Häufige Symptome von Anämie: Sind Sie anämisch?

Sind Sie blutarm? Die Anzeichen und Symptome dieser weit verbreiteten Blutkrankheit sind je nach Ursache der Anämie sehr unterschiedlich, aber es gibt einige Warnzeichen, die bei rechtzeitiger Behandlung den Behandlungsprozess drastisch beschleunigen können.

Die unten aufgeführten Symptome wurden in 4 Kategorien eingeteilt: allgemeine Anämie-Symptome, Symptome aufgrund von Eisenmangel, Symptome aufgrund von Vitamin-B12-Mangel und Symptome aufgrund von chronischer Bleivergiftung.

Acht häufige Symptome einer Anämie sind…

1. Ermüdung

Müdigkeit ist ein sehr häufiges Symptom von Anämie. Tatsächlich ist sie oft eines der ersten Anzeichen für ein Gesundheitsproblem. Viele Menschen leiden unter einem unerklärlichen Energieverlust und vereinbaren aus diesem Grund einen Termin beim Arzt.

Nach Angaben der Mayo Clinic führen einige Anämien, wie Eisenmangelanämie oder Vitamin-B12-Mangel, zu extremer Müdigkeit aufgrund des niedrigen Hämoglobinwerts. Müdigkeit kann jedoch auch die Folge vieler anderer Gesundheitsprobleme sein (z. B. innere Blutungen). Die Einnahme eines eisenhaltigen Multivitamins oder der Verzehr von eisenhaltigen Lebensmitteln (z. B. rotes Fleisch) kann den Eisenspiegel erhöhen und so zur Behebung der Anämie beitragen.

2. Signifikante Erhöhung der Herzfrequenz, insbesondere bei körperlicher Anstrengung

Nach Untersuchungen des National Heart Lung and Blood Institute (NHLBI) belastet Anämie das Herz-Kreislauf-System (und das Herz), weil der Körper Eisen zur Bildung von Hämoglobin benötigt, einer wichtigen Substanz, die den Sauerstoff von den Lungen zu den verschiedenen Geweben und Organen transportiert. Das bedeutet, dass bei Eisenmangel die Sauerstoffversorgung und damit auch die Organfunktion leidet.

Die verringerte Sauerstoffzufuhr zu den Geweben und Organen hat dramatische Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die damit verbundenen Gewebe. Patienten mit Anämie produzieren eine drastisch verringerte Anzahl roter Blutkörperchen, die nicht genügend Hämoglobin für den Sauerstofftransport im Blut enthalten. Der Mangel an sauerstoffreichem Blut führt zu extremer Müdigkeit aufgrund der unzureichenden Sauerstoffversorgung durch das Herz-Kreislauf-System und langfristig zu einer Schädigung der Körperorgane (z. B. Gehirn und Herz).

3. Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit, vor allem bei körperlicher Anstrengung

Neben dem Gefühl extremer Müdigkeit und Muskelschwäche aufgrund des Mangels an sauerstoffreichem Blut kann eine Anämie auch Kopfschmerzen, Benommenheit und Kurzatmigkeit verursachen, vor allem, wenn man plötzlich aufsteht oder sich körperlich anstrengt. Bei einer schweren Anämie fehlt es den Geweben und Organen des Körpers an ausreichend Blut und Sauerstoff, um effizient zu funktionieren. Langfristig beginnen die Körperzellen abzusterben, ein Zustand, der als Ischämie bezeichnet wird.

Bei Patienten mit schwerer Anämie oder Sichelzellenanämie kann es aufgrund des blockierten Blutflusses zu einer schweren Ischämie kommen, insbesondere in den Extremitäten (z. B. in den Füßen), die eine Fußamputation erforderlich machen kann. Bei anämischen Patienten sind die häufigsten Symptome Müdigkeit und Kurzatmigkeit. Dies erschwert die Aufrechterhaltung des gewohnten Energieniveaus und der Aktivitäten und kann sich sehr negativ auf das tägliche Leben auswirken.

4. Schwindel

Schwindel oder ein Gefühl plötzlicher Benommenheit steht oft im Zusammenhang mit einer Anämie im Frühstadium und ist oft ein Symptom, das den ersten Arztbesuch auslöst. Schwindel kann mit Störungen des Gehirns, Sehproblemen, Erkrankungen des Innenohrs (Schwindel) und sogar des Magen-Darm-Systems zusammenhängen. Aber auch bei Menschen mit Anämie, die sich durch eine niedrige Anzahl roter Blutkörperchen oder ein niedriges Hämoglobin auszeichnet, ist Schwindel recht häufig.

Anämie ist die Folge einer verminderten oder blockierten Produktion von roten Blutkörperchen und/oder Hämoglobin, die für den Sauerstofftransport im Blut zu wichtigen Geweben und Organen verantwortlich sind. Wenn der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, zeigt der Körper Anzeichen wie unerklärliche Müdigkeit, Muskelschwäche, erhöhte Herzfrequenz, blasse Haut, Kurzatmigkeit und Schwindel oder Benommenheit. Es kann sogar zu Krampfanfällen und Zuckungen kommen.

