Krebs

10 Risikofaktoren von Prostatakrebs

Prostatakrebs ist leider eine weitverbreitete Krankheit. Es sind ausschließlich Männer betroffen, wobei die breite Mehrheit darunter über 40 Jahre alt sind. Es ist die häufigste Art von Krebs unter Männern. Jedes Jahr wird an über 70.000 Männern in Deutschland Krebs diagnostiziert. Das ist jedoch nur ein kleiner Teil derer, die die Krankheit haben, es aber noch nicht wissen.

Die Symptome von Prostatakrebs sind verschieden. Zwei Drittel von denen, die an Prostatakrebs leiden, zeigen keinerlei Symptome. Wenn erste Symptome auftreten, beginnen sie meist mit Störungen bei der Harnblasenentleerung. Dies kann Probleme wie Schmerzen beim Urinieren, häufiger Harndrang, Schwierigkeiten beim Wasser lassen und das Bedürfnis nachts aufs Klo zu müssen beinhalten. Es kann sich zudem Blut im Urin befinden.

Auch sexuelle Störungen, wie Schwierigkeiten eine Erektion zu bekommen bzw. diese zu halten und schmerzhafte oder blutige Ejakulation können als Symptom von Prostatakrebs auftreten. Abhängig davon, wo sich der Krebs befindet, können Betroffene sowohl harn- als auch stuhlinkontinent werden.

Sowie der Krebs voranschreitet, können neue und beträchtlichere Symptome auftauchen. Der Krebs kann sich auf weitere Teile des Körpers ausbreiten und dabei Schmerzen verursachen. Diese neuen Symptome können Gliederschmerzen und Schwäche in den Beinen beinhalten.

Weil Prostatakrebs wegen dem Fehlen von Symptomen schwer festzustellen ist, ist es wichtig, die Risikofaktoren zu erkennen. Hier sind 10 Risikofaktoren von Prostatakrebs. Wenn Sie glauben, Sie könnten an Prostatakrebs erkrankt sein, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich testen.

1. Alter

Das Alter spielt eine große Rolle als Risikofaktor für Prostatakrebs. Die Statistiken sind schockierend. 30% der über 50 und 80% der über 70 jährigen Männer haben bereits Prostatakrebs. Durchschnittlich bekommen Betroffene die Diagnose für Prostatakrebs mit 70 Jahren. Allgemein gilt: Je älter man ist, desto größer das Risiko Prostatakrebs zu bekommen. Aggressive Formen von Prostatakrebs können Männer jeden Alters betreffen – diese sind aber selten. Wenn Sie älter als 40 sind, wäre es eine gute Idee regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.

2. Gene

Die familiäre Geschichte kann eine große Rolle bei Ihrem Risiko für Prostatakrebs spielen. Wenn es in Ihrer Familie Fälle von Prostatakrebs gibt, könnten Sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein, die Krankheit selbst zu entwickeln. Einen engen Verwandten mit Prostatakrebs zu haben, erhöht die Wahrscheinlichkeit auch daran zu erkranken um das Zwei- bis Dreifache. Bis heute ist kein Gen bekannt, welches für das erhöhte Risiko für Prostatakrebs verantwortlich ist. Was die Wissenschaft angeht, liegt die Antwort bei mehreren Genen.

3. Ernährung

Wie es scheint, spielt bei den meisten Krankheiten die Ernährung eine Rolle. Dies gilt auch für Prostatakrebs. Einige Studien fanden heraus, dass eine Ernährung mit viel rotem Fleisch und wenig Gemüse direkt mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs zusammenhängt. Die Studien fanden weder einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und einem höheren Risiko, noch gab es einen Zusammenhang zwischen Gemüse und einem verminderten Risiko. Das Beste ist schlicht und ergreifend viel Gemüse und magere Proteine zu essen.

4. Sport

Eine neue Studie fand heraus, dass es eine Beziehung zwischen körperlicher Betätigung und einem verminderten Prostatakrebsrisiko bei kaukasischen Männern gibt. Die Forscher fanden heraus, dass bei Männern, die mittelmäßig bis häufig Sport treiben, das Risiko für Prostatakrebs um 50% sinkt. Bei Männern, die nur ein bisschen Sport trieben, sank das Risiko hingegen um 13%: Die Studie fand zudem heraus, dass Sport bei Afroamerikanern keinen Einfluss auf das Prostatakrebsrisiko hat.

