Häufige Beschwerden

Was Mundgeruch über Ihre Gesundheit verrät

Keiner hört es gern, aber wir alle hatten schon einmal Mundgeruch – entweder am Morgen oder nach einem Essen mit besonders viel Knoblauch. Wie auch immer, es gibt Tage, an denen keine Mundspülung oder Kaugummi gegen schlechten Atem ankommt.

Falls Mundgeruch jedoch chronisch ist, kann er zu einem peinlichen Problem werden oder sogar Zahnfäule zur Folge haben. Anhaltend schlechter Atem kann auf eine unterschwellige Erkrankung hinweisen, derer Sie sich in keiner Weise bewusst sind.

Vergessen wir daher die soziale Problematik für einen Moment und werden einen Blick auf die zahlreichen gesundheitlichen Probleme, die u.a. Mundgeruch verursachen können. Hier sind die zehn häufigsten …

1. Atemwegserkrankungen

Ein Grippevirus kann Sie befallen und sich bei Nichtbehandlung zu einer Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündung entwickeln. Diese Atemwegserkrankungen führen allesamt zu Mundgeruch, da sich Nebenhöhlen-, Lungen- und Halsschleimhäute entzünden und Bakterien so in der Lage sind sich zu vermehren.

2. Diabetes

Es gibt in der Tat eine Verbindung zwischen unausgeglichenem Blutzucker und chronischem Mundgeruch. Ärzte sehen oftmals einen Zusammenhang zwischen einem deutlichen Geruch von Fruchtsäure im Atem mit Ketoazidose, einem Krankheitsbild, das häufig bei Diabetikern auftritt. Wenn der Insulingehalt nicht ausreichend ist, fängt der Körper oft an “unangenehme” Ketonsäure zu produzieren. Falls sie nicht behandelt wird, kann Ketoazidose zu Koma und Tod führen.

3. Übergewicht

Studien sehen einen direkten Zusammenhang zwischen Mundgeruch und Übergewicht aufgrund der Ernährungsweise. Eiweiß und Milchprodukte in großen Mengen produzieren aufgrund von zu vielen Aminosäuren eine Überzahl an übel riechenden Bakterien.

4. Alkoholismus

Wir alle wissen, dass zu viel Alkohol zu Dehydrierung führt und dass durchgezechte Nächte uns am nächsten Morgen unangenehme Kopfschmerzen bescheren. Das liegt daran, dass Alkohol harntreibend wirkt, was Wasser aus dem Körper spült und den Mund austrocknen lässt.

5. Sodbrennen

Verdauungsprobleme und andere Magenerkrankungen führen häufig zu schlechtem Atem. Es gibt eine ganze Reihe von Störungen – einschließlich Sodbrennen und gastroösophagealen Rückfluss, die eine effiziente Verdauung verhindern und damit Nahrung im Magen verrotten lassen, was zu Würgen und schlecht riechendem Atem führt.

6. Magengeschwüre

Ein weiteres schmerzhaftes Leiden, das sich im Inneren des Körpers abspielt und dadurch schlechten Atem außerhalb produziert, sind Magengeschwüre. Forscher behaupten, dass das gleiche Bakterium, das Geschwüre im Magen verursacht – Helicopacter pylori – auch für Mundgeruch verantwortlich ist.

7. Nierenerkrankung

Haben Sie Atem, der nach Fisch riecht? Haben Sie kürzlich Thunfisch gegessen? Wenn nicht, kann es sein, dass Sie an einer Nierenerkrankung leiden. Da die Nieren mithilfe des Urins Giftstoffe aus dem Körper filtern, kann es sein, dass Sie bei Schädigung nicht mehr ausreichend arbeiten und einen nach Ammoniak und Fisch riechenden Atem erzeugen, der auf eine kranke Niere hinweist.

8. Lungenkrebs

Mundgeruch kann Pathologen auch dabei helfen Lungenkrebs zu diagnostizieren. Diese sehr viel günstigere Alternative zu teuren Biopsien und Ultraschalluntersuchungen wird immer mehr dazu verwendet, Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen. Ärzte untersuchen dabei den Mund des Patienten mit einer vorprogrammierten “elektronischen Nase”, die flüchtige organische Verbindungen im Atem erkennt.

9. Schlafapnoe

Wir alle haben mehr oder weniger schlechten Atem am Morgen. Wenn Sie jedoch die ganze Nacht mit offenem Mund schlafen, wird die Speichelproduktion behindert, was Bakterien wachsen lässt und für starken Mundgeruch sorgt. Daher atmen Menschen, die zu chronischem Schnarchen oder Schlafapnoe neigen, oftmals durch den Mund und entwickeln während sie tief schlafen schlechten Atem.

10. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hätten Sie es für möglich gehalten, dass eine einfache Atemanalyse auf eine Herzerkrankung schließen kann? Wie sich gezeigt hat, können Atemproben einige Herz-Kreislauf-Erkrankungen diagnostizieren – einschließlich bevorstehenden Herzversagens.

X