Anzeichen & Symptome

6 beängstigende Fakten zum Toxic-Schock-Syndrom

Sie würden das Benutzen eines Tampons wahrscheinlich nie mit etwas so beängstigendem wie dem Toxic-Schock-Syndrom in Verbindung bringen. Doch erst im Januar erkrankte eine 15-jährige US-Amerikanerin an der lebensbedrohlichen Bakterieninfektion (Staphylococcus aureus und Streptococcus), nachdem sie ein Produkt für die monatliche Menstruation verwendete, bei dem die meisten Frauen nicht im Traum annehmen würden, es könne Gesundheitsrisiken bergen…

1. Auftreten des Toxischen Schocksyndroms

Das Syndrom bekam in den späten 70ern und frühen 80ern verstärkte Aufmerksamkeit der Medien, als mehrere junge Frauen in Folge des Gebrauchs von stark absorbierenden Tampons starben.

Studien zeigen, dass ein Drittel aller Diagnosen bei Frauen unter 19 auftritt. Bei Menschen, die zuvor bereits mit Toxic-Schock diagnostiziert wurden, besteht ein Risiko von 30 Prozent, dass dieses wieder auftritt.

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2. Risikofaktoren

Auch wenn das Toxic-Schock-Syndrom typischerweise mit menstruierenden Frauen in Zusammenhang gebracht wird, die Tampons benutzen, so kann auch der Einsatz von Portiokappen, Diaphragmas und Menstruationsschwämmen zu einem erhöhten Risiko einer Erkrankung führen.

Ebenso ist jeder, der nach einer Verletzung, Verbrennung, Operation oder Krankenhausaufenthalt in Berührung mit Staphylokokken in Kontakt kommt, einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

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3. Wie Staphylokokken zu Toxic-Schock führen

Staphylokokken existieren – risikolos – in der Vagina jeder Frau. Zum toxischen Schock kommt es, wenn die Bakterien sich stark vermehren und Gifte in den Blutkreislauf absondern.

Menstruationsschwämme, Tampons, Diaphragmas und Portiokappen, die länger nicht gewechselt werden, können rasches Bakterienwachstum auslösen. Kleine Teile der Hygienematerialien, die sich ablösen und in der Vagina bleiben sowie Mikrorisse in der Scheidenwand können ebenfalls zu Bakterienherden werden.

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4. Symptome

Das Toxic-Schock-Syndrom ist selten und tritt bei etwa einer von 100.000 Personen auf. Die Symptome jedoch gleichen denen einer herkömmlichen bakteriellen Infektion – darunter Verwirrung, hohes Fieber, Hautausschlag, Muskelschmerzen, niedriger Blutdruck, Krämpfe, rote Augen und Rachen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall.

Falls Sie irgendeines der oben gelisteten Symptome haben und Tampon, Menstruationsschwamm, Portiokappe oder Diaphragma tragen, dann sollten Sie den Artikel augenblicklich entfernen und medizinischen Beistand einholen.

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5. Reaktion des Körpers auf Toxic-Schock

Während eines toxischen Schocks reagiert der Körper sehr plötzlich und stark auf die Gifte im Blutkreislauf, die durch die Staphylokokken verursacht wurden. Meistens nimmt der Blutdruck dadurch augenblicklich ab und Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

In vielen Fällen, bei denen Organversagen eintritt, erleiden die Betroffenen einen hypotonischen Schock – oder komplettes Abschalten von Lunge und Herz – der tödlich ist.

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6. Behandlung

Eingangs genannte US-Amerikanerin wurde an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und erholte sich außerdem mit Hilfe einer Nierendialyse. Sie befindet sich mittlerweile nicht mehr auf der Intensivstation und kann wieder selbstständig gehen.

Menschen, die einen toxischen Schock erleiden, werden normalerweise mittels Krankenhausaufenthalt und Antibiotika behandelt, um die Infektion zu lindern und die Hypotonie zu stabilisieren. Patienten erhalten außerdem viel Flüssigkeit gegen Dehydrierung sowie Dialyse im Fall von Nierenversagen. Auch Operationen werden unter Umständen durchgeführt, um die Infektion trockenzulegen und befallenes Gewebe zu entfernen.

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