5. Rasse

Leider spielt die Rasse eine große Rolle, was das Prostatakrebs-Risiko angeht. Afroamerikaner haben eine zweieinhalbmal höhere Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs zu sterben. Das liegt daran, dass sie eine stärkere Neigung zu der Krankheit haben und die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose niedriger ist. Eine kürzlich veröffentlichte Studie untersuchte verschiedene Genzellen von afroamerikanischen und kaukasischen Männern, um den Unterschied zu erklären. Asiatische und lateinamerikanische Männer hingegen sind einem geringeren Risiko ausgesetzt, Prostatakrebs zu bekommen und daran zu sterben.

6. Gewicht

Es hat sich gezeigt, dass das Körpergewicht das Prostatakrebsrisiko beeinflusst. Männer mit einem höheren Body-Mass-Index sind einem größeren und diejenigen mit einem niedrigeren Body-Mass-Index sind einem geringeren Risiko ausgesetzt, an aggressivem Prostatakrebs zu sterben. Übergewicht scheint nicht die Chance zu erhöhen die Krankheit zu bekommen, sondern beeinflusst vielmehr die Wahrscheinlichkeit die Krankheit zu überleben.

7. Nationalität

Wo man lebt, kann eine wichtige Rolle dabei spielen, wie wahrscheinlich man an Prostatakrebs erkrankt. Wenn Sie in Asien, Ostasien, Zentralamerika oder Südamerika leben, haben Sie ein geringeres Risiko. Umgekehrt, wenn Sie in Nordamerika, Europa, oder Australien leben, haben Sie ein erhöhtes Risiko. In einer Studie kam heraus, dass Männer die von China wegzogen, ihr Risiko von zwei auf 17 Prozent erhöhten. In den USA gibt es auch zwischen den verschiedenen Staaten unterschiedliche Risiken. Wenn Sie im 40. Breitengrad oder nördlicher wohnen, kann die geringere Menge an Sonneneinstrahlung Ihr Prostatakrebsrisiko noch steigern.

8. Sexuelle Aktivität

Zum Glück gibt es bis jetzt noch keinen Zusammenhang zwischen sexuell übertragbaren Krankheiten und dem Risiko für Prostatakrebs. Einige Studien haben jedoch gezeigt, dass ein Mangel an sexueller Aktivität Ihr Risiko steigern kann. Um Ihr Risiko natürlich zu senken, sollten Sie zwischen drei und fünf Mal die Woche masturbieren. Dies kann Ihr Risiko die Krankheit zu bekommen um bis zu 30% verringern! Die Prostata ist direkt mit den Fortpflanzungsorganen verbunden. Wenn Sie also Ihr System in Gang halten, hilft das dabei, dass alles gesund bleibt.

9. Rauchen

Rauchen ist in keiner Art und Weise gut für Ihre Gesundheit. Es besteht dabei ein starker Zusammenhang zu einigen Formen von Krebs, einschließlich Prostatakrebs. Vor Kurzem veröffentliche Studien haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und dem Prostatakrebsrisiko gibt. Es müsste jedoch mehr einschlägige Studien geben, um diesen Zusammenhang zu beweisen. Wenn Sie sich um Ihr Krebsrisiko, einschließlich Prostatakrebs, sorgen, hören Sie auf zu rauchen!

10. Körpergröße

Größere Männer müssen sich um mehr Sorgen machen, als sich den Kopf an der Decke zu stoßen. Eine neue Studie aus England hat gezeigt, je größer man ist, desto größer ist das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Die Wissenschaftler, die bei der Studie beteiligt waren, sprachen darüber folgendermaßen: „Wir haben herausgefunden, dass ein besseres Wachstum, und möglicherweise ein schnelleres Wachstum, mit einem leichten Anstieg des Prostatakrebsrisikos und einem ein wenig höheren Risiko einer fortgeschrittenen Krankheit zusammenhängt.“ Es scheint als hätten größere Menschen einfach eine höhere Wachstumsrate, was wiederum das Wachstum des Prostatakrebses beeinflusst.

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