Erziehung

12 Haushaltsartikel, die Ihr Haustier vergiften könnten

Die meisten Katzen- und Hundehalter schätzen ihr Haustier als wichtiges Mitglied der Familie. Deswegen ist es wichtig, die nötigen Schritte einzuleiten, damit Ihre Haustiere sicher sind und gesund bleiben. Das Problem aber ist, dass es einige alltägliche Dinge im Haushalt gibt, die Ihre haarigen Freunde in ernste gesundheitliche Gefahren bringen können. Vergessen Sie nicht, dass unsere Tiere einen Körper haben, der sich sehr von dem Unseren unterscheidet, was bedeutet, dass manche Dinge, die uns überhaupt nichts ausmachen, sehr gefährlich für Miezi und Bello sein können.

Deshalb haben wir diese hilfreiche Liste zusammengestellt, um Ihnen dabei zu helfen, diese Dinge sicher und außerhalb der Reichweite Ihrer Haustiere zu verstauen.

1. Zwiebeln, Knoblauch, Schalotten und Lauch

Wir können nicht verleugnen, dass dieses Gemüse unsere Gesundheit verbessert. Knoblauch zum Beispiel – er kann nicht nur Ihren Eisenstoffwechsel verbessern, sondern auch Blutdruck senken und Herzkrankheiten vorbeugen. Währenddessen sind Zwiebeln eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin C und Flavonoide, welche das Risiko von Herzattacken und Schlaganfällen reduzieren können.

Jedoch ist dieses Essen nicht so gesund für Tiere. Stattdessen verursacht es Anämie, Nierenschäden, Magenschmerzen und allgemeine Schwäche. Sind diese Gemüsesorten im gekochten Zustand schon sehr schädlich, so ist die Rohversion umso schlimmer für Ihre Haustiere.

2. Schokolade

Es gibt wenig andere Sachen, die wir Menschen mehr mögen. Im Jahr 2014 brachte es der globale Schokoladenmarkt auf 80 Milliarden Dollar Umsatz, mit einem Wachstum von 30% bis 2020.

Es ist der schokoladige Geschmack, der sie für uns Menschen unwiderstehlich macht. Und genau das mögen die meisten Tiere auch, aber hier wird es gefährlich für unsere haarigen Freunde. Das Problem liegt in den Kakaobohnen der Schokolade. Sie enthalten Theobromin, einen chemischen Stoff, der auf kleinere Tiere, wie Hunde, giftig wirken kann. Die gute Nachricht ist, dass der Kakaogehalt in der beliebten Milchschokolade niedriger ist, als in dunkler Schokolade.

3. Trauben und Rosinen

Diese süßen und leckeren Naturköstlichkeiten sind ein großer Favorit bei Menschen, stellen aber ein großes Gesundheitsrisiko für Hunde und Katzen dar. Während Katzen diese Art Futter vermeiden, sagen Hunde in den meisten Fällen nicht Nein.

Wenn verschluckt, können Trauben und Rosinen Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Dehydrierung und Schwäche verursachen. Im Extremfall kann der Konsum von Trauben und Rosinen zu Anurie (die Unfähigkeit zu pinkeln), Oligurie (erschwertem pinkeln) oder Nierenversagen führen. Sie sollten Trauben und Rosinen also nicht Ihren Tieren geben!

4. Macadamianüsse

Die Macadamianuss ist wohl kaum die beliebteste, jedoch eine Schlüsselzutat in einigen heißgeliebten Rezepten – wie zum Beispiel weißer Schokolade oder Macadamianusskeksen. Während weiße Schokolade keine Gefahr für Hunde birgt, so sind Macadamianüsse gefährlich.

Auch wenn Katzen nicht in Gefahr sind, wenn sie diese Nüsse essen, kann es bei Hunden zu heftigem Erbrechen, Schwäche, Muskelzittern oder sogar Depression kommen. Die gute Nachricht ist, dass sich die meisten Hunde von verspeisten Macadaminüssen erholen können, auch wenn sie dafür wahrscheinlich eine Behandlung benötigen – diese könnte intravenöse Flüssigkeit und eine Anti-Fieber-Arznei von einem Tierarzt beinhalten.

5. Zuckerfreie Kaugummis

Die Meisten von uns lieben Kaugummi, da er gut schmeckt, unseren Atem erfrischt und uns vor Heißhungerattacken bewahrt. Viele zuckerfreie Kaugummis enthalten aber Xylitol, einen natürlichen Süßstoff. Er ist ungefährlich für uns Menschen, aber sehr gefährlich für Hunde.

Falls er gefressen wird, kann zuckerfreier Kaugummi bei Hunden zu Schwächeanfällen, Erbrechen und sogar einem Kollaps mit Krampfanfällen führen. Wenn ein Hund genug zuckerfreien Kaugummi konsumiert, kann er oder sie sogar ins Koma fallen oder sterben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sofort einen Tierarzt oder eine Hotline für Haustiervergiftungen kontaktieren, wenn Sie denken, dass ihr Hund zuckerfreien Kaugummi gefressen hat.

6. Obstkerne

Wir alle wissen, wie wir die Kerne vermeiden, wenn wir unser Lieblingsobst essen, aber die meisten Hunde machen da keinen Unterschied. Und es gibt zwei Gründe, warum es überaus risikoreich für unsere haarigen Freunde ist.

