Geistige Gesundheit

8 Gründe warum Anfang 20-jährige häufig an Depressionen leiden

Viele von uns schauen auf unsere Anfang 20 mit Nostalgie zurück. Für viele ist es der erste Versuch unabhängig zu sein und von Zuhause auszuziehen, um zu arbeiten oder in die Universität zu gehen. Diese Phase der Selbstfindung ist bei vielen von guten Erinnerungen gezeichnet. Jedoch haben auf der anderen Seite eine große Mehrheit der jungen Erwachsenen mit Einsamkeit, Gefühlen des Versagens, extremem Druck, Schulden, Ausgrenzungsgefühlen, tiefen Selbstzweifeln und dem ersten großen Liebeskummer zu kämpfen. Deshalb halten Psychologen die Bevölkerung Anfang 20 für anfällig gegenüber Depressionen und bemerken, dass die ersten Symptome von Depressionen häufig mit ungefähr 25 Jahren beginnen.

Hier sind acht Gründe, warum Depressionen häufig mit Anfang 20 auftreten …

1. Biologie

Neurowissenschaftler der Universität in Yale weisen darauf hin, dass sich der Stirnlappen des Gehirns (unsere Fähigkeit Entscheidungen zu treffen und logisches Denken) oftmals bis zum 25. Lebensjahr noch nicht vollständig ausgebildet hat, weshalb schwierige Entscheidungen – wie die Karrierewahl, die Lebensgestaltung, Freundeskreise, und Entscheidungen die im sozialen Umfeld getroffen werden müssen – manchmal große Sorgen und Beklemmungsgefühle bereiten.

2. Kritik

Psychologen der Universität von Kalifornien machen darauf aufmerksam, dass sich das Gehirn im frühen Erwachsenenalter noch entwickelt, weshalb die Welt häufig nur schwarz oder weiß gemalt wird. Wir schätzen uns entweder als erfolgreich oder Versager ein, als beliebt oder unbeliebt und entweder in einem negativen oder einem positiv Licht. Deshalb haben die Zurückweisungen, Emotionen und die Kritik die wir zu dieser Zeit erfahren, einen enorm großen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl und verursachen depressive Gefühle.

3. Lebensstil

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien weisen zudem darauf hin, dass die Entscheidungen mit denen wir mit Anfang 20 oft zum ersten mal konfrontiert werden, Depressionen verursachen können – zum Beispiel Alkohol oder Drogenmissbrauch, der Übergang von der weiterführenden Schule auf eine Hochschule, sowie das Leben zu Hause oder das Leben in Unabhängigkeit. Dies kann zu Gesundheitsproblemen, Nährstoffmangel, Schulden, schwindendem Selbstvertrauen und Schlafmangel führen.

4. Persönlichkeit

Denken Sie an sich mit Anfang 20 – Sie sind bestimmt nicht dieselbe Person oder? Eine Studie der UCLA fand herauf, dass sich, neben dem Gehirn, auch die Persönlichkeit zu dieser Zeit immer noch in einer raschen Entwicklungsphase befindet, da unser Pflichtbewusstsein aufgrund der neu entdeckten Unabhängigkeit und Verantwortung stark geprägt wird.

5. Sich selbst unter Druck setzen

Erinnern Sie sich daran, als Ihnen gesagt wurde, dass in der Oberstufe der Schule „die wichtigsten Jahre Ihres Leben“ beginnen? Das war jedoch damals nicht der Fall und ist auch Anfang der 20er nicht so. Natürlich nutzen viele von uns die Zeit dazu, um die Voraussetzungen für viele wichtige Lebensereignisse zu schaffen – Treffen eines potenziellen Lebensgefährten, der Kauf des ersten Autos oder Hauses, sich den Traumjob zu schnappen und auf die eigene Gesundheit achten. Jedoch stellen viele von uns irrationale Erwartungen an uns selbst und schämen uns dafür, wenn wir diesen nicht gerecht werden.

6. Finanzen

Die Karriereentscheidungen, die Sie mit Anfang 20 getroffen haben, haben Ihr momentanes Gehaltpotenzial stark beeinflusst, richtig? Viele von uns hatten nicht soviel Glück, mühelos aus der Schule in unseren Traumjob oder in unseren angestammten Beruf einzusteigen. Arbeitslosigkeit und Kreditschulden legen fast immer den Grundstein für unsere zukünftigen Finanzen und das Verdienstpotenzial. Die Schuldenlast kann oft erdrückend und über das nächste Jahrzehnt schwer zu bewältigen sein.

7. Beziehungen

Viele von uns müssen immer noch mit den Beziehungen Anfang 20 klarkommen. Haben Sie beispielsweise alles genommen, ohne Rücksicht auf Ihr Selbstwertgefühl, wurden Sie benutzt, oder haben Sie Ihre Beziehungen dazu genutzt, um herauszufinden, was Sie von Ihrem potenziellen Lebensgefährten erwarten? Oftmals enden die schlechten Beziehungsangewohnheiten (z.B. Vertrauensprobleme und Selbstwert), die wird uns mit Anfang 20 aneignen, in einem zerstörerischen Kreislauf von Depressionen und emotionaler Last, die wir unwissentlich mit uns mitschleppen, bis wir 30 bis 40 Jahre alt sind.

8. Verhalten

Viele von ins blicken auf das Leben mit Anfang 20 zurück und denken „was solls“. Vielleicht haben wir uns zu lange auf die Familie verlassen oder vielleicht haben wir eine bestimmte Möglichkeit verpasst, die wir nun als „die verflossene Liebe“ bezeichnen. Mit Anfang 20 lässt man sich oft gehen – besonders wenn man Rückschläge erfahren hat (z.B. wenn man zurück nach Hause ziehen muss, oder einen Teilzeitjob, nicht in seinem angestammten Berufsfeld annehmen muss). Dabei ist man häufig erschlagen von Selbstzweifel, anstatt es als eine Lehre anzusehen.

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