Häufige Beschwerden

10 häufige Diabetes-Mythen

Der Umgang mit Diabetes ist sehr unangenehm – permanent muss man den Blutzuckerwert messen, auf gesunde Ernährung achten, jedes einzelne Lebensmitteletikett lesen, versuchen täglich Sport zu treiben und unter Umständen sogar Medikamente nehmen. Packen Sie darauf noch einige ziemlich widersprüchliche Diabetes-Tipps und schon steht der totalen Verwirrung nichts mehr im Wege.

Daher räumen wir nun mit Mythen zum Thema Diabetes auf. Hier sind die zehn häufigsten und hartnäckigsten davon …

1. Abnehmen heilt Diabetes

Falls Sie übergewichtig sind und an Diabetes leiden, kann es sein, dass Ihr Doktor empfiehlt, ein paar Pfunde loszuwerden. Der Gewichtsverlust wird dabei jedoch nicht zur Heilung der Krankheit führen oder den hohen Blutzuckerwert senken, der sich im Laufe der Jahre ergeben hat. Abzunehmen kann aber das Fortschreiten der Symptome verlangsamen und dabei helfen Blutzucker, Blutdruck und Fettwerte mit weniger Medikamenten in den Griff zu kriegen.

2.Süßigkeiten bei niedrigem Blutzuckerwert

Das Schlechteste, was man bei niedrigem Blutzucker (oder Hypoglykämie) tun kann, ist sich mit Schokolade vollzustopfen. Zucker kann kurzfristig gegen Schwindel, Zittern, Kraftmangel und Nervosität helfen, die sich im Zusammenhang mit niedrigem Blutzucker ergeben, aber ein erhöhter Glukosewert kann andere Probleme verursachen. Greifen Sie daher lieber zu kleineren Mengen Fruchtsaft oder einem Bonbon um den Blutzucker zu stabilisieren und dabei gleichzeitig auf all die Kalorien zu verzichten.

3. Äpfel enthalten zu viel Zucker

Diabetiker sollten Früchte niemals vollkommen aufgeben. Der menschliche Körper – und auch der des Diabetikers, verlangt nach einer ausgewogenen Ernährung aus Gemüse, komplexen Kohlenhydraten und magerem Eiweiß, um gesund zu bleiben.

4. Man braucht Snacks zwischen den Mahlzeiten

Dank heutiger Möglichkeiten bei der Medikamentierung müssen Diabetiker zwischen Mahlzeiten nicht länger zu Snacks greifen (wenn sie nicht hungrig sind), um den Blutzuckerlevel vor einem Absturz zu bewahren. Und wenn Sie dennoch Bedarf verspüren, greifen Sie zu gesunden Varianten, um schlank zu bleiben.

5. Sie müssen vollständig auf Süßigkeiten verzichten

Das stimmt überhaupt nicht – vor allem, wenn man bedenkt, dass kleinere Mengen Zucker vor zu niedrigem Blutzucker schützen. In Wirklichkeit ist es die Menge an Essen, die es zu kontrollieren gilt. Ernähren Sie sich daher klug, indem Sie auf Lebensmitteletiketten achten.

6. Wenn „zuckerfrei“ draufsteht, kann man bedenkenlos zugreifen

Nur weil eine Tüte Kekse als „zuckerfrei“ gekennzeichnet wird, heißt es nicht, dass diese kalorienarm sind oder wenig Fett und Kohlenhydrate besitzen – oder, dass sie gesund sind. Daher können auch diese Varianten ohne Weiteres zur Gewichtszunahme führen.

7. Wenig essen, um später feiern zu können

Feiertage, Geburtstagsfeiern, Weihnachten – niemand freut sich über eine Krankheit, die einen da nicht richtig mitfeiern lässt. Aber Frühstück und Mittagessen ausfallen zu lassen, um abends in puncto Kalorien, Zucker und Kohlenhydraten zuschlagen zu können, schädigt den Körper innerhalb kurzer Zeit stark. Ausgeglichene Mahlzeiten hingegen halten den Blutzuckerwert in geordneten Bahnen.

8. Sorgen Sie sich nicht um Fett

Da Diabetiker andauernd auf Zucker und Kohlenhydrate achten, übersehen sie dabei oft Fett in Mahlzeiten. Fett zu ignorieren, sorgt jedoch ebenso für Gewichtszunahme und steht dem Abnehmen im Weg. Außerdem haben Studien ergeben, dass gesättigte und Transfette die Glukosesteuerung des Körpers beeinträchtigen und seine Reaktion auf Insulin behindern.

9. Halten Sie sich von weißen Lebensmitteln fern

Viele Leute verurteilen alle weißen Lebensmittel als „schlecht“, da sie glauben sie enthalten zu viel Stärke und Zucker, ohne dabei Nährwert zu bieten. Viele dieser Lebensmittel sind aber in Wirklichkeit sehr gesund, wie z.B. Blumenkohl, Äpfel, Pilze und fettarmer Joghurt.

10. Essen Sie so viel „gesunde Lebensmittel“ wie Sie wollen

Kennen Sie den Spruch „zu viel des Guten“? Bei Fressorgien gilt er grundsätzlich – auch wenn es sich dabei ausschließlich um „gesunde Lebensmittel“ handelt. Am Ende schlagen auch hier zu viele Kalorien zu Buche und der Körper stellt sich auf falsche Essgewohnheiten ein.

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