Geistige Gesundheit

8 Fakten zu den physischen, sozialen und emotionalen Auswirkungen des Hortens

Horten oder Hamstern ist ein zwanghaftes Sammeln von Besitztümern, gekoppelt mit dem Problem sich von ihnen zu trennen. Dieses Verhalten kann viele Lebensbereiche einer Person negativ beeinträchtigen und zu ernsthaften physischen, sozialen, emotionalen, finanziellen und rechtlichen Problemen führen. Die gesammelten Dinge können Objekte wie Zeitungen, Nahrungsmittel, Kleidung, Kisten, Bilder, Plastiktüten, Haushaltsutensilien, Magazine und Tiere beinhalten.

Lassen Sie uns einen genaueren Blick auf die Realität des Hortens werfen…

1. Statistiken zum Horten

Horten betrifft 4 Prozent der Bevölkerung. Es wird geschätzt, dass Menschen, die Dinge horten, selbiges auch mit Tieren tun. In den Vereinigten Staaten wird jährlich von 3.500 Menschen berichtet, die Tiere horten, und mindestens 250.000 Tiere sind davon betroffen.

Man schätzt, dass mehr als 80 Prozent der Tierhorter kranke oder tote Tiere auf ihrem Grundstück haben. Ungefähr 70 Prozent der Horter sind Frauen, die alleinstehend, geschieden oder verwitwet sind oder ein emotionales Trauma in ihrem Leben durchmachen mussten. Wenn Horter keine Behandlung erhalten, werden sie mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit rückfällig.

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2. Symptome des Hortens

Die Symptome des Hortens beinhalten schwere Angstzustände, wenn die Horter oder jemand anders etwas wegwirft oder wegwerfen will. Patienten haben auch Schwierigkeiten ihre Besitztümer zu organisieren oder sind unentschlossen, überwältigt oder beschämt von ihrer Sammlung. Sie misstrauen anderen, die versuchen zu helfen.

Sie werden von zwanghaften Gedanken über ihren Besitz geplagt. Sie haben Angst, die Sachen zukünftig noch zu brauchen. Weitere Symptome beinhalten Pfade durch ihre Wohnungen, in denen sich die Besitztümer bis unter die Decke stapeln, soziale, eheliche, Gesundheits- und finanzielle Probleme.

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3. Die Hauptgründe warum Menschen horten

Horten wird mit Depressionen, Hyperaktivität und Zwangsstörungen in Verbindung gebracht. In wenigen Fällen kann es mit Essstörungen wie dem Pica-Syndrom (ungenießbare Dinge essen) oder Psychosen zusammenhängen.

Horter mussten in ihrem Leben oft emotionale Traumata, wie Missbrauch, Scheidung oder den Tod eines Geliebten durchmachen. Tierhorter ersetzen wirkliche menschliche Beziehungen oft mit der gefühlten Liebe für ein Tier.

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4. Die Auswirkungen auf die Lebensqualität

Menschen die horten leben oft in gefährlichen Zuständen. Ihre Wohnungen sind unaufgeräumt und schmutzig und stellen deshalb ein Gesundheits- und Brandrisiko dar.

Tierhorter sind zusätzlich der Gefahr ausgesetzt, sich bei toten Tieren mit Krankheiten anzustecken. Horten kann Wut und Ablehnung bei den Familienmitgliedern auslösen und das Wachstum und die emotionale Entwicklung von Kindern negativ beeinflussen.

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5. Horten vs. Sammeln

Sammler sind üblicherweise gut organisiert und haben einen Sinn für Stolz und Freude gegenüber ihren Besitztümern. Sie tendieren dazu, aufmerksam zu budgetieren und nehmen sich nicht zu viel vor.

Horter tendieren dazu, sich für ihr Horten zu schämen, sind unorganisiert, unentschlossen und versuchen ihren Besitz vor anderen zu verstecken. Sie sind verschlossen und fühlen sich traurig, entmutigt und überwältigt. Sie haben oft Schulden und fühlen sich traurig nachdem sie noch mehr Dinge gekauft haben.

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6. Tierhorter

Katzen, Hunde und Pferde sind Tiere, die Horter häufig sammeln. Sie „retten“ oder nehmen diese ungewollten, ungeliebten Tiere mit den besten Vorsätzen auf. Horten gibt diesen Menschen das Gefühl, dass sie wichtig und geliebt sind.

Horter fühlen sich oft emotional mit ihren Tieren verbunden und glauben, dass niemand sonst sie so lieben kann. Das macht es schwierig für sie, sich von den Tieren zu trennen, auch wenn sie durch diese Überbevölkerung die grundsätzlichen Bedürfnisse des Lebens nicht mehr befriedigen können.

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7. Gesundheitsrisiken durch Horten

Horter vernachlässigen oft ihre eigene Gesundheit und bringen all ihre Zeit, Energie und all ihr Geld für das Horten und die Pflege ihrer Tiere auf. Sie leiden oft unter Schlafmangel, da sie sich von der Verantwortung für die Pflege für all die Tiere, die sie gesammelt haben, überwältigt fühlen.

Horter können auch unter von Tieren übertragenen Krankheiten, Flöhen, Zecken und Ammoniakinhalation betroffen sein. Die Tiere sind gestresst, unterernährt und leben in schmutzigen überfüllten Verhältnissen, was zu Krankheit oder dem Tod führt.

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8. Intervention beim Horten

Die wirkungsvollste Behandlung für Horter ist intensive kognitive Verhaltenstherapie. Menschen mit der Neigung zum Horten wurden erfolgreich behandelt. Die Behandlung von Tierhortern beinhaltet die Hilfe von Familie und Freunden.

Sie brauchen auch die Intervention von Tierfängern, die die verstörten Tiere mitnehmen und es für den Horter schwieriger machen, zukünftig Tiere zu retten oder zu adoptieren. Tierhorter müssen lernen, ihre Tiere durch fürsorgliche menschliche Beziehungen zu ersetzen. Dies kann nur durch die Unterstützung von Familie und Freunden und der Hilfe eines geübten Therapeuten erreicht werden.

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