Geistige Gesundheit

6 Gründe, warum man etwas Zeit für sich braucht

Wegen unserer permanenten Verbindung mit sozialen Medien ist es oft schwer, wirklich mal Zeit für sich zu finden. Wann war das letzte Mal, dass Sie wirklich etwas Zeit für sich selbst und Ihr Ego freimachen konnten zwischen Arbeit, Familie und Freunden? Mehrere Studien zeigen, dass, während Einsamkeit verschiedenste negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann (d.h. Depression und Herz-Kreislauf-Krankheit), jede Woche etwas Zeit für sich selbst zu schaffen, viele Vorteile für das Wohlbefinden mit sich bringt. Deshalb hier 6 Gründe, warum Sie öfter etwas Zeit für sich einräumen sollten …

1. Auffrischen für Introvertierte …

Wenn Sie extrovertiert sind, dann verleihen Ihnen soziale Interaktionen in großen Gruppen von Leuten wahrscheinlich Energie. Wenn Sie aber introvertiert sind, dann kann mit Anderen verbrachte Zeit einiges von Ihnen verlangen und Sie erschöpfen. Introvertierte brauchen eine gewisse Menge Ich-Zeit, um den Energiehaushalt wieder aufzuladen.

Der berühmte Psychiater Carl Jung hat festgestellt, dass Introvertierte am verletzlichsten in reizüberfluteten, lauten, sozialen Umfeldern sind. Beobachten Sie einfach, was eine introvertierte Person nach einer Gruppenzusammenkunft macht und Sie werden wahrscheinlich sehen, dass sie sich alleine davonstehlen oder ein gutes Buch als einzige Gesellschaft suchen.

2. Zeit für sich klärt den Kopf

In Psychology Today veröffentlichte Nachforschungen von der Doktorin der Psychologie und Autorin Sherrie Bourg Carter empfehlen, dass ein wenig Ich-Zeit einem hilft, den Kopf frei zu machen – sogar wenn man nicht introvertiert ist.

Dr. Carter erklärt, dass „[ständig] ‚on‘ zu sein [dem] Gehirn keine Möglichkeit gibt sich auszuruhen und aufzufrischen.“ Aber sich eine Auszeit zu nehmen um sich ohne Ablenkungen auszuruhen und wieder aufzuladen ist notwendig für das Verarbeiten und Nachdenken, sowie dafür den Geist und den Körper zu verjüngen.

3. Ich-Zeit fördert Kreativität

Nein, man muss keine Ideen von Anderen kopieren, um einen Geistesblitz zu haben. Tatsächlich zeigen Nachforschungen von Psychologen an der Washington Universität in St. Louis, dass die am besten durchdachten Pläne und die kreativsten Ideen als Soloprojekte von Einzelpersonen beginnen.

Die Forschungen zeigten, dass Leute nicht nur ihre besten Einfälle haben, wenn sie alleine brainstormen – sie zeigten auch, dass brainstormen in Gruppen oft weniger und schwächere Ideen hervorbrachte, als wenn dieselben Leute alleine nachdachten und ihre besseren Ideen später in die Gruppe einbrachten.

4. Alleinsein senkt die Depressionsrate bei Jugendlichen

Während Zeit für sich für alle Altersgruppen für geistige Gesundheit und Wohlbefinden empfiehlt, sagt eine Studie von Reed W. Larson, einem Experten der emotionalen Entwicklung und Professor der menschlichen und gesellschaftlichen Entwicklung an der University of Illinois, dass Jugendliche, die eine mittlere Menge an Zeit allein verbringen, weniger deprimiert waren als diejenigen, die nur wenig Zeit allein verbrachten.

In seiner Studie beobachtete Larson über eine Woche hinweg die Begleiter und subjektiven Zustände einer Gruppe von 483 Jugendlichen von der fünften bis zur neunten Klasse. Seine Ergebnisse zeigten, dass, bei Jugendlichen in den Klassen 7 bis 9, Alleinsein einen positiven Einfluss auf ihre Gefühlslage hatte und dass diese „strategischen Rückzüge eine konstruktive Unterstützung für soziale Erfahrungen im Alltag [ermöglichten].“

5. Allein zu sein kann neue Kontakte fördern

Fragen Sie Ihren einsamen Nachbarn, warum er nie das Haus verlässt und er wird wahrscheinlich sagen, dass er niemanden kennt, der seine persönlichen Interessen teilt. Das ist laut Rebecca Ratner, einer Wirtschaftsprofessorin der Universität von Maryland, keine Ausrede nicht rauszugehen und jemanden zu finden, der ähnliche Hobbies hat.

Einer seiner Lieblingsbeschäftigungen (d.h. Theater, Reisen, Poesie, Kochkurse oder Wandern) alleine nachzugehen, garantiert geradezu, dass man ähnlich eingestellte Leute findet, die seine Interessen teilen. Also vergessen Sie was andere darüber denken, dass Sie alleine kommen und gehen Sie raus und haben Spaß!

6. Alleine zu arbeiten steigert die Produktivität

Wann haben Sie das letzte Mal eine wichtige Gruppenpräsentation bei der Arbeit oder in der Schule gehabt? Wahrscheinlich haben einer oder mehrere Ihrer Mitarbeiter nicht ihren Teil beigetragen und eine einzige Person die meiste Arbeit machen lassen. Wenn Sie sich schon mal des sogenannten „Sozialen Faulenzens“ schuldig gemacht haben, dann sind Sie nicht allein.

Laut Wissenschaftlern an der Virginia Commonwealth University werden soziale Faulenzer als Personen einer Gruppe charakterisiert, die weniger Einsatz geben, wenn mehrere Leute an demselben Projekt arbeiten. Gruppenprojekte geben unmotivierten Einzelpersonen eher eine Ausrede sich zu verstecken, da Andere den Faden aufnehmen werden. Soloprojekte auf der anderen Seite, ermutigen den Einzelnen produktiv und effizient zu sein, wenn er allein für seine Mühen bewertet wird.

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