Herz & Kreislauf

10 Gründe, warum Liebeskummer dem Herz wirklich schaden kann

Liebeskummer tritt in vielen Formen auf und kann Menschen auf verschiedene Arten und Weisen beeinflussen. Zu lieben und Liebe zu erfahren bringt Glück und Freude in unser Leben, aber wenn diese Liebe weggenommen wird, haben die meisten Menschen schwer darunter zu leiden. Egal, ob Sie Ihrer ersten Liebe nachtrauern oder Ihr Herz nach einer Scheidung gebrochen ist, der Liebeskummer kann Ihre mentale und emotionale Gesundheit stark beeinflussen. Zudem können jedoch auch körperliche Schmerzen und sogar Probleme mit dem Herzen auftreten.

Liebeskummer ist zwar keine medizinisch anerkannte Krankheit, jedoch gibt es Leute, die dadurch tatsächlich körperliche Probleme bekommen. Diese zehn Gründe, weshalb Liebeskummer dem Herzen wirklich schaden kann, werden Sie hoffentlich dazu anregen, nach einer Trennung zu positiven Bewältigungsstrategien zu greifen und sich helfen zu lassen …

1. Zusätzlicher Stress

Wenn Ihnen das Herz gebrochen wurde, ist Ihr Stresspegel wahrscheinlich erhöht. Sie sind vielleicht verwirrt oder verlangen Antworten von Ihrem Ex, die nur noch mehr Stress verursachen. Nach einer Trennung ist es normal, lange über sein Leben zu reflektieren und manchmal ist man nicht glücklich darüber, was man erkennt. Findet man keine Antworten oder wird man von solchen Gedanken noch trauriger und enttäuschter, vervielfacht sich der Stress, was das Herz belastet. Es ist kein Zufall, dass Menschen mit verantwortungsvollen und stressigen Jobs oft Herzprobleme haben. Stress schädigt das Herz und es ist ihm auch egal, woher der Stress kommt.

2. Schlechte Essgewohnheiten

Frustessen ist eine Klischeereaktion auf eine schlimme Trennung und tatsächlich machen es eine Menge Menschen. Durch den Stress und die Wut versuchen viele ihren Frust wegzuessen und das normalerweise mit fettigen, salzigen und zuckerhaltigen Lebensmitteln. Vielleicht greifen Sie in so einer Situation auch vorwiegend zu Fertiggerichten oder gehen zum Supermarkt und decken sich mit Süßigkeiten und Schokolade ein. Aber das ungesunde Essen fordert seinen Tribut am Herzen. Es erhöht das Risiko von Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung und hohem Cholesterin, sowie anderen milden bis schweren Herzkomplikationen.

3. Mangel an Sport

Was die Trennung und das Frustessen noch verschlimmert, ist, dass Menschen mit Liebeskummer sich oft nicht motivieren können, Sport zu treiben. Aber Sport ist wichtig, um gesund zu bleiben und das Herz in Gang zu bringen. Ausdauertraining kann Herzkrankheiten verhindern und zudem ein gutes Ventil sein, um Frust abzubauen und mit der Trennung fertigzuwerden, denn durch den Sport werden Endorphine freigesetzt, die zu positiven Gefühlen führen. Sport hilft also nicht nur dabei, Probleme mit dem Herzen zu verhindern, sondern es ist auch eine gute Möglichkeit Stress abzubauen und seine Emotionen unter Kontrolle zu bringen.

4. Erhöhter Blutdruck

Der emotionale Stress an dem Sie leiden, wenn Ihr Herz gebrochen wurde, hat direkten Einfluss auf den Blutdruck. Starke Emotionen – besonders Wut und Ärger – können den Blutdruck durch die vermehrte Adrenalinausschüttung erhöhen. Durch hohen Blutdruck nimmt zudem das Risiko von Herzkrankheiten und Herzinfarkten zu, die Arterien können beschädigt werden, und in manchen Fällen können Aneurysmen auftreten. Eines der Hauptprobleme von hohem Blutdruck ist, dass er sich langsam erhöht und Sie dies nicht bemerken, bis die Symptome ernst werden. Tun Sie also alles dafür, den emotionalen Stress während einer Trennung zu reduzieren, um den Blutdruck in einem gesunden Bereich zu halten.

