Erziehung

Die 9 am häufigsten gestellten Fragen über die Schwangerschaft

In der Schwangerschaft vollziehen sich seltsame und wundervolle Veränderungen in Ihrem Körper. Da ist es kein Wunder, dass, gerade in der ersten, Fragen aufkommen!

Darum wollen wir werdende Mütter beruhigen, indem wir auf die neun am häufigsten gestellten Fragen über die Schwangerschaft eingehen. Und diese natürlich so gut wie möglich beatworten …

1. Was sind die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft?

Sie fragen sich, ob Sie schwanger sind? Ein Schwangerschaftstest ist die beste Möglichkeit dies herauszufinden. Aber was, wenn es noch zu früh ist, für genaue Resultate? Ihnen fallen dann vielleicht subtile Anzeichen einer Schwangerschaft auf – Ermüdungserscheinungen, Übelkeit, häufiger Harndrang, Aversion gegen Lebensmittel, die Sie sonst lieben, morgendliche Übelkeit, Brustschwellungen und -spannungen, sowie das Ausfallen der Periode, wenn diese ansonsten sehr regelmäßig ist.

2. Wie rechne ich den Geburtstermin aus?

Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft! Aber wie rechnen Sie nun das Geburtsdatum Ihres Babys aus? Eine durchschnittliche Schwangerschaft dauert 280 Tage ab der letzten Menstruationsperiode, oder noch genauer, 266 Tage ab Ihrem letzten Ovulationszyklus (ungefähr 40 Wochen). Bedenken Sie, dass der Termin nur geschätzt werden kann und nicht absolut sicher feststeht.

3. Ist es sicher während der Schwangerschaft Sex zu haben?

Normalerweise ist es vollkommen sicher Sex während der Schwangerschaft zu haben – und das bis hin zur Geburt. Hören Sie also auf sich Sorgen zu machen, denn Geschlechtsverkehr schadet dem Baby nicht. Die Fruchtblase, die Gebärmutter und die Schleimhaut des Gebärmutterhalses bieten alle einen starken Schutz für das Baby. Es gibt jedoch wenige Fälle, bei denen Ihnen Ihr Arzt vielleicht rät, während der Schwangerschaft auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Beispielsweise dann, wenn eine Frühgeburt wahrscheinlich ist, wenn Sie an Plazenta preavia (die Plazenta ist zu nahe an dem Gebärmutterhals) oder an Vaginalblutungen leiden.

4. Was kann ich von der ersten Geburtsvorsorgeuntersuchung erwarten?

Bei der ersten Geburtsvorsorgeuntersuchung passiert eine Menge, weshalb Sie sich auf einen längeren Termin einstellen sollten, bei dem folgendes gemacht wird:

a) Ein Blut- und Urintest, um zu bestätigen, dass Sie schwanger sind und zur Schätzung eines Geburtstermins

b) Eine Überprüfung der Krankheitsgeschichte

c) Eine Untersuchung der allgemeinen Gesundheit, bei der das Gewicht und der Blutdruck gemessen, sowie das Herz, die Lunge, das Becken und die Brüste untersucht werden

d) Ein Bluttest, um auf Blutarmut, Geschlechtskrankheiten und Antikörper (um vererbbare Krankheiten auszuschließen, wenn es in Ihrer Familie welche gibt) zu testen

e) Ein Abstrich, um auf Vaginalinfektionen und Gebärmutterhalskrebs zu testen

f) Ein Urintest, um auf Infektionen zu testen, sowie den Zucker- und Proteinwert zu messen

g) Ein Gespräch über Ihre Ernährung und Ihren Lebensstil, und um Fragen über Ihre Schwangerschaft beatworten zu können

