Häufige Beschwerden

Häufige Symptome und Behandlungen bei Rückgratverkrümmung

Etwa fünf von 1000 Menschen weltweit leiden an einer Rückgratverkrümmung – einer langfristigen, chronischen Erkrankung, die eine unnatürliche Krümmung der Wirbelsäule bezeichnet. Typischerweise krümmt sich das Rückgrat dabei stärker in Richtung einer Seite, anstatt eine gerade Linie den Rücken hinab zu formen . Verursacht wird die Verkrümmung durch Wirbel, die sich wie bei einem Korkenzieher um sich selbst winden.

Im Gegensatz zu den meisten Menschen nimmt die Wirbelsäule bei Betroffenen daher eine besonders starke „C“- oder „S“-Form an. Eine Rückgratverkrümmung tritt vornehmlich bei Kindern auf, wobei die Krankheit dabei jeweils als infantile (3 Jahre oder jünger), kindliche (4-10 Jahre) und jugendliche (11-18 Jahren) Rückgratverkrümmung bezeichnet wird. Aus unerklärlichen Gründen neigen ehr Mädchen als Jungen an dieser Erkrankung, die auch unter dem Namen Skoliose bekannt ist.

Hier sind die häufigsten Symptome Behandlungen bei Rückratverkrümmung:

1. Rückenschmerzen

Für die meisten Patienten ist die Krankheit eher beschwerlich als schmerzhaft. In manchen Fällen können jedoch auch Rückenschmerzen auftreten, vor allem im unteren Rücken. Fall Sie starke Rückenschmerzen verspüren, sollten Sie Ihren Arzt auf mögliche andere Komplikationen ansprechen.

2. Unnatürliche Krümmung der Wirbelsäule

Das deutlichste Zeichen einer Rückgratverkrümmung ist die abnormale Krümmung der Wirbelsäule. Dieser Prozess findet normalerweise schrittweise statt und die Verformung fällt unter Umständen Menschen auf, die einen in unregelmäßigen Abständen sehen. Bis zum Zeitpunkt einer starken Verkrümmung ist die Biegung leicht zu übersehen.

3. Verschobene Kopfposition

Eine Rückratverkrümmung kann die permanente Kopfhaltung verlagern. Die Position des Kopfes wird dabei langfristig instabil – verursacht durch die korkenzieherartige Überlappung der Wirbel miteinander.

4. Ungleiche Hüften oder Schultern

Zusätzlich zur Kopfhaltung können sich einzelne Schulter- oder Hüftpartien verschieben, was dazu führt, dass z.B. eine Schulterseite höher liegt als die andere. Dabei können Gleichgewichtsstörungen eintreten.

5. Verkrümmung des Brustkastens

Die Asymmetrie kann sich auch im Brustkasten festsetzen, was die Brust bei Betrachtung des Körpers von vorne schief aussehen lässt.

6. Schlecht passende Kleidung

Kinder mit Rückgratverkrümmung stellen oft fest, dass ihre Kleidung mit zunehmender Verkrümmung schlechter sitzt. Veränderungen machen sich dabei vor allem beim Anziehen der Kleidung bemerkbar. Ärmel oder Hosenbeine können sich z.B. unterschiedlich lang anfühlen.

7. Druck und Schmerzen in der Brust

Bei schweren Fällen von Rückgratverkrümmung können sich Druck auf Brust, Herz und Lunge ergeben. Bei Fortschreiten der Krankheit kann der Druck so stark werden, dass die Lungen unterdrückt werden und nicht ausreichend funktionieren, was zu Kurzatmigkeit und Brustschmerzen führt.

8. Hang zu Erschöpfung

Gemeinsam mit Symptomen wie Rückenschmerzen, die durch langes Stehen oder Sitzen verursacht werden können, kann Erschöpfung eintreten – vor allem, wenn das Sitzen oder Stehen nur mittels großer Unterstützung durch Brust und Bauch erfolgt . Auch Schlafverlust kann aufgrund von Druck auf Herz und Lunge erfolgen.

9. Schwankender Gang

Betroffene bewegen sich typischerweise mit einem leicht schwankenden Gang. Das Schwingen von einer Seite auf die andere beim Gehen nimmt dabei mit dem Alter noch weiter zu.

10. Mögliche Behandlungsformen

Die meisten Menschen mit Rückgratverkrümmung begeben sich nicht in Behandlung, so lange die Beschwerden erträglich sind. Bei schweren Fällen sind jedoch unter anderem diese Behandlungsformen möglich:

Rückenschienen – sie werden normalerweise bei Kindern verschrieben, um beim Wachsen eine weitere Verkrümmung zu verhindern. Dabei werden hauptsächlich verstellbare Schienen verwendet, die sich dem Wachstum anpassen lassen.

Operation – diese kann zur Korrektur von Verkrümmungen empfohlen werden. Dabei werden Metallstäbe mittels Haken in den Knochen geschoben, um die Wirbelsäule in der richtigen Position zu halten. Die Stäbe werden entfernt, sobald die Knochen verheilt sind.

Physiotherapie – sie kann Übungen und Techniken lehren oder in Form einer Massage erfolgen, um eine korrekte Ausrichtung der Wirbelsäule zu bewirken. Physiotherapiebehandlungen können simultan zu Rückenschienen oder einem operativen Eingriff eingesetzt werden.

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