Häufige Beschwerden

8 häufige Gründe für Beckenschmerzen bei Frauen

Der Begriff Beckenschmerzen mag einen Schmunzeln lassen, aber die Hintergründe dazu sind überhaupt nicht witzig. Chronische Schmerzen in der Beckengegend hindern Frauen daran enge Hosen zu tragen, Geschlechtsverkehr zu haben und manchmal sogar zu urinieren oder sich zu setzen.

Chronische Beckenschmerzen sind schwer zu diagnostizieren, denn die Beschwerden können oft auf mehr als nur ein rein gesundheitliches Problem hinweisen. Dennoch: Über die häufigsten Ursachen – wie Zysten und Endometriose – für Beckenschmerzen Bescheid zu wissen kann dabei helfen, diese in einem frühem Stadium zu erkennen und zu beheben.

1. Unterleibsentzündung

Eine Unterleibsentzündung befällt jedes Jahr Millionen von Frauen. Die Geschlechtskrankheit wird durch sexuellen Kontakt mit einem Partner übertragen, der damit infiziert ist. Auch Gonorrhö oder Chlamydien können dafür verantwortlich sein. Die Unterleibsentzündung kann auch Folge von Geburt, Abtreibung oder dem Eindringen von Bakterien in Gebärmutterhals, Gebärmutter und Eileiter sein. Betroffene können effektiv behandelt werden, falls die Krankheit früh erkannt wird. Daher ist es wichtig, auf die Symptome zu achten: Bauchschmerzen, Schüttelfrost, vaginale Ausscheidungen, schneller Herzschlag und Rückenschmerzen.

2. Endometriose

Nicht wenige Frauen leiden an Endometriose, einer chronischen Erkrankung, bei der Zellen außerhalb der Gebärmutter wachsen und sich verbreiten, was zu schmerzhaften Ausscheidungen während der Monatsblutungen sorgt. Die Symptome von Endometriose sind u.a. schmerzhafte Bauchkrämpfe sowie Schmerzen in Rücken und Beinen.

3. Beckenverstopfung

Hat sich Ihr Beckenboden jemals sonderlich schwer angefühlt? Wenn ja, kann es sein, dass Sie an einer Beckenverstopfung leiden, einer Erkrankung die Krampfadern im Becken entstehen lässt, was schmerzhafte Blutansammlungen und einen starken Druck im Becken zur Folge hat.

4. Interstitielle Zystitis

Interstitielle Zystitis sorgt für Blasenschmerzen, die oft als Brennen oder Stechen beschrieben werden und zu einer äußerst unangenehmen Harnwegsinfektion führen. Die Krankheit entsteht, wenn die Muzine – die Zellen, die die Blase vor der Harnsäure schützen – geschwächt sind, was dazu führt, dass man bis zu 50 Mal am Tag urinieren muss.

5. Bakterielle Vaginose

Die häufigste chronische, vaginale Infektion bei Frauen in gebärfähigem Alter ist bakterielle Vaginose und befällt ca. 16 Prozent aller Frauen mit Symptomen wie Jucken und Brennen im Bereich der Vagina. Außerdem kann der übel riechende, gräuliche Auslauf zu Verwechslungen mit einer Scheidenpilzinfektion führen.

6. Verspannung des Beckenbodens

Eine anstrengende Geburt kann zu chronischen Verspannungen der Muskeln im Beckenboden führen. Falls Kegel-Übungen (eine Reihe von Übungen, die den Beckenboden entspannen sollen) hier nicht ausreichen, sollten Brennen, Jucken und vaginale Schmerzen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen lassen.

7. Eierstock-Zysten

Zysten an den Eierstöcken sind blasenähnliche, mit Flüssigkeit gefüllte Beutel, die hauptsächlich eine Plage für Frauen in gebärfähigem Alter sind. Meistens harmlos reißen diese Zysten jedes Mal, wenn eine Eizelle den Eierstock verlässt. Eierstock-Zysten sind meistens schmerzlos, aber bei oder nach dem Geschlechtsverkehr kann es sein, dass die Frau einen dumpfen Schmerz, scharfe Stiche oder Druck in der Bauchgegend spurt. Auch wenn diese Art Zysten keine Gefahr darstellt, können sie sich zu einem polyzystischen Syndrom entwickeln, falls Östrogen und Progesteron im Ungleichgewicht verbleiben.

8. Vulvodynie

Falls Ihre Vagina depressiv ist, sind Sie nicht allein. Millionen von Frauen leiden an Vulvodynie – oder chronischen Schmerzen der Vulva. Als Erkrankung, die so weit man glaubt, durch Scheidenpilz, Geschlechtsverkehr oder Komplikationen bei der Geburt entsteht, sorgt Vulvodynie für ein anhaltendes Brennen an Vaginaleingang, Oberschenkeln und Gesäß.

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