Behandlung & Prävention

8 effektive und natürliche Behandlungen gegen das Ischiassyndrom

Ischiassyndrom bedeutet schwerste Schmerzen (oder Radikulopathie) an einer Seite des Beins – von dem Gesäß bis runter zum Fuß. Das Ischiassyndrom ist oft das Resultat, wenn ein Nerv im unteren Rücken eingeklemmt wird oder bei einem Bandscheibenvorfall die Schwellung auf den Ischiasnerv drückt. Die pochenden und unerträglichen Schmerzen des Ischiassyndroms werden oft mit Zahnschmerzen verglichen.

Glücklicherweise gibt es für Ischias-Patienten diese acht natürlichen Behandlungsmöglichkeiten, die von einer ganzen Reihe von Ärzten und Physiotherapeuten empfohlen werden …

1. Leichtes Yoga

Untersuchungen das Zentrum für flächendeckende Schmerzen des Uniklinikums in Oregon haben ergeben, dass leichtes Yoga Ischiasschmerzen reduzieren kann. Die Studie beobachtete eine Gruppe von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die über einen Zeitraum von 16 Wochen Iyengar-Yoga betrieben haben. Nach dieser Zeit wurde der Schmerz um durchschnittlich 64 Prozent gesenkt. Die Wissenschaftler brachten die Auswirkungen des leichten Dehnens mit besserer Muskelkraft, Flexibilität und Bewegungsfreiheit in Verbindung.

2. Abwechselnd Wärme- und Kältebehandlung

Obwohl durch die Behandlung des schmerzenden Bereiches durch Wärme und Kälte die Entzündung durch das Ischiassyndrom nicht gelindert wird, empfehlen Physiotherapeuten diese Methode oft zur „Gegenreizung“. Das bedeutet, dass die Behandlung durch Wärme und Kälte für jeweils 15 Minuten den Bereich unterschiedlich stimuliert und so von den Schmerzen ablenkt.

3. Behandlung der Wirbelsäule

Laut Untersuchung des Zentrums für Wirbelsäulenbehandlungen in Alberta zeigt die Chiropraktik oft Erfolg, wenn andere Therapien gegen das Ischiassyndrom keine Schmerzlinderung liefern. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Behandlung der Wirbelsäule das Nervensystem anregt, den Bereich natürlich zu heilen. Dabei wird die Entzündung reduziert und die ursprüngliche Beweglichkeit bei ca. 60 Prozent der Patienten wiederhergestellt, die zu einem Chiropraktiker zur Ischiasbehandlung gegangen sind.

4. Druckpunkt-Massagetherapie

Bei der Druckpunkt-Massagetherapie wird direkter Druck auf den Piriformis-Muskel ausgeübt, welcher direkt über dem Ischiasnerv liegt. Diese Massage lockert den Muskel und löst die Stauchung, die die Schmerzen, Taubheit und das Stechen im betroffenen Bein verursacht. Laut Therapeuten des amerikanischen Verbands für Massagetherapie verspricht schon eine wöchentliche Therapie Erfolg.

5. Heilkräuter

Ischias-Patienten greifen oftmals auf Heilkräuter, wie Teufelskrallen, zurück, die angeblich eine entzündungshemmende Wirkung haben und von den Ärzten des Klinikums für integrative Medizin in Arizona anerkannt werden. Die Ärzte sagen, dass nur 1500 Milligramm der Teufelskralle, zwei Mal täglich, die Entzündungsreaktion hemmen können, wenn das Kraut 50 Milligramm des Aktivstoff Harpagosid enthält. Wenn Betroffene jedoch Blutverdünner nehmen oder ein Magen-Zwölffingerdarmgeschwür haben, sollte die Einnahme von Teufelskralle vermieden werden.

6. Wärmende Akupunktur

Wenn Sie an Ischiassyndrom leiden, sollten Sie Akupunktur zumindest einmal ausprobieren. In einer Studie aus dem Jahr 2009, welche im Journal für traditionelle chinesische Medin veröffentlich wurde, erhielten 30 Patienten eine wärmende Akupunkturbehandlung (mit erhitzten Nadeln). Über 50 Prozent der Patienten berichteten anschließend, dass ihre Schmerzen geringer wurden.

7. Natürliche Öle und Salben

Eine Reihe von natürlichen Ölen kann Hilfe bei Ischiassyndrom bieten. Dr. Tieraona Low Dog, Leiterin des Klinikums für integrative Medizin in Arizona, verwendet rezeptfreie Cayennepfeffer-Pflaster und Salben, um Nervenschmerzen bei ihren Patienten zu behandeln. Dr. Low Dog beteuert, dass das Capsaicin in Chilis die Ausschüttung von Schmerzen verursachenden Stoffen an den Nerven stoppt.

8. Physiotherapie

Es ist schwer vorstellbar, dass Bewegung gegen das Ischiassyndrom helfen kann, wenn es doch meist so scheint, als würde sie die Schmerzen nur verschlimmern. Jedoch versteift sich der Bereich durch die Reglosigkeit nur, während Physiotherapie den Blutfluss an dem betroffenen Nerv erhöht. 20 Minuten Spazierengehen, Schwimmen oder Dehnen täglich stärkt die Muskeln, reduziert die Entzündung, verbessert die Flexibilität und stabilisiert die Wirbelsäule.

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