Krebs

Ignorieren Sie diese Warnzeichen für Darmkrebs nicht

Studien zufolge ist Darmkrebs eine der fünf häufigsten Krebsarten bei Männern und Frauen. Zum Glück können über 90 Prozent der identifizierten Fälle erfolgreich behandelt werden, insofern die Diagnose rechtzeitig gestellt wird.

Darmkrebs bezeichnet Krebsarten, die im Darm oder Darmausgang entstehen. Abhängig vom Ursprung des Krebses kann er daher entweder spezifisch Kolonkrebs (wenn er den Dickdarm befällt) oder kolorektaler Krebs (wenn er den Darmausgang betrifft) genannt werden. Auch wenn reguläre Darmspiegelungen zur Früherkennung unerlässlich sind, so können auch die folgenden sechs Warnzeichen – wie z.B. Blut im Stuhl, Bauchschmerzen sowie Veränderungen beim Stuhlgang – auf eine Erkrankung hinweisen. Um das persönliche Risiko von Darmkrebs zu verringern, sollten Sie auf diese Symptome in einer oder mehreren Kombinationen achten.

1. Keine Symptome

Untersuchungen haben ergeben, dass die Symptome von Darmkrebs sehr subtil sein können und nicht zwingerdermaßen auf ein Gesundheitsproblem hinweisen müssen. Zum Beispiel können Magenbeschwerden auch als Folge schlechten Essens oder Stress interpretiert werden.

Selbst Patienten, die sehr bewusst auf ihre Gesundheit achten, geben zu, dass sie leichte Beschwerden übersahen und als ganz normal abgetan hatten. Falls Sie Veränderungen hinsichtlich ihrer Gesundheit und Körperfunktionen wahrnehmen, sollten Sie – selbst, wenn es peinlich ist, darüber zu sprechen –diesbezüglich einen Arzt aufsuchen.

2. Schmerzhafte Blähungen

Auch wenn sich Blähungen per Tablette oftmals schnell beseitigen lassen, so sollten Sie chronische Beschwerden auch nach reichlichen Mahlzeiten nicht einfach als Selbstverständlichkeit abtun. Forschungen besagen, dass Bauchbeschwerden und Blähungen überwacht werden sollten und dabei helfen können, schmerzhafte Entzündungen zu kontrollieren.

Zum Beispiel haben Untersuchungen der Weltkrebsforschung ergeben, dass Ernährungsweisen, die viel rotes Fleisch sowie verarbeitete Fleischsorten enthalten, das Risiko von Darmkrebs erhöhen. Falls Ihre Familiengeschichte von Darmkrebs geprägt ist oder Ihr Arzt Sie für gefährdet hält, dann sollten Sie weniger rotes Fleisch essen (wie z.B. Rind, Lamm, Kalb und Schwein) und auch von Wurstwaren und Ähnlichem die Finger lassen.

3. Magenschmerzen

Zusätzlich zu unangenehmen Blähungen können Bauchschmerzen oder Magenkrämpfe ein frühes Zeichen für Darmkrebs sein. Chronische Magenschmerzen sind vor allem in Kombination mit Veränderungen beim Stuhlgang (z.B. Blut im Stuhl) ein deutliches Symptom.

Krebsforschungen zufolge können Magenschmerzen auf vielerlei Art auftreten. Achten Sie daher vor allem auf Beschwerden wie stechenden Schmerz, chronische Krämpfe, Blähungen, unangenehme Völle sowie Knoten, die spürbar sind, wenn man in den Bauch drückt.

4. Blut im Stuhl

Sicherlich kann Blut im Stuhl auch die Folge von Hämorriden sein, bei denen Schmerzen und Empfindlichkeit auftreten sowie deutlich erkennbar eine Hämorride aus dem Rektum hervortritt. Untersuchungen nach ist Blut im Stuhl aber das deutlichste Zeichen für kolorektalen Krebs. Falls Sie Blut im Stuhl bemerken, sollten Sie umgehend mit Ihrem Arzt sprechen.

Auch wenn andere gesundheitlichen Beschwerden dazu führen können (z.B. Darmrisse, Colitis ulcerosa, Chron-Krankheit, Blutungen im Verdauungstrakt und Hämorriden), so buchen Sie besser sofort einen Termin bei Ihrem Doktor. Das wird die Diagnose des Problems beschleunigen und im Zweifelsfall die notwendige Behandlung zeitnah in die Gänge leiten.

5. Veränderungen beim Stuhlgang

Patienten sind oftmals gegenüber Angehörigen oder ihrem Arzt bezüglich Veränderungen beim Stuhlgang nicht sonderlich gesprächsbereit. Dennoch kann eine ganze Reihe von Darmsymptomen auf Probleme oder sogar Krebs hinweisen.

Medizinische Untersuchungen geben mehrere Darmveränderungen an, die auf Darmkrebs deuten können. Sie wissen, wie sich Ihr Körper normalerweise verhält. Plötzliche Veränderungen der typischen Darmroutine – z.B. Durchfall oder seltener Stuhlgang, Blut, verfärbter Stuhl, häufiges Bedürfnis die Toilette aufzusuchen, ein Völlegefühl trotz kürzlichem Stuhlgang oder chronische Verstopfung können alle auf eine teilweise Blockade des Dickdarms hinweisen.

6. Darmpolypen

Studien zeigen, dass das Auftreten von Darmkrebs meist mit harmlosen Wucherungen oder Polypen, die sich an den Darmwänden bilden, beginnt. Polypen kommen zuerst als kleine Flecken vor, die keine Symptome verursachen. Und auch wenn die meisten Polypen unschädlich bleiben, so kann ein sogenanntes Adenom zu bösartigem Krebs führen.

Adenome Krebszellen können für einige Zeit unentdeckt bleiben, bis sie sich in einen Tumor an der Darmwand oder im Rektum verwandeln. Bleibt dieser weiterhin unerkannt, so können Krebszellen in die Lymphknoten oder den Blutfluss wandern und sich so auf andere Körperregionen (z.B. Lunge oder Leber) ausbreiten (Metastase).

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