5. Depressionen

Wenn Werbungen behaupten, dass Depressionen körperliche Schmerzen verursachen können, ist das die Wahrheit. Es ist zudem wahr, dass Depressionen Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben können, von der Karriere bis hin zu den Beziehungen mit der Familie und Freunden. Die extremen Emotionen, die Menschen mit Depressionen fühlen, und die Schwierigkeiten damit klarzukommen, können körperliche Schmerzen verursachen und das Risiko von gesundheitlichen Problemen erhöhen. Eine Menge Leute leiden an Depressionen und was Sie vielleicht nicht wissen ist, dass Depressionen auch das Risiko von Herzkrankheiten erhöhen. Wenn Sie also Liebeskummer haben, könnten Sie vielleicht in Depressionen verfallen und damit Ihrem Herz noch weiter schaden.

6. Falsche Herzinfarkte

Der emotionale Stress und die überwältigenden Gefühle, die durch eine Trennung verursacht werden können einen Herzinfarkt imitieren. Der Adrenalinschub kann zu einem ähnlichen Gefühl wie bei einem Herzinfarkt führen, und dadurch wird der Stresspegel und andere emotionale Traumata erhöht. Viele Menschen, die einen falschen Herzinfarkt bekommen, landen im Krankenhaus, nur um festzustellen, dass mit ihrem Herzen eigentlich alles in Ordnung ist. Das Gute daran ist, dass diese Symptome meist nur kurzweilig sind normalerweise keine bleibenden Schäden verursachen.

7. Vermehrter Alkoholkonsum

Alkohol wird oft getrunken, um den Liebeskummer zu ertränken und wenn man gestresst und emotional instabil ist, ist die Flasche besonders verlockend. Aber Alkohol ist aus mehreren Gründen ein schlechtes Heilmittel für Liebeskummer. Einer davon ist, dass er einen runter zieht. Drogen und Alkohol, die einen runter ziehen, können die Trauer, Depressionen und die Wut noch verstärken, wodurch Sie sich nur noch schlechter fühlen. Exzessiver Alkoholkonsum fordert seinen Tribut – laut der Mayo Klinik, kann zu häufiges Trinken zu einem vergrößerten Herzen, erhöhtem Blutdruck und zu weiteren Herz-Kreislauf-Komplikationen führen.

8. Panikattacken

Panikattacken verursachen viele körperliche Reaktionen, von Herzrasen und Atembeschwerden, bis zu Schweißhänden und Schwindel. Einfach gesagt, können Panikattacken furchteinflößend sein und zu einer Reihe von Phobien führen. Jeder, der an einer Panikstörung leidet, weiß, dass eine der größten Ängste eine Panikattacke selbst ist. Dies wiederum verstärkt den Stress, was meist zu mehr Panikattacken führt. Während diese zwar nicht unbedingt Herzschäden verursachen, können sie, kombiniert mit anderen Krankheiten, das Herzinfarktrisiko erhöhen, sowie zu anderen Herz-Kreislauferkrankungen führen. Es kann sich bei einer Panikattacke sogar so anfühlen, als hätten Sie einen Herzinfarkt.

9. Atembeschwerden

Hyperventilation oder Atembeschwerden treten häufig bei extremer Verärgerung auf. So viele Gedanken und intensive Gefühle können einem nach einer Trennung durch den Kopf gehen, und schließlich zu Atemproblemen führen, wenn Sie keinen positiven Bewältigungsmechanismus finden. Wenn Sie keine klinische Panikstörung bzw. Panikattacken haben, können Sie dennoch Ihre Muskeln und auch Ihr Herz belasten, wenn Sie über längere Zeit an Atembeschwerden leiden. Ähnlich wie bei Panikattacken, kann die Ungewissheit über den Eintritt des nächsten Anfalls weitere körperliche und mentale Probleme hervorrufen, was es zu einem Teufelskreis macht.

10. Gebrochenes-Herz-Syndrom

Viele Mediziner glauben nicht an das Gebrochene-Herz-Syndrom, aber die Möglichkeit, dass ein Herzensbruch tatsächlich eine Krankheitsform sein kann, hat in den letzten Jahren, aufgrund von überzeugenden Beweisen, an Popularität gewonnen. Viele Ärzte würden es stattdessen Stress-Kardiomyopathie nennen, wobei das Herz nicht in der Lage ist, genügend Blut durch den Körper zu pumpen. Es ist eine temporäre Krankheit, die normalerweise während extrem stressreichen Phasen auftritt, wie zum Beispiel nach Trennungen. Jeder, der unter starkem emotionalem Stress leidet – auch Menschen, die sonst gesund sind – können das Gebrochene-Herz-Syndrom bekommen. Laut der Mayo Klinik kann es dabei zu Schmerzen in der Brust und Atemnot kommen, jedoch legen sich die negativen Symptome nach ca. einer Woche wieder.

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