Anzeichen für eine postpartale Depression erkennen

Eine von vier Müttern in Nordamerika ist von postpartalen Depressionen betroffen. Sie wird oft mit dem “Babyblues” verwechselt – dem emotionalen Tiefpunkt, der mit den massiven hormonellen Veränderungen in Ihrem Körper während und nach der Schwangerschaft einhergeht und Sie müde, unglücklich, weinerlich und reizbar macht. Doch mit den Tiefs der neuen Mutterschaft kommen auch Hochs, die die schlaflosen Nächte, das Babygewicht, die Angst und die wunden Brüste ausgleichen.

Die Symptome der postpartalen Depression sind intensiver und schwerwiegender als der “Babyblues”. Sie treten über einen längeren Zeitraum auf und behindern oft Ihre Fähigkeit, für Ihr Baby und sich selbst zu sorgen.

1. Negative Gefühle

Die postpartale Depression (PPD) ist durch eine Vielzahl negativer Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, Schuldgefühle, Elend, Selbstbewusstsein und Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet. Sie unterscheidet sich vom normalen Wochenbett-Blues, da sie lange anhält und sich im Laufe der Zeit verschlimmert. Die frischgebackenen Mütter sind nicht in der Lage, sich auf die Freuden und positiven Aspekte der Mutterschaft zu konzentrieren.

2. Ängstlichkeit

Ängstlichkeit ist oft ein anhaltender Aspekt der PPD und macht sich besonders bei Frauen bemerkbar, die sich nicht oft über Dinge aufregen. Sie können sich zum Beispiel unerklärliche Sorgen um die Gesundheit Ihres Babys oder Ihre eigene Gesundheit machen oder sich um Dinge sorgen, auf die Sie keinen Einfluss haben.

3. Feindseligkeit gegenüber Ihrem Baby

Frischgebackene Mütter, die unter PPD leiden, finden oft keine Freude an der neuen Mutterschaft. Sie meiden vielleicht ihr neues Baby, fühlen sich von der Verantwortung der Mutterschaft eingeengt oder stehen ihrem neuen Baby sogar feindselig gegenüber.

4. Extreme Schuldgefühle

Die Gefühle von Feindseligkeit oder Traurigkeit, die mit der neuen Mutterschaft verbunden sind, lassen Mütter nach der Geburt oft mit Schuldgefühlen und Hoffnungslosigkeit zurück. Die Schuld- und Schamgefühle führen oft dazu, dass Sie sich des Mutterseins unwürdig fühlen und nicht in der Lage sind, für Ihr neues Baby zu sorgen.

5. Erschöpfung

Neue Mütter fühlen sich häufig erschöpft und gereizt. Die meisten sind jedoch motiviert durch die Freude, die sie als frischgebackene Mutter empfinden, und durch die Erfahrung der Verbundenheit mit ihrem neuen Baby. Frauen, die unter PPD leiden, sind jedoch nicht motiviert und können die Freude an der Mutterschaft oft nicht erkennen.

6. Panikattacken

Mit extremer Angst vor Dingen, die sie normalerweise nicht beunruhigen würden, leiden Mütter nach der Geburt oft unter Herzrasen, Schweißausbrüchen, Übelkeit oder sogar Ohnmacht aufgrund von Panikattacken.

7. Appetitänderungen

Die ständigen Sorgen, Ängste und Schuldgefühle, die PPD auslöst, reichen aus, um bei den meisten frischgebackenen Müttern Übelkeit, Müdigkeit, Migräne, Appetitlosigkeit oder Stressessen sowie starke Magenschmerzen und Verdauungsstörungen hervorzurufen.

8. Mangel an Sexualtrieb

Die meisten Frauen leiden in den Monaten nach der Geburt aufgrund von Gewichtszunahme, Blähungen und Problemen mit dem Körperbild unter mangelndem Sexualtrieb. Seien wir ehrlich: Die extreme Müdigkeit und die körperliche Anstrengung, die das Tragen, Stillen, Wiegen, Beruhigen und Wickeln Ihres neuen Babys mit sich bringt, bringt Sie nicht gerade in Stimmung. Wenn dies jedoch länger als ein paar Monate dauert, in denen Sie sich an die neue Mutterschaft gewöhnt haben, leiden Sie möglicherweise an PPD.

9. Verschlimmerung der Depression

PPD wirkt sich auf jede frischgebackene Mutter anders aus. In jedem Fall ist sie jedoch durch Gefühle und Handlungen gekennzeichnet, die für die betreffende Frau untypisch sind, wie z. B. Motivationsverlust, Feindseligkeit, Schuldgefühle und extreme Hoffnungslosigkeit, die konstant bleiben und mit der Zeit immer schlimmer werden.

10. Gedanken, sich selbst oder dem Baby zu schaden

In den schwersten Fällen kann die PPD in eine postpartale Psychose übergehen, eine sehr ernste psychische Erkrankung, die sich in Gedanken äußert, sich selbst oder dem Baby etwas anzutun. Wenn Sie derartige Gedanken haben, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.

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