Erstens enthalten alle Apfelkerne, Kirschkerne, Pfirsichkerne und Pflaumenkerne Cyanid, ein Gift was für Hunde hochgiftig ist. Zweitens können größere Kerne – wie in Pfirsichen oder Pflaumen – die Atemwege blockieren oder den Darm verstopfen, was zu heftigen Schmerzen und erschwerter Verdauung führen kann. Wenn Sie denken, Ihr Tier hat einen Obstkern verschluckt, kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt.

7. Schimmeliges Essen

Niemand will ein verschimmeltes Brot essen, aber eine hungrige Katze oder ein hungriger Hund wird wahrscheinlich keinen Unterschied zwischen diesem und etwas frischerem machen. Und das ist wirklich gefährlich, da der Konsum von verschimmeltem Essen Erbrechen, Unruhe, Zittern, Krampfanfälle und zudem sehr ernste Überhitzung bei Katzen oder Hunden verursachen kann.

Das Problem: Mykotoxine im schimmeligen Essen. Es ist nicht nur verschimmeltes Brot von dem Gefahr ausgeht – schimmelige Pasta, Käse oder Nüsse können auch gefährlich sein. Wenn Sie glauben, Ihre Katze oder ihr Hund hat verschimmeltes Futter zu sich genommen, kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt.

8. Kaffee

Viele von uns kommen ohne ihre ein oder zwei Tassen Kaffee nicht durch den Morgen. Denn Kaffee enthält Koffein, ein Aufputschmittel das uns aufwecken kann und uns den benötigten Energieschub gibt.

Doch Kaffee kann für Hunde und Katzen ganz schön gefährlich werden. Tatsächlich kann er zu Rastlosigkeit, Hyperaktivität, Erbrechen, erhöhtem Blutdruck, abnormalem Puls, Krampfanfällen, Koma oder sogar zum Tod führen. Die gute Nachricht aber ist, dass ein paar Schlücke (oder Schlürfer) einem Hund oder einer Katze überhaupt nichts ausmachen, sollte Ihr Tier jedoch eine größere Menge Kaffee oder einen Teebeutel fressen, sollten Sie auf einen Tierarzt kontaktieren.

9. Avocados

Avocados sind voller gesunder Proteine und Fette, was sie zu einer großartigen Zugabe zu jedem Sandwich oder Smoothie macht. Doch sie sind gefährlich für viele Tiere, von denen einige auch als Haustiere gehalten werden.

Die gute Nachricht ist, dass Avocados einer Katze oder einem Hund nicht allzu groß schaden (außer einem verstimmten Magen). Aber sie sind hochgiftig für andere Tiere – eingeschlossen Pferde, Kühe und Vögel. Sie enthalten ein Gift namens Persin. Für mehr Informationen über Persin und die Gefahr von Avocados, kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.

10. Paracetamol/Acetaminophen

Viele von uns greifen zu Paracetamol oder Tylenol wenn wir böses Kopfweh oder Muskelschmerzen haben. Doch für Tiere sind diese Schmerzmittel nicht gemacht und können deshalb sehr riskant sein. In der Tat kann ein Hund, der eine größere Menge Tylenol konsumiert – zum Beispiel durch einen Einbruch in den Medizinschrank – einen Leberschaden erleiden.

Symptome, die bei einer Paracetamolvergiftung von Tieren auftreten äußern sich in schwerfälligem Atmen, geschwollenem Gesicht, Gelbsucht, Erbrechen und Koma. Kontaktieren Sie auf jeden Fall Ihren Tierarzt, wenn Ihr Tier eines dieser Symptome aufweist.

11. Aspirin

Genauso wie Tylenol, kann uns auch Aspirin bei Kopf- oder Muskelschmerzen helfen. Jedoch kann Aspirin sehr gefährlich für Hunde sein, da ihr Körper das Medikament einfach nicht richtig aufnehmen kann. Genau genommen können Welpen Aspirin überhaupt nicht vertragen.

Es treten einige Symptome auf, wenn ein Hund viel Aspirin isst, eingeschlossen Magenschmerzen. Ist ihr Hund Aspirin langfristig ausgesetzt, so kann es zu Magengeschwüren, Blutverdünnung und irreversiblem Nierenschaden kommen. Lassen Sie also Ihre Medikamentenschränkchen gut geschlossen oder sperren Sie es gar ab, sollten Sie Tiere im Haus haben.

12. Marihuana

Da medizinisches Marihuana immer einfacher verfügbar wird, haben mehr und mehr Leute die Droge Zuhause. Während Cannabis für Menschen unter Umständen ein effektives Mittel gegen Schmerzen sein kann, stellt es für unsere Tiere eine ernste Gefahr dar.

Tatsächlich kann ein Hund, der Marihuana konsumiert, langfristige gesundheitliche Konsequenzen erleiden, eingeschlossen dem Tod. Ein Tier das eine gefährliche Menge Marihuana konsumiert wird ängstlich, lethargisch und dehydriert. Sie könnten auch sabbern oder sich übergeben, wobei auch Durchfall auftreten kann. Wenn Sie denken Ihr Hund hat ihr Cannabis konsumiert, kontaktieren Sie umgehen Ihren Tierarzt.

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