5. Wie wichtig ist es Schwangerschaftsvitamine zu nehmen?

Schwangerschaftsvitamine sind wichtig, da während der Schwangerschaft viel von Ihrem Körper verlangt wird. Die Versorgung eines weiteren Körpers ist nicht leicht, weswegen Sie zusätzliche Vitamine und Mineralien in Ihre Ernährung aufnehmen müssen – wie Folsäure, Kalzium und Eisen – damit Ihre Schwangerschaft gut verläuft und Sie ein gesundes Baby bekommen. Anstatt selbst Vitamine auszuwählen, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme darüber sprechen, ob Sie eine spezielle Zusammenstellung benötigen (z.B. gegen Blutarmut oder Nährstoffmangel), und ob bei Ihnen Tabletten, Kapseln oder flüssige Schwangerschaftsvitamine am geeignetsten sind.

6. Wie kann ich das lästige Sodbrennen verhindern?

Sodbrennen plagt die meisten werdenden Mütter, aufgrund einer wachsenden Gebärmutter und Progesteron, einem Hormon, dass die Muskeln entspannt (inklusive der Magenmuskulatur), um den Körper auf die Schwangerschaft vorzubereiten – beides führt dazu, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Sie können jedoch dagegen einige Tricks anwenden, wie kleinere regelmäßigere Mahlzeiten zu essen, nach dem Essen spazieren zu gehen, beim Schlafen mit dem Kopf und der Brust erhöht zu liegen, lockere Kleidung zu tragen, Ingwertee zu trinken und Antazidum einzunehmen, um Verdauungsstörungen und Blähungen zu lindern.

7. Wie kann ich Schwangerschaftsstreifen verhindern?

Bei ungefähr 90 Prozent aller schwangeren Frauen treten durch das starke Wachstum des Körpers Schwangerschaftsstreifen am Bauch, den Schenkeln, am Gesäß und den Brüsten auf. Sie müssen aber nicht der Mehrheit angehören! Sie können etwas gegen die Schwangerschaftsstreifen tun, indem Sie viel Wasser trinken, um die Haut hydriert zu halten, sich täglich mit Feuchtigkeitscreme oder Öl, das viel Vitamin A und E enthält (z.B. Kakaobutter), massieren zu lassen, um die Blutzirkulation und die Gewebeheilung zu fördern, und indem Sie sich reich an hautunterstützenden Vitaminen (E, C, A und Zink) ernähren.

8. Welche Arten von Fitnessaktivitäten sind sicher für schwangere Frauen?

Sie müssen während der Schwangerschaft nicht komplett auf Sport verzichten. Es gibt Wege, wie Sie sich sicher fit halten können, während Sie die Ankunft Ihres kleinen Lieblings erwarten. Wenn Ihnen Ihr Arzt nichts anderes rät, sind leichte belastungsarme Übungen – wie Schwimmen, Wasseraerobic, Spazieren gehen, Jogging (wenn Sie das vor der Schwangerschaft schon gemacht haben), Yoga, Pilates, Tai Chi und Tanzen – vollkommen sicher. Halten Sie sich jedoch fern von Aktivitäten die Springen oder Schüttelbewegungen umschließen, oder Kontaktsportarten, bei denen Sie Stürze, Zusammenstöße oder Verletzungen riskieren.

9. Warum untersucht mich mein Arzt auf Schwangerschaftsdiabetes?

Viele Ärzte führen Routinetests für Schwangerschaftsdiabetes bei schwangeren Frauen durch, die älter als 25 Jahre sind, bei denen Fälle in der Familie bekannt sind, die einer ethnischen Gruppe angehören, die anfällig für die Krankheit ist, die übergewichtig sind, bereits ein Baby zur Welt gebracht haben, das mehr als 9 Pfund gewogen hat, oder bei einer früheren Schwangerschaft an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt sind. Die Krankheit betrifft ca. 10 Prozent der Schwangeren und wird durch Hormonveränderungen verursacht, die zu Glukoseintoleranz führen können, was sowohl die Mutter als auch das Kind betreffen kann – und das nur während der Schwangerschaft.

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