Häufige Beschwerden

Was Sie nach einer Hysterektomie erwarten sollten

Eine Hysterektomie (die Entfernung der Gebärmutter und unter Umständen des Gebärmutterhalses, Lymphknoten und Teil der Vagina) ist zweifellos ein schwerer Eingriff und die Erholung davon benötigt Zeit, in der die Patientin oftmals an post-operativen Schmerzen leidet.

1. Krankenhausaufenthalt

Frauen, die sich einer abdominalen (wobei die Gebärmutter per Einschnitt in den Unterbauch entfernt wird) oder radikalen Hysterektomie (bei der zusätzlich der Gebärmutterhals, Teile der Vagina sowie Lymphknoten entfernt werden) unterziehen, können sich auf einen Krankenhausaufenthalt von mindestens zwei bis drei Tagen einstellen. Weniger intensive vaginale (wobei die Gebärmutter über einen Einschnitt der Vagina entfernt wird) oder laparoskopische (die Gebärmutter wird in Teilen über den Bauch entfernt) Hysterektomien benötigen zumindest eine Übernachtung.

2. Verschreibungspflichtige Schmerzmittel

Ihr Arzt wird Ihnen Schmerzmittel verschreiben, um die Schmerzen zu lindern und dem Körper Zeit zur Heilung zu geben. Außerdem schützen sie vor Infektionen an der Einschnittstelle.

3. Einsatz eines Katheders

Ein Katheder wird oftmals nach einer Hysterektomie eingesetzt, um das Urinieren in den ersten Tagen nach der Operation zu ermöglichen. Es ist dennoch wichtig sobald wie möglich aufzustehen und sich zu bewegen, um Kraft zurückzuerlangen und Blutgerinnseln in der unteren Körperhälfte vorzubeugen.

4. Binden

Vaginale Blutungen treten für einige Tage nach einer Hysterektomie auf – besonders bei vaginalen Eingriffen. Die Verwendung von Binden hält Sie und Ihre Unterwäsche sauber und verhindert peinliche Flecken. Achten Sie darauf, dass das Tragen von Tampons in dieser Zeit nicht empfohlen wird.

5. Ruhe & Erholung

Ihr Arzt wird sie in den Wochen nach der Operation dazu ermutigen, sich leicht zu bewegen (z.B. kurze Spaziergänge). Jegliche Bewegungen, die das Heben schwerer Objekte (wie beim Schneeschippen, Staubsaugen oder dem Tragen von Kindern und Haustieren) mit sich bringen, werden nicht empfohlen, da es die Eingriffstelle erneut öffnen könnte. Zusätzlich müssen Sie für mindestens sechs Wochen auf Sex verzichten.

6. Hormonersatz-Therapie

Eine große Sorge von Frauen, die sich Eileiter und Eierstöcke entfernen haben lassen, ist das schnellere Eintreten der Menopause mit ihren Hitzewallungen, Gereiztheit und vaginaler Trockenheit. Ihr Arzt kann Ihnen eine Hormonersatz-Therapie empfehlen, um nach einer Hysterektomie die Symptome der Wechseljahre zu lindern (und dem Körper Östrogen zufügen). Das ist eine sehr persönliche Entscheidung und Sie sollten mit Ihrem Arzt ausführlich darüber sprechen.

7. Nachträgliche Untersuchungen

Natürlich wird Ihr Arzt Sie in den Wochen und Monaten nach der Operation beobachten, um sicherzugehen, dass die Wunde gut verheilt und gegebenenfalls sämtliche Fragen und Sorgen zu Operation und Wandel der Lebensweise zu beantworten.

8. Jährliche Abstriche und Beckenuntersuchungen

Auch wenn Sie eine Hysterektomie hatten, wird Sie das nicht von jährlichen Abstrichen und Beckenuntersuchungen entschuldigen. Es ist in Ihrem besten Interesse hiermit auch zukünftig weiterzumachen, um gesund zu bleiben und Krebs vorzubeugen.

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