Anzeichen & Symptome

6 wichtige Fakten über das Zika-Virus

Egal welchen Nachrichten Sie in letzter Zeit gefolgt sind, Sie haben höchstwahrscheinlich vom Zika-Virus gehört. Seit die erste Zika-Infektion in Brasilien im Mai 2015 bestätigt wurde, haben amerikanische Gesundheitsorganisationen schwangeren Frauen von Reisen in bestimmte Gegenden der Erde abgeraten

Hier sind sechs relevante Fakten über das Zika-Virus….

1. Was ist das Zika-Virus

Zika ist eine durch Moskitos übertragene Krankheit, die durch Bisse von infizierten Aedes- (oder Tiger-) Moskitos auf den Menschen übergehen. Außerdem gibt es Hinweise auf Zika-Übertragungen mittels sexueller Kontakte und Bluttransfusionen. Bis 2015 wurde das Virus von Gesundheitsbehörden als „relativ harmlos“ betrachtet.

Nun aber wurde ein direkter medizinischer Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und einer neurologischen Störung, die als Mikrozephalie bekannt ist und bei Ungeborenen sowie Neugeborenen zu Schädelverkleinerungen und unterentwickelten Gehirnen führt, hergestellt.

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2. Symptome einer Infektion

Experten gehen davon aus, dass etwa einer von fünf Menschen, die von einem mit Zika belasteten Moskito gebissen wurden, dadurch infiziert werden. In den meisten Fällen sind die Folgen mild und dauern zwischen ein paar Tagen und einer Woche an – oftmals so unterschwellig, dass die Infizierten es überhaupt nicht bemerken.

Der Zika-Virus bleibt nur ein paar Tage im menschlichen Blutkreislauf und verursacht währenddessen leichte, erkältungsartige Symptome wie Gelenkschmerzen, Fieber, rote Augen (oder Konjunktivitis) und Hautausschläge. Sehr selten führt eine Zika-Erkrankung zu einem Krankenhausaufenthalt.

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3. Gefahren für schwangere Frauen und ungeborene Kinder

Im Mai 2015 bestätigten amerikanische Gesundheitsbehörden das Zika-Virus als Gefahr für Schwangere und deren ungeborene Babys. Nun wird Frauen, die schwanger sind oder vorhaben es zu werden, davon abgeraten in Gegenden zu reisen, in denen das Virus vorkommt, da eine Erkrankung zu Mikrozephalie führen kann, einer Geburtsstörung, die Neugeborene mit verkleinerten Köpfen und abnormaler Gehirnentwicklung auf die Welt kommen lässt.

Das Virus wird auch mit dem Guillain-Barre-Syndrom (starke Muskelschwäche verursacht durch ein geschädigtes peripheres Nervensystem) bei Neugeborenen in Verbindung gebracht. Auch wenn das Zika-Virus während der Schwangerschaft von der Mutter auf den Fötus übertragen werden kann, so ist eine Infektion durch Stillen bzw. Muttermilch nicht möglich.

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4. Gegenden, in denen das Virus auftritt

Vor der Entdeckung des Virus in Brasilien im Jahr 2015 waren davon nur die Pazifischen Inseln (Samoa), Afrika (Kap Verde) und Südostasien betroffen. In den Amerikas wurden Zika-Fälle in Brasilien, den U.S. Virgin Islands, Venezuela, der Dominikanischen Republik, Barbados, Kolumbien, Bolivien, Guatemala, Ecuador, Haiti, El Salvador, Puerto Rico, Saint Martin, Guayana, Französisch Guayana, Honduras, Guadeloupe, Mexiko, Suriname, Panama, Martinique und Paraguay bestätigt.

Obwohl bislang keine Zika-Infektionen in Kanada und den Vereinigten Staaten gemeldet wurden, ist das Virus bereits bei Reisenden, die in die USA zurückkehrten, nachgewiesen worden.

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5. Behandlung bei einer Infektion

Derzeit gibt es keine Impfung oder medikamentöse Behandlung, um dem Virus vorzubeugen. Es ist jedoch wichtig, dem Arzt von Reisen in betroffene Gebiete zu erzählen. Falls Symptome auftreten, kann dann ein Bluttest gemacht werden, der eine Infektion bestätigt.

Abgesehen davon richtet sich eine Behandlung grundsätzlich gegen die Symptome. Normalerweise wird Paracetamol (NICHT Aspirin oder ein NSAID) gegen Gelenkschmerzen und Fieber verschrieben sowie Ruhe und jede Menge Flüssigkeit empfohlen. Letzteres soll der Dehydrierung entgegenwirken und das Virus bekämpfen. Stationäre Behandlungen bei Zika-Infektionen sind selten.

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6. Tipps, um einer Infektion vorzubeugen

Zika ist die größte Gefahr für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder. Daher wird betroffenen Frauen empfohlen, Reisen in Gefahrenregionen zu unterlassen. Falls Sie derartige Reisen nicht verhindern können, dann sollten Sie strikte Vorsichtsmaßnahmen gegen Moskitostiche unternehmen.

Professionelle, hochwirksame Insektenabwehrmittel müssen zu jeder Zeit sowohl außerhalb als auch innerhalb des Hauses getragen werden. Die Kleidung sollte aus langen Hosen und langärmligen Hemden, die mit Permethrin – einem synthetischen Insektizid – behandelt wurden, bestehen. Schutzmaßnahmen während des Schlafens (Moskitonetze, Klimaanlage) sind zudem dringend empfohlen.

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