5. Blasse Haut

Blasse Haut ist ein weiteres häufiges Anzeichen für Anämie. Diese Blässe deutet oft auf eine verminderte Durchblutung oder eine geringere Produktion von roten Blutkörperchen hin. Eine plötzliche Blässe sollte sofort von Ihrem Arzt festgestellt werden, insbesondere wenn sie auf eine Anämie hinweist, eine Bluterkrankung, die durch eine verminderte Produktion roter Blutkörperchen (und Hämoglobin) gekennzeichnet ist.

Blasse Haut ist weniger häufig bei Patienten mit akuter Anämie, die häufig bei Blutverlusten auftritt (z. B. bei Verletzungen, Operationen oder inneren Blutungen). Eine chronische (oder schleichende) Anämie ist viel häufiger und entsteht, wenn der Körper nicht genügend rote Blutkörperchen produziert (oder zerstört). Eine chronische Anämie kann sich aufgrund einer Reihe von Gesundheitszuständen entwickeln, z. B. Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), chronisches Nierenversagen und Knochenkrebs.

6. Beinkrämpfe

Beinkrämpfe, oft bei körperlicher Anstrengung, sind ein weiteres häufiges Symptom der Anämie. Allerdings sind Beinkrämpfe oft ein Symptom, das leicht zu entschuldigen ist, da manche Menschen mit Anämie Beinkrämpfe haben und andere kaum Symptome aufweisen. Wie bereits erwähnt, treten Beinkrämpfe bei Patienten mit leichter Anämie oft nur bei körperlicher Anstrengung auf. Bei Patienten mit schwerer Anämie hingegen können schmerzhafte Beinkrämpfe auch im Ruhezustand auftreten.

Bei Patienten mit leichter Anämie können nach längerem Gehen, Laufen oder Stehen harmlos wirkende Beinkrämpfe auftreten. Wenn die Beinkrämpfe jedoch von anderen Symptomen wie Kurzatmigkeit, Schwindel, extremer und unerklärlicher Müdigkeit, Muskelschwäche und blasser Haut begleitet werden, liegt möglicherweise eine Anämie vor.

7. Schlaflosigkeit

Wenn Sie nachts nicht schlafen können (Schlaflosigkeit), leiden Sie möglicherweise an Anämie. Laut einer irischen Studie aus dem Jahr 2008 mit dem Titel “Restless Legs Syndrome and Periodic Limb Movement Disorder in Children and Adolescents” (Syndrom der unruhigen Beine und periodische Bewegungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen), die in der Fachzeitschrift Seminars in Pediatric Nursing veröffentlicht wurde, sind Schlaflosigkeit und andere Schlafstörungen (d. h. das Syndrom der unruhigen Beine) bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Erwachsenen und Senioren aufgrund von Eisenmangel (oder geringen Eisenspeichern) weit verbreitet.

In der Studie wurde eine Gruppe älterer Patienten in einem irischen Krankenhaus beobachtet und festgestellt, dass Eisenmangel (in vielen Fällen mit Anämie) das Syndrom der unruhigen Beine verursacht. Als den Patienten Eisenpräparate verschrieben wurden, gingen die Symptome des Syndroms der unruhigen Beine und der Schlaflosigkeit deutlich zurück. In einer Studie aus Nepal aus dem Jahr 2002 wurde ebenfalls festgestellt, dass das Syndrom der unruhigen Beine eng mit dem persönlichen Eisenstatus zusammenhängt, wobei abnormale Eisenspeicher bei einer Gruppe von 6 bis 18 Monate alten Säuglingen häufig das Syndrom der unruhigen Beine und Schlaflosigkeit verursachten. Dieselbe Studie zeigte eine bemerkenswerte Verbesserung der unruhigen Schlafstörungen, nachdem eine Eisentherapie verordnet wurde.

8. Konzentrationsschwierigkeiten

Hämoglobin ist das sauerstofftransportierende Protein in den roten Blutkörperchen. Ein Mangel an Hämoglobin beeinträchtigt nicht nur die Produktion roter Blutkörperchen und die Sauerstoffversorgung von Organen, Muskeln und Körpergeweben, sondern wirkt sich auch auf unsere Stimmung, unser Energieniveau und unsere Entscheidungs- und Konzentrationsfähigkeit aus, wenn die für die Bildung roter Blutkörperchen erforderlichen Vitamine, Mineralien und Nährstoffe (z. B. Folsäure, Eisen und Vitamin B12) nicht ausreichend vorhanden sind.

Wenn dem Körper diese lebenswichtigen Nährstoffe fehlen, kann eine Anämie auftreten. Selbst wenn die Bluterkrankung nur leicht ausgeprägt ist, kann ein Mangel an Nährstoffen dazu führen, dass der Körper grundsätzlich langsam herunterfährt. Die Stimmung kann sich verschlechtern, und die Patienten fühlen sich extrem reizbar oder launisch. Das Energieniveau nimmt unerwartet ab, was zu extremer und unerklärlicher Müdigkeit führt. Und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, Entscheidungen zu treffen und sich zu konzentrieren, kann völlig nachlassen.

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