Behandlung & Prävention

8 altbewährte Heilmittel, die Ärzte immer noch anwenden

Kürzlich hatte ich wegen meinen Halsschmerzen einen Termin bei meinem Hausarzt. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich mir Streptokokken eingefangen hatte. Neben den verschriebenen Antibiotika, gab mir mein Arzt aber noch einen weisen Rat aus alten Tagen an die Hand – „gurgeln Sie mit Salzwasser, um die Schwellung zu reduzieren“, sagte er. Das hat mich sehr überrascht und mich inspiriert ein paar Nachforschungen anzustellen, welche nostalgischen ärztlichen Ratschläge auch heute noch erteilt werden.

Vom Lösen von Verstopfungen, bis zu Linderung von Migräne – hier sind acht altbewährte Heilmittel, die heute immer noch angewendet werden …

1. Kühlkompressen

Wir wissen alle, dass Kühlkompressen wunderbar schmerzen lindern, sowie Schwellungen und Entzündungen einer Verletzung oder einer chronischen Krankheit (z.B. Arthritis) reduzieren können. Jedoch sind Ärzte tatsächlich auch geneigt eine Therapie aus dem Griechenland des 19. Jahrhunderts zu verschreiben, wo Kühlkompressen verwendet wurden, um Migräne zu lindern. Aus einer Studie von Diamond und Freitag ging in der Tat hervor, dass Patienten eine 65-prozentige Erfolgsrate hatten, wenn sie Kühlkompressen auf die Halsschlagadern oder den Nacken für 15 Minuten ab dem Beginn der Migräne legten. Der Erfolg rührt daher, dass sich Blutgefäße durch die Kälte erst zusammenziehen und sich anschließend wieder ausdehnen. Und das alles ohne irgendwelche offensichtlichen Gesundheitsrisiken.

2. Gurgeln mit Salzwasser

Mein Arzt steht mit Sicherheit nicht allein mit seiner Empfehlung mit Salzwasser zu gurgeln da – ein halber Teelöffel Salz aufgelöst in 200 ml lauwarmem Wasser helfen gegen einen entzündeten Hals und lösen den Schleim aus den Nebenhöhlen. Eine Studie, die im amerikanischen Journal für vorbeugende Medizin veröffentlicht wurde, empfiehlt sogar auch mit Salzwasser zu gurgeln als vorbeugende Behandlung gegen Erkältungen und Grippe. Dabei wurde eine um 40 Prozent geringe Infektionsrate der oberen Atemwege gegenüber denjenigen, die nicht mit Salzwasser gurgelten festgestellt.

3. Vaseline

Ich habe noch immer eine Dose Vaseline in meinem Badschrank stehen für kleine Schnittwunden, gesprungene Lippen und eine wunde Nase im Winter. Und das ist auch gut, laut Dermatologen der Universität von South Illinois, die immer noch empfehlen, Vaseline bei kleineren oder sogar chirurgischen Wunden aufzutragen, besonders bei Menschen, die empfindlich auf mit Allergien auf Antibiotikasalben reagieren.

4. Ingwer

Fernöstliche Ärzte haben Ingwer Jahrtausende lang verwendet, um Magenverstimmungen und Übelkeit zu behandeln. Glücklicherweise wird Ingwer mittlerweile auch im Westen als ein sicheres Heilmittel gegen Übelkeit, Übelkeit bei der Schwangerschaft, Seekrankheit und durch Chemotherapie hervorgerufene Magenverstimmungen anerkannt. Wissenschaftler der Medical School in Eastern Virginia empfehlen, Ingwerwurzel als Tee zu trinken oder kandierten Ingwer gegen einen verstimmten Magen zu essen.

5. Pepto-Bismol

Wussten Sie, dass Pepto-Bismol als Mittel gegen Magenverstimmungen bei Kindern erfunden wurde? Heute jedoch nehmen es Erwachsene für einen peinlichen und unangenehmen Notfall auf Reisen mit (Reisedurchfall). Phyllis Kozarsky, eine Professorin der Emory Universität und Gesundheitsberaterin des amerikanischen Zentrums für Krankheitskontrolle empfiehlt vier Mal täglich zwei Pepto Tabletten zu nehmen, um Reisedurchfall zu bändigen und den Magen zu beruhigen.

6. Pflaumen

Mein Großvater hat jeden Morgen zu seinen Haferflocken gebackene Pflaumen gegessen, um „normal zu bleiben“! Wie sich herausstellt, war Opa dabei an einer weiteren altbewährten Heilmethode dran, die heute noch Anwendung findet. Eine erst kürzlich durchgeführte Studie, die 2011 veröffentlich wurde, hat gezeigt, dass es effektiver ist, jeden Tag 12 getrocknete Pflaumen zu essen, als zu versuchen eine Verstopfung mit frei verkäuflichen Psyllium-Tabletten zu lösen.

7. Pferdesalbe

Sie verwenden Pferdesalbe, diese kühlende Creme für Sportler gegen alle möglichen Muskelschmerzen, vielleicht wegen ihres starken Mentholgeruchs nicht. Jedoch stehen Gesundheits- und Pharmazieprofessoren der Universität von Texas in Austin immer noch hinter Pferdesalbe, als ein Mittel, um Muskel und Nervenschmerzen zu behandeln. Das Menthol in diesem topischen Analgetikum aktiviert einen wichtigen Proteinrezeptor in der Haut, um die Schmerzsignale von chronischen Schmerzen zu verringern.

8. Kolikmittel

Da ich als Baby von Kolik, Blähungen und Magenverstimmungen geplagt wurde (zum Schrecken meiner armen, Schlaf beraubten Eltern), kann ich hier mit Erfahrung über Kolikmittel sprechen. Dieses Mittel enthielt während meiner Kindheit noch Alkohol, aber seit 1990 wird Kolikmittel frei ohne den Alkohol, auf Empfehlung des Arztes (nach einem Allergietest), verkauft. Das Mittel kann auch zu Hause selbst gemacht werden, indem Sie Dill, Backpulver, Ingwer oder Fenchel mixen, um damit Magenkrämpfe und Übelkeit bei weinenden Kindern zu lindern.

X