Häufige Beschwerden

10 unangenehme Gründe für Blähungen

Kennen Sie das Gefühl morgens die Jeans anzuziehen, nur um festzustellen, dass Sie über Nacht scheinbar zehn Zentimeter breiter geworden sind?

Und nein, Sie bilden sich das nicht nur ein – Sie haben Blähungen! Und selbst, wenn Sie täglich joggen gehen und sich richtig ernähren, gibt es dennoch viele Faktoren, die unverhofft zu Blähungen führen.

Hier sind zehn häufige (und überraschende) Gründe für einen aufgepumpten Bauch …

1. Übermaß an Ballaststoffen

Es wird immer gesagt, man solle mehr Ballaststoffe essen, was oftmals dazu führt, dass wir es übertreiben. Und wenn Ihr Körper nicht an Ballaststoffe gewöhnt ist und Sie plötzlich damit anfangen, Salat, Vollkorn, Müsli, Nüsse und frische Früchte in sich hineinzustopfen – dann kann es gut sein, dass es zu Blähungen kommt. Beginnen Sie daher langsam, indem Sie Ballaststoffe Schritt für Schritt auf den Speiseplan setzen.

2. Kohlenhydrat-Intoleranz

Oft werden Blähungen durch die langsame Verdauung von Kohlenhydraten verursacht, besonders dann, wenn sich ballaststoffreiche Lebensmittel wie Nüsse, Hülsenfrüchte oder Bohnen im Magen ausdehnen. In diesem Fall sollten Sie ein Essenstagebuch führen, um problematische Nahrung mit der Zeit herauszufiltern.

3. Zu viel Flüssigkeit

Sicherlich ist Hydrierung wichtig, aber es ist viel besser für Ihren Körper, wenn Sie den ganzen Tag über geringere Mengen Wasser trinken, als sich innerhalb kürzester Zeit damit volllaufen zu lassen. Kleine Mengen unterstützen die Verdauung, während schnelles Trinken zu schmerzhaften Blähungen und einem überfüllten Bauch führen kann, da Ihr Körper so viel Wasser auf einmal gar nicht aufzunehmen vermag.

4. Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel

Haben Sie Blähungen seit Sie Vitamintabletten einnehmen? Es kommt nicht selten vor, dass Supplemente und Vitamine Laktose oder Gluten enthalten, die Blähungen verursachen. Falls dies ein Problem ist, sollten Sie Ausschau nach möglichst natürlichen Vitaminen halten oder ganz einfach zu frischen Früchten greifen.

5. Verstopfung

So peinlich es auch sein mag, darüber zu sprechen – Verstopfung ist eine der Hauptursachen für Blähungen. Der Unterschied eines aufgeblähten und eines verstopften Körpers lässt sich an der Gespanntheit des Bauches erkennen. Wenn er steinhart ist, kann es gut sein, dass Sie eigentlich auf die Toilette müssten und nicht können. Falls Sie Verstopfung vermuten, dann versuchen Sie unlösliche Ballaststoffe wie Kleie, Samen, Früchte und Gemüse mit Schale essen, um den Stuhlgang voranzutreiben.

6. Fitnessriegel & Pulver

Fitnessriegel mit viel Eiweiß sind einerseits genau die Ladung Energie, die Sie vor einem Training brauchen. Zum anderen sind künstliche Energielieferanten wie diese reich an Fruktose (oder Maltodextrien) und Kohlenhydraten, beides Dinge, die grundsätzlich nichts anderes sind als konzentriertes Obst, das schwer zu verdauen ist und daher Blähungen verursacht – nicht wirklich das, was Sie wollen kurz bevor Sie sich auf’s Ergometer schwingen. Versuchen Sie es daher besser mit Nahrungsmitteln, die wenig Fruktose enthalten, wie Joghurt oder Orangen.

7. Sodbrennen

Im Gegensatz zu Verstopfung, die sich hauptsächlich im Unterbauch bemerkbar macht, signalisieren brennende Blähungen in der Brustgegend Sodbrennen. Diese säurehaltige Verdauungsstörung verursacht Übelkeit, Aufstoßen und Brennen in der oberen Speiseröhre sowie Rachen kurz nach dem Essen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie nichts Rohes (z.B. Salat oder Gemüse) auf leeren Magen essen und es vermeiden sich nach Mahlzeiten sogleich hinzulegen.

8. Übergewicht an der Hüfte

Es ist nur logisch, dass Hüftspeck mehr Druck auf den Verdauungstrakt ausübt (vor allem beim Sitzen und Essen), was zu Verdauungsstörungen und Blähungen führen kann. Wenn Sie also eher zum “birnenförmigen Teil der Bevölkerung gehören”, neigen Sie unter Umständen vermehrt zu Blähungen als andere Körpertypen. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie nach dem Essen kurz spazieren gehen und es vermeiden sich hinzulegen, was die Verdauung nur zusätzlich erschwert.

9. Milchunverträglichkeit

Falls Milchprodukte – Käse, Milch, Butter und Sahne – zu Ihren Lieblingsspeisen gehören und Sie starke Blähungen danach verspüren, kann es sein, dass Sie an Milchunverträglichkeit leiden. Laktoseintoleranz ist eine der häufigsten Ursachen für Blähungen und kann leicht beseitig werden, indem man Laktase (ein Enzym) zu sich nimmt oder täglich Joghurt ist, der hilfreiche Bakterien enthält. Wenn Sie an Kaseinallergie leiden (d.h. dass Sie allergisch auf das eigentliche Kuhmilchprotein reagieren), werden Sie jedoch auf Kuhmilchprodukte insgesamt verzichten und stattdessen zu Soja-Produkten, Mandeln-, Ziegen- und Schafsmilch und Käse greifen.

10. Verzichten Sie auf Zuckerersatz

Viele Leute nehmen aus Diätgründen Zuckerersatzstoffe zu sich und übersehen dabei, dass Dinge wie Sucralose, Aspartam, Stevia und Zuckeralkohol (z.B. Mannitol) in Diät-Lebensmitteln, Getränken und zuckerfreiem Essen zu Blähungen führt, da der Verdauungstrakt durch die chemischen Verbindungen überfordert wird. Außerdem verstärken künstliche Süßstoffe oft den Hunger und führen dazu, dass man zu viel isst.

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