Anzeichen & Symptome

Anzeichen und Hauptursachen einer Nebenniereninsuffizienz

Haben Sie morgens ohne ersichtlichen Grund Probleme aus dem Bett zu kommen? Hängen Sie den ganzen Tag in den Seilen, haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren oder Aufgaben zu erledigen, die Sie normalerweise leicht bewältigen?

Stress, schlechter Schlaf, Depressionen, Schlafapnoe, oder eine schlechte Ernährung, können zwar alle den Energiepegel beeinflussen, aber medizinisches Fachpersonal der Gesellschaft für Endokrinologie behaupten, dass in seltenen Fällen die Nebennieren (Hormon-produzierende Drüsen) dafür verantwortlich sein können.

Hier sind die Hauptursachen und die Anzeichen einer Nebenniereninsuffizienz …

1. Nebennierenschwäche vs. Nebenniereninsuffizienz

Dr. James Wilson, Autor von Nebennierenschwäche, schreibt, dass der Begriff Nebennierenschwäche oft verwendet wird, um nicht ausreichend funktionierende Nebennieren zu beschreiben, die zwei kleinen Drüsen, die sich auf den beiden Nieren befinden. Die Nebennierenschwäche ist jedoch, laut der Gesellschaft für Endokrinologie, keine bewiesene medizinische Diagnose.

Die Nebennieren produzieren und geben Hormone ab, die viele Körperprozesse antreiben – wie die Nierenfunktion, Sexualhormone und Stresshormone (Kortisol). Medizinische Experten haben die Theorie aufgestellt, dass die Nebennieren durch langfristigen großen Stress insuffizient oder dysfunktional werden können. Laut der Gesellschaft für Endokrinologie, ist Nebennierenschwäche keine bewiesene Krankheit, aber für die Nebenniereninsuffizienz gibt es medizinische Beweise und sie kann durch Tests diagnostiziert werden.

2. Weitere Krankheiten, die die Hormonproduktion beeinflussen

Viele Krankheiten beeinflussen die Hormonproduktion des Körpers. Beispielsweise können Diabetes, Schilddrüsenprobleme, Blutanämie und Herzversagen zu fallendem Energiepegel und Hormonspiegel führen – ohne die Verbindung zu den Nebennieren.

Dr. Janet McGill, Hormonspezialistin der Washington Universität in St. Louis, deutet eher auf die oben genannten Krankheiten, die weitaus häufiger die Ursache für hormonbedingte Erschöpfung sind. Deshalb wird Ihr Arzt des Vertrauens auch zuerst Tests zu einer dieser häufigen Krankheiten durchführen, bevor Nebennierenprobleme bei Patienten mit unerklärten Ermüdungserscheinungen überhaupt in Betracht zu ziehen.

3. Nebennierendysfunktion aufgrund von Addison-Syndrom

Addison-Syndrom, oder primäre Nebenniereninsuffizienz, beeinträchtigt die Fähigkeit der Nebennieren, Hormone zu produzieren. Das Addison-Syndrom ist eine seltene Krankheit, die oftmals das Resultat beschädigter Nebennieren, aufgrund von Problemen mit dem Immunsystem (z.B. Lymphom, Aids, Tuberkulose), ist.

Ärzte können das Addison-Syndrom durch einfache Tests bestimmten, sowie durch mehrere häufige Symptome – wie ausbleibende Menstruationsperiode, chronische Schwäche oder Müdigkeit, Schwindel, Verdunklung der Haut an den Knien, Ellbogen, Handballen und Fingerknöcheln.

4. Nebennierenprobleme diagnostizieren

Eine Nebenniereninsuffizienz ist nicht so einfach zu bestimmen wie das Addison-Syndrom. Wenn Ihr Hausarzt jedoch eine Immunkrankheit ausschließen kann, die Schäden an den Nebennieren verursacht (z.B. Lymphom, AIDS, oder Tuberkulose) wird er Sie wahrscheinlich zu einem Endokrinologen schicken.

Endokrinologen spezialisieren sich auf hormonbedingte Probleme und können eine Reihe Bluttests durchführen, um den Hormonspiegel zu bestimmen, eine Nebenniereninsuffizienz festzustellen, sowie eventuell eine gesündere Lebensweise zu empfehlen – mit wenig Stress, regelmäßigem Sport und einer gesunden Ernährung – um die Gesundheit der Nebennieren und den Energiepegel zu fördern.

5. Die Ursache einer Nebenniereninsuffizienz

Laut dem Hormone Health Network, einer Organisation, die von der Gesellschaft für Endokrinologie unterstützt wird, ist Nebennierenschwäche keine gängige Diagnose bei den meisten Ärzten, während die Nebenniereninsuffizienz eine echte Krankheit ist, die auftritt, wenn die Nebennieren nicht mehr fähig sind, genügend Hormone zu produzieren.

Eine Nebenniereninsuffizienz wird meistens durch zwei Wege verursacht: 1. Schäden an den Nebennieren – normalerweise durch das Immunsystem verursacht. 2. Probleme mit der Hirnanhangdrüse – diese erbsengroße Drüse, die sich im Gehirn befindet, befielt die Produktion von Kortisol durch die Nebennieren.

6. Symptome einer Nebenniereninsuffizienz

Menschen mit einer Nebenniereninsuffizienz können an einer Reihe von Energie raubenden Symptomen leiden – wie plötzlicher Gewichtsverlust, unstillbarer Durst und Dehydration, Verwirrung, unerklärte Schwindelanfälle oder niedrige Blutzucker, Erschöpfung, Magenschmerzen, Übelkeit, chronische Schwäche, Durchfall und chronische Ermüdungserscheinungen.

Ein Endokrinologe, ein Arzt, der sich auf Hormone spezialisiert hat, kann eine Nebenniereninsuffizienz normalerweise durch eine Reihe von Bluttests diagnostizieren und eine Hormonbehandlung verschreiben, um den Hormonspiegel, aufgrund der mangelnden Funktionsfähigkeit der Nebennieren, zu regulieren.

7. Die Gefahren einer Diagnose von Nebennierenschwäche

Ärzte des nationalen Gesundheitsinstituts warnen vor einer Diagnose von Nebennierenschwäche, da dies keine bewiesene Krankheit ist und auf sehr breit gefächerten, nicht sonderlich spezifischen Symptomen basiert ist (wie z.B. Erschöpfung, Depressionen, Schlafproblemen, Schwächegefühl), sowie nicht durch medizinische Tests bestätigt wird.

Oftmals sind die Symptome der sogenannten Nebennierenschwäche das Ergebnis einer schlechten Ernährung, obstruktives Schlafapnoensyndrom, oder einer anderen Krankheit. Durch das Aufhören zu rauchen, die Einschränkung des Alkoholkonsums, den Verzicht auf Drogen, regelmäßigen Sport, sowie durch einen gesunden Schlaf- und Ernährungsplan fühlen Sie sich natürlich energiegeladener, aber eine ordentliche medizinische Diagnose ist unerlässlich, um Sie sicher und korrekt für die richtige Krankheit zu behandeln. Das Gesundheitsinstitut warnt vor Nahrungsergänzungsmitteln, die für Nebennierenschwäche vermarktet werden, da sie schädlich für die Gesundheit sein können.

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