet sich doch auch hier vielleicht Mango, Papaya oder Melone als Ersatz an.

5. Trauben

Auf Weintrauben sollten Sie von nun an entweder verzichten oder zu ökologisch angebauten Sorten greifen. Die normale Traube im Supermarkt birgt nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht nur eine Pestizidart.

Um ehrlich zu sein, verwundert es, dass Trauben „nur“ auf Platz fünf des Dreckigen Dutzend erscheinen – immerhin enthält eine durchschnittliche Testtraube circa 15 verschiedene chemische Pestizide.

6. Sellerie

Bisher war nur die Rede von Obstsorten. Die Gemüsesorte mit den meisten Pestiziden ist Sellerie. Auch wenn sich die kalorienarmen Stangen grundsätzlich hervorragend für eine gesunde Lebensweise eigenen (vorzugsweise mit Nussbutter und Hüttenkäse), so ist durch die Spritzmittel doch kein anderes Gemüse ungesünder.

Biologisch zu kaufen ist daher fast Pflicht – wenn Sie als Ersatz nicht gleich lieber gefrorene Erbsen oder Spargel wählen, beides Gemüsearten, die es auf die „Gesunden 15“ geschafft haben.

7. Spinat

Lust auf Salat? Dann sollten Sie es vielleicht mit biologisch angebautem Spinat versuchen. Denn auch wenn die günstigeren Varianten meist voller Pestizide sind, so lohnt es sich doch, etwas mehr Geld für eines der gesündesten Gemüse überhaupt auszugeben.

Ernährungsberater weltweit preisen Spinat nämlich als die Nummer Eins unter den Gesundheitsverbesserern – und das liegt an seinen großen Mengen an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und anderen pflanzlichen Stoffen, die vor Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs schützen.

8. Paprika

Egal ob rot, gelb, grün oder orange – alle Paprikasorten und -farben, die getestet wurden, enthielten unglaubliche 15 Pestizide per Exemplar.

All die Karzinogene und anderen Giftstoffe (darunter eines, das Honigbienen abhält) sollten Sie daher als Alternative für Soßen und Pfannengerichte zu Blumenkohl greifen lassen, der besten Paprika-Alternative der „Gesunden 15“.

9. Gurken

Normal angebaute Gurken sind bereits seit 2012 Teil des Dreckigen Dutzend und dieses Jahr ging es sogar noch einmal einen Platz nach oben. Studien zeigen, dass die Pestizide in Salatgurken konzentriert in der Schale vorkommen, was einen zum Schälen zwingt, wenn man nicht auf Bio-Gurken umsteigen will.

Glücklicherweise ist es leicht Gurken selbst und ökologisch anzubauen, falls Sie genügen Platz im Garten dafür haben. Als Alternativen bieten sich hier ansonsten Spargel, Pilze oder Kohl an.

10 Kirschtomaten

Falls Sie normale Kirschtomaten gerne einfach so aus der Schachtel essen, sollten Sie vielleicht zuvor wissen, dass jede einzelne davon bis zu 13 verschiedene Pestizide enthält.

Untersuchungen haben ergeben, dass es üblich ist, Tomatenfelder mit bis zu 30 Chemikalien auf einmal zu besprühen. Leider trägt die dünne Haut der winzigen Kirschtomaten verstärkt dazu bei, dass die Giftstoffe von der Frucht absorbiert werden.

11. Importierte Zuckererbsen

Insbesondere importierte Zuckererbsen aus zentralamerikanischen Ländern wie Guatemala stecken voller Insektizide, Herbizide und Fungizide, um tropischen Schädlingsbefall zu vermeiden. Auch wenn nationale Gesundheitsvorschriften importierte Agrarprodukte sorgfältig unter die Lupe nehmen, so haben Tests doch ergeben, dass etwa fünf Prozent aller importierter Ware voller Chemikalien sind.

12. Kartoffeln

Bei Kartoffeln handelt es sich um das Lebensmittel mit den wohl meisten Pestiziden im Verhältnis zum Gewicht. Keine andere Frucht- oder Gemüsesorte bringt es hier auf mehr Chemikalien als die Standardkartoffel, die wohl fast täglich in irgendeiner Form auf dem Speiseplan steht.

Das stärkereiche Gemüse wird meist im sehr frühem Wachstumsstadium besprüht – Insektizide gelangen sogar oftmals schon aufs Feld, bevor überhaupt die Saat erfolgt. Dazu kommen Gifte gegen Pilzbefall, die von der jungen Kartoffelpflanze aufgenommen werden. Süßkartoffeln gelten als die „sauberste“ Sorte der beliebten gelben Frucht.

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