Fitness & Ernährung

7 Dinge, die dein Mund über deine Gesundheit verrät

Wenn der Zahnarzt sagt „aufmachen und ahhh”, dann sieht er viel mehr als eine Menge Plaque, einen abgebrochenen Zahn und ein paar lang ignorierte Löcher. Während die Augen oft als „Fenster zur Seele“ bezeichnet werden, könnte der Mund „Fenster zur allgemeinen Gesundheit“ genannt werden. Die Wahrheit ist, dass ein Zahnarzt schlechte Angewohnheiten – von Alkoholismus zu Limonadensucht und Krankheiten – sehen kann, einfach, indem er den Mund untersucht…

1. Alkoholismus

Wenn man alkoholabhängig ist, reicht es wahrscheinlich schon den Mund aufzumachen und dem Zahnarzt ins Gesicht zu hauchen, um ihn zu überzeugen, dass man ein Trinkproblem hat. Laut Robert-Koch-Institut gibt es mehrere Wege, wie ein Zahnarzt alkoholsüchtige Patienten erkennen kann – angefangen mit dem Alkoholgeruch im Atem und dem typischen rötlichen Teint.

Zusätzlich zeigen Nachforschungen, dass Alkoholiker üblicherweise anfällig für Löcher sind. Das liegt an einem extrem trockenen Mund (vom Trinken von Alkohol) sowie an der Säureneutralisierung im Mund. Laut Robert-Koch-Institut tendieren Menschen mit Alkoholproblemen auch dazu, korrekte Mundhygiene zu vernachlässigen und sie ernähren sich nicht ausgewogen.

2. Sie trinken viel Limonade

Wenn Sie über den Tag verteilt viel Limonade oder Energydrinks (d.h. Gatorade) trinken, dann weiß das Ihr Zahnarzt vermutlich schon. Laut Dr. Hugh Flax, einem Zahnarzt aus Atlanta, können abgebrochene Zähne ein zugrunde liegendes Anzeichen für schwache, weiche Zähne sein, die von zuckerhaltigen Getränken stammen.

Wenn Sie mit der Zeit viele Energydrinks und Limonaden getrunken haben, dann haben Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch schrittweise in raffinierten Zuckern und Säuren gewaschen, was die Zähne schwächt und beschädigt und anfällig für Brüche macht. Dr. Flax legt dar, dass Energydrinks sogar noch säurehaltiger sind als Limonade und den Zahnschmelz schneller abwaschen.

3. Sie haben eine Essstörung

Wenn Ihr Zahnarzt bei Ihrem jährlichen Check-up Bulimie anspricht, dann hat er vielleicht ein paar unauffällige Zeichen der Essstörung gesehen, als er in Ihren Mund geschaut hat. Laut Kanadas Essstörungsinformationszentrum bemerken Zahnärzte bei Patienten oft als erste Mediziner die verräterischen Anzeichen von Bulimie, an denen etwa 89% der Bulimie-Betroffenen leiden.

Das liegt daran, dass Bulimiker ein unverwechselbares Muster von Erosion an den Zähnen vorne im Mund entwickeln, das der Zahnarzt leicht zuordnen kann. Allerdings merken Mediziner auch an, dass Patienten mit dieser Sorte Abnutzung auch an Säure-Reflux leiden oder Antidepressiva nehmen können, was zu einem ähnlichen Erosionsmuster führt.

4. Diagnostizierter Diabetes

Patienten mit unkontrolliertem Diabetes sind laut Nachforschungen von Web MD anfällig für Zahnprobleme – besonders Schwellungen, Blutungen, Empfindlichkeit und Zahnfleischentzündungen. Ungesteuerte Blutzuckerwerte können nicht nur eine reduzierte Blutversorgung für das Zahnfleisch bedeuten, sondern ein trockener Mund (und weniger Speichelproduktion) kann Bakterien- und Plaqueaufbau steigern, was zu Zahnfleischerkrankung führt.

Der Zahnarzt ist wahrscheinlich der erste Mediziner, der Sie wegen Zeichen von Zahnfleischschäden im Mund – darunter extremes Zahnfleischbluten, Schwellungen und starker Zahnverfall – darum bittet, den Blutzuckerspiegel testen zu lassen.

5. Mundkrebs entdecken

Laut aktuellen Statistiken der Deutschen Krebsgesellschaft treten in Deutschland jedes Jahr 5,000 neue Fälle von Mundkrebs auf. Ob Sie es glauben oder nicht, Zahnärzte spielen eine wichtige Rolle bei der Früherkennung der Krankheit, da sie die ersten Mediziner sind, die kleine Veränderungen im Mund bemerken, die der Hausarzt bei einem jährlichen Check-up nicht sieht.

Ein Patient beschwert sich beispielsweise vielleicht bei seinem Zahnarzt über unerklärliches Bluten oder ein seltsames Gefühl im Mund. Nach der Untersuchung kann ein Zahnarzt die verräterischen Zeichen von Mundkrebs erkennen – darunter Schwellung, Verdickung, Knoten, erodierte Bereiche und weiß- und/oder rot gesprenkelte Stellen am Zahnfleisch oder im Mund – auf die eine Gewebeprobe folgt.

6. Vorhandensein einer Kieferhöhlenvereiterung

Wussten Sie, dass Patienten eine Kieferhöhlenvereiterung oft mit Zahnschmerz oder einem erforderlichen Wurzelkanal verwechseln? Laut Mayo Clinic ist es für Patienten nicht ungewöhnlich die Anwesenheit einer Sinusitis mit einem Zahnproblem zu verwechseln, da die Wurzeln der oberen Zähne in derselben Region liegen, wie die Basen der Nebenhöhlen.

Kieferhöhlenvereiterungen können starken Druck in derselben Gegend verursachen, in der Zähne allgemein erodieren und Zahnschmerz auftritt. Nachforschungen von Web MD raten Patienten mit Zahnschmerzen dazu, sich vorzubeugen und ihre Zehen zu berühren. Schmerz, der bei Bewegung schlimmer wird (d.h. sich vorbeugen oder hinzulegen), stammt wahrscheinlich von einer Kieferhöhlenvereiterung und sollte vom Arzt untersucht werden.

7. Schwangerschaft

Laut Nachforschungen von Web MD entwickeln ungefähr 40% der Frauen eine Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft. Das Einströmen von Progesteron während der Schwangerschaft ist schuld an dem erhöhten Risiko von Parodontose (Zahnfleischschwund) und Gingivitis (Zahnfleischentzündung). Deswegen hat diese Erkrankung einen eigenen Namen: „Schwangerschaftsgingivitis“.

Web MD vermutet, dass die Überproduktion von Progesteron das Wachstum von Bakterien auslöst, die Gingivitis verursachen. Dies führt wiederum zu mehr Bakterien, die Plaque verursachen, welche schließlich das Zahnfleisch erodieren und entzünden und das Risiko von Zahnfleischentzündung steigern – üblicherweise in fortgeschrittenen Stadien der Schwangerschaft.

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