Häufige Symptome einer Angststörung

Wir alle haben in unserem Leben Phasen, in denen wir uns ängstlich fühlen. Das kann der Schulanfang sein, ein neuer Job, eine Heirat oder ein Zahnarztbesuch. Menschen können sich in stressigen Zeiten in ihrem Leben ängstlich fühlen. Das ist normal und zu erwarten. Sobald das stressige Ereignis vorbei ist, verschwinden die Angstgefühle normalerweise.

Manche Menschen fühlen sich jedoch auch ohne belastende Lebensereignisse durch ihre Ängste beeinträchtigt. Sie haben das Gefühl, keine Kontrolle über ihre Angst zu haben und wie ihr Körper darauf reagiert, und sind deshalb nicht in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Schauen wir uns einige der Symptome der Angststörung genauer an.

Übermäßige Sorgen

Menschen mit einer allgemeinen Angststörung neigen dazu, sich übermäßig viele Gedanken zu machen, und zwar in der Regel über alles Mögliche und Unmögliche. Sie haben Probleme mit rasenden Gedanken, die immer intensiver werden und sich gegenseitig aufschaukeln.

Sie machen sich Sorgen über kleine Dinge und übertreiben sie mit einer negativen Sichtweise. Sie können nicht aufhören, sich zu sorgen, und können ihre Gedanken nicht bremsen. Das verursacht noch mehr Kummer und damit noch mehr Sorgen. Es ist ein Teufelskreis, der sich selbst aufrechterhält und schnell zu einer Beeinträchtigung führen kann, die den Betroffenen daran hindert, normal zu funktionieren.

Schlafstörungen

Menschen mit Angststörungen klagen häufig über Schlafstörungen. Sie haben Schwierigkeiten mit rasenden Gedanken, die sie am Einschlafen hindern oder sie im Extremfall die ganze Nacht wach halten. Selbst wenn sie einschlafen können, wachen sie möglicherweise mehrmals in der Nacht auf, haben Alpträume oder schlafen unruhig.

Betroffene sind oft körperlich erschöpft. Schlafentzug macht sie anfälliger für körperliche Krankheiten, da das Immunsystem geschwächt wird, und beeinträchtigt ihre geistige Schärfe, die für die Arbeit und Problemlösung erforderlich sein kann.

Panikattacken

Menschen, die unter extremen Angstzuständen leiden, können auch so genannte „Panikattacken“ erleben. Dabei handelt es sich um furchterregende Episoden, bei denen der Betroffene Symptome verspürt, die denen eines Herzinfarkts ähneln.

Die Herz- und Atemfrequenz erhöht sich, die Betroffenen haben Atembeschwerden und das Gefühl, dass ein schweres Gewicht auf ihrer Brust lastet, und sie brechen möglicherweise in kalten Schweiß aus. Trotz dieser Symptome werden medizinische Tests auf Anzeichen eines Herzproblems negativ ausfallen, wenn die Betroffenen tatsächlich eine Panikattacke erleben.

Übelkeit und Erbrechen

Bei Menschen mit einer Angststörung können Übelkeit und Erbrechen durch eine übertriebene Stressreaktion ausgelöst werden. Dies kann sich noch verschlimmern, wenn sie versuchen zu essen, während sie sich ängstlich fühlen.

Bei einer Stressreaktion leitet der Körper sauerstoffreiches Blut von den Organen, einschließlich des Magens, zu den Hauptmuskeln um, damit der Körper in der Lage ist, „zu kämpfen oder zu fliehen“. Dies ist ein elementarer Schutzmechanismus.

Muskelanspannung

Menschen mit Angststörungen leiden häufig unter einer nahezu ständigen Muskelanspannung. Dazu gehören z. B. zitternde Hände, geballte Fäuste, ein zusammengebissener Kiefer, ein steifer Nacken oder ein schmerzender Rücken.

Während der primären Stressreaktion bereitet sich der Körper darauf vor, Gefahren abzuwehren, indem er wegläuft oder sich körperlich wehrt, daher die angespannten Muskeln, die zum Handeln bereit sind. Entspannungstechniken in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung können helfen, angstbedingte Spannungen zu bekämpfen.

Rückblenden

Manche Menschen mit Angstzuständen erleben Rückblenden auf ein vergangenes Ereignis, das bei ihnen schwere Angstzustände ausgelöst hat. In Fällen von extremen Traumata kann sich eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln.

PTBS hat Ähnlichkeiten mit einer Angststörung, ist aber nicht dieselbe Erkrankung. Forscher veröffentlichten 2006 eine Studie im Journal of Anxiety Disorders, in der PTBS-ähnliche Rückblenden bei Menschen mit sozialer Angststörung festgestellt wurden.

Soziale Ängste und Agoraphobie

Manche Menschen leiden unter Ängsten in sozialen Situationen, z. B. auf Betriebsfeiern oder in großen Menschenansammlungen, wie in Vergnügungsparks, Einkaufszentren oder Lebensmittelgeschäften. Diese Formen der Angst können besonders beeinträchtigend sein, da sie sich negativ auf wichtige Bereiche des Lebens einer Person auswirken können.

Wenn sich die Betroffenen in sozialen oder überfüllten Umgebungen wiederfinden, wird ihre Stressreaktion so stark, dass sie emotional abschalten und sogar Panikattacken bekommen können. Die Therapie kann Medikamente gegen Angstzustände, kognitive Verhaltenstherapie (CBT) oder Desensibilisierungstherapie umfassen, bei der die Betroffenen schrittweise und über immer längere Zeiträume an größere Menschenmengen oder soziale Umgebungen herangeführt werden.

Lampenfieber

Die Angst vor dem Sprechen oder dem Auftreten in der Öffentlichkeit wird von Erwachsenen als die größte Angst angegeben. Diese Angst wird höher eingestuft als die Angst vor dem Fliegen, dem Bankrott und vor Krankheit oder Tod. Selbst gestandene Schauspieler oder Musiker können von dieser Störung betroffen sein. Andere verzichten vielleicht auf eine Beförderung am Arbeitsplatz oder auf die Möglichkeit, bei der Beerdigung eines geliebten Menschen eine Trauerrede zu halten.

Lampenfieber kann bewältigt und überwunden werden. Das Erlernen von CBT-Strategien kann äußerst wirksam sein, um den Kreislauf des Vermeidens von Angstsituationen zu durchbrechen. Auch Medikamente und Naturheilmittel können helfen. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, müssen Sie möglicherweise eine Kombination aus allen oben genannten Mitteln anwenden.

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