Häufige Beschwerden

10 häufig auftretende medizinische Gründe für Schweißausbrüche in der Nacht

Schweißausbrüche in der Nacht sind keine Seltenheit. Schweißattacken, die während dem Schlafen vorkommen, sind das Ergebnis einer Schweißüberproduktion, die einen kalt und klamm aufwachen lässt. Jedoch werden Schweißattacken oftmals nicht nur durch die vielen dicken Decken oder die warmen Temperaturen im Schlafzimmer verursacht.

Hier sind 10 häufig auftretende medizinische Gründe für Schweißausbrüche in der Nacht:

1. Wechseljahre

Falls Sie als Frau ein gewisses Alter erreicht haben, können die Wechseljahre schuld an Ihren Schweißausbrüche sein. Schweißattacken in der Nacht sind in den Wechseljahren der Hormonveränderung Ihres Körpers zuzuführen. Es können jedoch auch Männer, jüngere Frauen oder Kinder Schweißausbrüche erleiden, falls sie an einem hormonellen Ungleichgewicht leiden, das durch das Phäochromozytom, eine Nebennieren Fehlfunktion ausgelöst wird.

2. Medikamente

Nächtliche Schweißausbrüche können auch durch Nebenwirkungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten ausgelöst werden. Medikamente, die zum Beispiel Depressionen behandeln, wie trizyklische Antidepressiva und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, haben Schweißausbrüche als Nebenwirkung. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, um andere Medikamente zu testen.

3. Tuberkulose

In den früheren Jahrhunderten war Tuberkulose die häufigste Ursache für Nachtschweiß. Diese stark ansteckende und unter gewissen Umständen tödliche Krankheit infizierte die Lungen und löste Schweißattacken aus.

4. Abszess

Bakterielle Entzündungen, wie starke Abszesse, Eitergeschwüre, Mandel-, Blinddarm- und Divertikel-Entzündungen, haben alle Schweißausbrüche als Symptome, da der Körper versucht, die Infektion zu bekämpfen.

5. AIDS

Personen, die mit AIDS oder dem HIV-Virus infiziert sind, erleben nächtliche Schweißattacken, die so stark sind, dass der Schlafanzug, die Bettüberzüge und Bettdecken am Morgen in Schweiß getränkt sind.

6. Schwache Migräne Medikamente

Etwas so einfaches wie Aspirin oder Paracetamol, die eingenommen wurden um starke Kopfschmerzen oder leichtes Fieber zu behandeln, sind oftmals der Auslöser für Schweißattacken sowie eine Rötung der Haut im Gesicht und Nacken.

7. Krebs

Nächtliche Schweißausbrüche können auch ein frühes Zeichen bestimmter Krebsformen sein. Die häufigste davon ist Lymphknotenkrebs. Das starke nächtliche Schwitzen tritt oftmals mit Fieber und starkem Gewichtsverlust auf.

8. Neurologische Probleme

Häufige neurologische Krankheiten, wie zum Beispiel Schlaganfälle, autonome Neuropathie und Parkinson, führen oft zu nächtlichen Schweißausbrüchen. Die von der Krankheit zerstörten Nervenbahnen senden falsche Signale an die Schweißdrüsen, was zu einer Überproduktion und dadurch auch zu Schweißattacken führt.

9. Chronische Hyperhidrose

Idiopathische Hyperhidrose oder auch exzessives Schwitzen ist eine Krankheit, bei der der Körper exzessiv Schweiß produziert. Die Krankheit gilt als chronische Erkrankung, obwohl keine Ursachen, außer der genetischen Veranlagung bzw. der Krankheitsgeschichte in der Familie, bekannt sind.

10. Hypoglykämie

Leute, die an Hypoglykämie leiden, einer Krankheit, die durch zu wenig Glucose, also Blutzucker, ausgelöst wird, können nächtliche Schweißattacken bekommen. Viele der Insulin Medikamente, die den Blutzucker anheben sollen, haben als unerwünschte Nebenwirkung Schweißausbrüche zur Folge.

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