Geistige Gesundheit

Zehn häufige Symptome von Demenz: So erkennen Sie die ersten Anzeichen

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Wir alle sind – unabhängig unseres Alters und unserer geistigen Gesundheit – hin und wieder vergesslich. Wenn wir älter werden, nimmt unser Risiko an Demenz zu erkranken jedoch zu und im Alter von 85 Jahren werden fast 35 Prozent unserer Altersgruppe von dieser degenerativen Krankheit betroffen sein, die dazu führt, dass wir zunehmend Erinnerungen und geistige Fähigkeiten verlieren.

Falls ein Nahestehender die folgenden zehn Frühwarnsignale von Demenz aufweist, sollten sie umgehend einen Termin mit einem Arzt vereinbaren…

1. Gedächtnisverlust

Leichte kognitive Beeinträchtigung (oder LKB, wie Ärzte es nennen) steht für Gedächtnisverlust, der stärker ausgeprägt ist als typische altersbedingte Vergesslichkeit. LKB bezeichnet die Unfähigkeit auf das Kurzzeitgedächtnis zuzugreifen und sich an Dinge zu erinnern, die erst kürzlich geschahen. Gleichzeitig tritt jedoch die Fähigkeit, sich an lange Vergangenes genau zu erinnern, hervor.


2. Abnehmende motorische Funktionen

Probleme mit der Koordination der motorischen Fähigkeiten nehmen mit Demenz zu. Dies kann Jahre dauern und führt zur Unfähigkeit alltägliches, wie Haushaltstätigkeiten und Hygiene, selbstständig zu erledigen. 24-Stunden-Pflege ist die Folge.


3. Orientierungslosigkeit

Orientierungsprobleme wie z.B. das Vergessen des Weges zum Arzt, obwohl man diesen Weg seit Jahren regelmäßig gegangen ist.


4. Verhaltensänderungen

Persönlichkeitsveränderungen, die im Vergleich zu früher entgegengesetzte Eigenschaften produzieren –Gereiztheit anstatt ehemaliger Gelassenheit oder unangemessenes Verhalten in der Öffentlichkeit – können beispielsweise auf Demenz hinweisen.


5. Paranoia

Mit zunehmender Demenz können sich Paranoia und Misstrauen gegenüber anderen in verstörender Weise verstärken. Auslöser hierfür ist das Gefühl des Kontrollverlusts des Patienten.


6. Desorganisation

Die Schwierigkeit Dinge zu organisieren oder zu planen ist ein häufiges Frühwarnzeichen für Demenz. Eine ältere Person kann z.B. nicht mehr in der Lage sein, Einkäufe selbst zu organisieren oder die Brille zu finden, die bislang immer an der gleichen Stelle lag.


7. Aufregung

Aufregung kann von einer Reihe von Faktoren ausgelöst werden, wie z.B. Frustration über die eigene Hilflosigkeit, die Unfähigkeit zu kommunizieren, Erschöpfung oder Angst angesichts von Kontrollverlust (z.B. Verlust von Führerschein und Zuhause).


8. Halluzinationen

Halluzinationen oder Illusionen treten bei Demenzkranken häufig auf und sind meist audiovisueller Natur (das Hören und Sehen von Dingen, die nicht existieren) und können dazu führen, dass z.B. Pflegekräften böse Absichten unterstellt werden.


9. Sexuelle Handlungen

Es ist nicht ungewöhnlich für Patienten unbewusst sexuelle Handlungen zu begehen wie z.B. das Entblößen in der Öffentlichkeit, das Anfassen von Pflegepersonal oder geschmacklose Kommentare sexueller Natur gegenüber Fremden .


10. Abnehmende geistige Fähigkeiten

Der Rückgang kann von einfachen Dingen wie der Unfähigkeit logisch zu denken bis hin zur drastischen Verschlechterung von Denken, Lernen, Lesen, Informationsspeicherung, dem Lösen von Problemen sowie Sprache und Ausdruck führen.

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