Erziehung

11 Mythen rund ums Stillen, die jede junge Mutter kennen sollte!

Junge Mütter werden in puncto Stillen gerne mit tonnenweise seltsamen Ratschlägen und sogar grob falschen, schädlichen Tipps konfrontiert. Leider führen diese Informationen – viele von ihnen kommen von schlechten Ärzten – dazu, dass junge Mütter oft frustriert oder zu früh aufhören zu stillen.

Hier sind 11 Mythen rund ums Stillen, die Sie als junge Mutter kennen sollten …

1. Stillen ist die einzige Möglichkeit eine echte Verbindung mit Ihrem Kind aufzubauen

Stillen ist für eine ganze Reihe junger Mütter und Neugeborener einfach und natürlich. Für andere kann es jedoch auch schwer und frustrierend sein. Und es gibt Mütter, die sich dazu entscheiden das Stillen gleich ganz sein zu lassen. Wie bei jeder gesunden Beziehung sollten Sie auch hier auf Ihr Bauchgefühl hören; stillen Sie nur so lange, wie Sie und Ihr Kind sich dabei wohl fühlen.

2. Ihr Kind sollte nach Stundenplan gestillt werden

Junge Mütter kennen die Frustrationen, die ein Stundenplan beim Stillen mit sich bringt. Oft will das Baby nicht trinken. Die gute Nachricht ist, dass Babys ihre Milchaufnahme mit Rücksicht auf die Mutter selbst steuern, was bedeutet, dass sie sich keine Gedanken über eine ausreichende Versorgung machen müssen.

3. Richtiges Stillen tut niemals weh

Normalerweise sollte natürliches Stillen keine Schmerzen verursachen. Angesichts der Tatsache, dass Neugeborene viel gestillt werden und die Brustwarzen wund und empfindlich werden, kann auch richtiges Stillen sehr wohl wehtun.

4. Die Brüste müssen vor dem Stillen gefüllt sein

Falls Sie mit dem Stillen warten, bis sich die Brüste ganz gefüllt haben, kann das sehr unangenehm sein und außerdem bedeutet es, dass Ihr Körper überproduziert, was zur Folge hat, dass Sie von nun an weniger Milch erzeugen.

5. Flaschen und Schnuller sorgen für Verwirrung

Während manche Mütter Stillen per Flasche komplett ablehnen, haben andere keinerlei Kontrolle darüber, ob das Baby die Brust akzeptiert oder nicht. Freuen Sie sich, wenn Ihr Kind nicht allzu wählerisch ist und sowohl Schnuller, wie auch die Brustwarze nicht ablehnt. Fühlen Sie sich aber auf keinen Fall schuldig oder glauben Sie etwas falsch gemacht zu haben, falls dies nicht so ist.

6. Stillen Sie nicht, bevor Sie keine Muttermilch produzieren

Die Produktion von Brustmilch, die als “Muttermilch” bezeichnet wird, beginnt innerhalb der ersten Woche nach der Geburt. Viele Frauen glauben, dass die Vormilch, oder Kolostrum, gefährlich für Neugeborene ist. Das stimmt nicht: Kolostrum ist reich an Nährstoffen, Antikörpern und Kalorien, die gesund für Neugeborene sind.

7. Der Rat Ihres Arztes ist Gesetz

Es mag Sie überraschen, aber Ärzte wissen nicht immer, was das Beste für Sie ist, wenn es ums Stillen geht. Manche verbreiten überholte Informationen oder wurden nie zum Thema Stillen ausgebildet. Wir raten keineswegs Ihren Arzt vollständig zu ignorieren, aber es lohnt sich, im Zweifelsfall immer eine zweite Meinung einzuholen.

8. Frühgeborene sollten immer mit Muttermilchersatz ernährt werden

Frühgeborene benötigen, falls sie nicht gestillt werden eine spezielle Milchnahrung. Wenn Sie allerdings nicht zufüttern, wird sich Ihre Brustmilch selbstständig an die Bedürfnisse des Kindes anpassen und extra viel Phosphor produzieren, um die Gewichtszunahme zu unterstützen.

9. Falls Sie sich nicht gesund ernähren, wird die Muttermilch auch ungesund sein

Während und nach der Schwangerschaft wird eine mangelhafte Ernährung zuallererst Sie betreffen. Weibliche Körper sind dazu gemacht Kinder zu zeugen und zu ernähren. Daher wird Ihre Milch kaum von Ihrer Ernährung beeinflusst (außer Sie missbrauchen Alkohol, Tabak und Drogen).

10. Muttermilch sollte umgehend nach Alkoholkonsum „abgepumpt” werden

Das Abpumpen von Muttermilch nach einem Glas Wein lässt den Alkohol kaum verschwinden. Die Wahrheit ist, dass der Alkohol in der Brustmilch sich nach dem Blutalkohol richtet und daher etwa eine Stunde nach dem Trinken in der Milch auftritt und dort (wie auch im Blut) eliminiert wird.

11. Sobald die Milch einmal versiegt, wird keine neue mehr produziert

Das stimmt nicht – viele Frauen erzeugen Muttermilch auch, nachdem Sie eine ganze Weile von Ihrem Baby getrennt waren. Relaktation – oder die erneute Produktion von Milch nach einem längeren Zeitraum – ist möglich.

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