Häufige Beschwerden

9 häufige Arten von Polypen

Ein Polyp ist eine abnormale Gewebeveränderung, die entweder flach (sessil) oder stielförmig aus einer Schleimhaut wächst.

Polypen entwickeln sich für gewöhnlich im Dickdarm, Nebenhöhlen, Magen, Gebärmutter, Dünndarm, Blase, Gebärmutterhals und sogar in den Nasenhöhlen. Im Grunde kann jede Schleimhaut betroffen sein. Hier sind neun Arten von Polypen …

1. Kolorektaler Polyp

Kolorektale Polypen bilden sich im Dickdarm. Dabei kann es einige Zeit dauern, bis sich Symptome zeigen – z.B. Schmerzen, rektale Blutungen oder Durchfall und Verstopfung. Diese können jedoch auch auf frühe Stadien von Darmkrebs hinweisen (wobei Polypen sich bösartig verändern). Die meisten Polypen werden bei Untersuchungen auf Darmkrebs gefunden und werden dabei normalerweise entfernt, um das zukünftige Risiko von Darmkrebs zu verringern.

2. Nasenpolypen

Nasenpolypen treten in der Nasenschleimhaut auf – besonders in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Normalerweise bilden sie sich bei Personen mit starken Allergien (z.B. allergische Rhinitis).

3. Gebärmutterhals-Polypen

Polypen im Gebärmutterhals entstehen an der Oberfläche des Gebärkanals. Normalerweise verursachen diese harmlosen Tumore keine Symptome und können jahrelang unentdeckt bleiben. Manchmal werden sie bei einer Routineuntersuchung gefunden, wenn die Patientin über Menstruationsstörungen klagt.

4. Gebärmutter-Polyp

Polypen in der Gebärmutter können flach oder stielförmig innerhalb der Gebärhöhle wachsen. Sie treten bei ca. zehn Prozent erwachsener Frauen auf und verursachen keine Symptome. Wenn ein stielförmiger Polyp jedoch mehrere Zentimeter groß wird, kann er bis in die Vagina hineinreichen, was zu Schmerzen und sexuellem Unwohlsein führt.

5. Adenomatöser Polyp

Adenomatöse Polypen (auch als Adenome bezeichnet) sind eine Form von prä-malignen Polypen, die sich an der Innenwand des Dickdarms bilden und das Risiko von Darmkrebs erhöhen. Ca. fünf Prozent der Erwachsenen über 60 Jahre entwickeln eine von drei Arten adenomatöser Polypen – ein tubuläres Adenom, das überall am Dickdarm auftreten kann, ein villöses Adenom, das häufig in der Rektalgegend vorkommt sowie ein tubulo-villöses Adenom, das ein röhrenförmiges Aussehen hat.

6. Peutz-Jeghers-Syndrom

Peutz-Jeghers-Polypen betreffen treten im Verhältnis 1 zu 300.000 auf und werden vererbt. Sie entstehen bei Patienten mit familiärer adenomatöser Polyposis, eine Form von genetischer Erkrankung, die harmlose Polypen im Verdauungstrakt und Mundschleimhaut bildet.

7. Hamartom

Hamartome bilden sich bei Patienten mit Cowden-Syndrom, einem seltenen autosomal-dominanten Krankheitsbild, das sich durch das Wachsen von Tumoren (Hamartomen) an Nase und Darm auszeichnet. Betroffene haben ein höheres Risiko an bestimmten Krebsformen zu erkranken – wie Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs und Gebärmutterkrebs.

8. Fibrom

Fibrome sind harmlose Hautwucherungen, die in Projektilform (oder Spindelform) an den Blutgefäßen im Verdauungstrakt wachsen. Normalerweise treten dabei Entzündungen auf.

9. Cronkhite-Canada-Syndrom

Das Cronkhite-Canada-Syndrom ist ein seltenes Syndrom, das normalerweise männliche Japaner betrifft (etwa zwei Drittel der Betroffenen). Die Krankheit verursacht die sporadische Bildung mehrerer Polypen entlang des Verdauungstrakts – einschließlich des Dickdarms, Dünndarms, Magens und der Speiseröhre. Typischerweise sind die Polypen dieser Art harmlos und entwickeln sich nicht zu Krebsgeschwüren.

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