Geistige Gesundheit

30 Symptome einer Depression: Sind Sie depressiv?

Eine Depression ist sehr viel mehr als ein Gefühl von Traurigkeit – es ist ein Stimmungstief, das Auswirkungen auf das tagtägliche Leben haben kann. Es gibt sechs Arten von Depression: die klinische Depression, die atypische Depression, Dysthymia, die postnatale Depression, die prämenstruelle dysphorische Störung und die jahreszeitlich bedingte Depression. Eine Depression im Zusammenhang mit Manie ist besser bekannt als bipolare Störung oder manische Depression.

Eine Depression nicht zu behandeln kann Ihr Leben für Monate, wenn nicht sogar Jahre, zum Stillstand bringen. Schwere Depressionen können zudem zu Suizidgedanken führen. Im Folgenden finden Sie 30 Leitsymptome bei Depressionen. Sollten Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich entdecken, sprechen Sie bitte unbedingt mit Ihrem Arzt.

30. Gefühl von Trauer

Depressive Menschen werden oft als „traurig“ beschrieben. Sie können unter überwältigender Trauer und der Unfähigkeit zum Glück leiden, was ihr gesamtes tägliches Leben beeinträchtigt.

29. Reizbarkeit

Einige Betroffene erleben Wut und Reizbarkeit als Folge ihrer Depression. Sie sind unzufrieden mit ihrem Leben und was sich darin abspielt und bemängeln sogar diejenigen Dinge und Menschen, die sie einmal glücklich gemacht haben.

28. Frustration

Depressive können angesichts kleinster Vorfälle (wie etwa der mangelnden Qualität des Fernsehprogramms) schnell frustriert sein und schließen auch ihnen Nahestehende oder gar sich selbst als Ursache nicht aus.

27. Fokus auf Unbedeutendes

Menschen, die unter einer depressiven Störung leiden, konzentrieren sich oftmals auf Irrelevantes und lassen sich davon aus der Fassung bringen. Die großen Zusammenhänge können Ihnen dabei entgehen.

26. Freudlosigkeit

Manche Depressiven scheinen nicht in der Lage zu, sein längerfristig Spaß oder Freude zu empfinden. Sie mögen sich amüsieren, aber am Ende des Tages sind sie zurück in ihrem mentalen Käfig.

25. Reduzierter Sexualtrieb

Depressive Menschen können auch unter körperlichen Symptomen leiden, die sich als sexuelle Antriebslosigkeit manifestieren und ihnen ihr ehemaliges Gefallen an der Lust nehmen.

24. Interessenverlust an Alltäglichem

Menschen, die depressiv sind, verlieren oftmals das Interesse an einfachen, täglichen Handlungen wie dem Gang zur Arbeit, aber auch an lebensnotwendigen Routinen wie dem Einnehmen von Medikamenten.

23. Schlaflosigkeit 

Manch Depressiver verbringt seine Nächte in Sorgen und leidet an Schlaflosigkeit, was dazu führen kann, dass Schlafmittel und Alkohol zur Beruhigung eingesetzt werden.

22. Exzessives Schlafen

Umgekehrt sind Depressive jedoch auch in der Lage in enormen Maßen zu schlafen bzw. das Bett überhaupt nicht zu verlassen. Zudem schlafen sie auch in unpassenden Momenten ein.

21. Überessen

Exzessives Essen, oftmals in Form von Junk- oder Fast Food, kann ein weiteres Symptom depressiver Verstimmung sein. Der Grund hierfür liegt im kurzfristigen „chemischen High“, das durch Essen im Gehirn erzeugt wird, sich aber recht schnell wieder legt und der Depression abermals Platz macht.

20. Appetitverlust

Der Verlust von Appetit und Hungergefühl kann als Folge von Anspannung und Übelkeit bei depressiven Menschen einsetzen. Dabei gewöhnen sie sich zuweilen destruktive Essgewohnheiten an, um wenigstens einen Bereich ihres Lebens zu kontrollieren.

19. Rastlosigkeit

Depressive können sich rastlos fühlen, wobei sie zwar aktiv, aber orientierungslos wirken, was sich z.B. in Zuckungen oder dem ständigen Wippen mit den Beinen widerspiegelt. Außerdem können sie einzelnen Aktivitäten oftmals wenig Aufmerksamkeit widmen, geschweige denn diese genießen.

18. Wutanfälle

Ohnmachtsgefühle gegenüber der eigenen Depression können sich bei Betroffenen in Wutanfällen äußern. Diese können sich zu völlig unpassenden Zeitpunkten ereignen und auch gänzlich Unbeteiligte treffen.

17. Langsames Denken

Depressive können an verlangsamten Denkprozessen leiden und relativ schnell vergessen, was sie gesagt oder getan haben. Besonders bei Jugendlichen kann dies zu Problemen in schulischer Umgebung führen.

16. Verlangsamte Bewegung

Bewegungsverlangsamung ist ein weiteres Anzeichen von Depression. Erkrankte bewegen sich oftmals nicht mit der ihnen üblichen Geschwindigkeit und stellen auch sportliche Aktivitäten ein.

15. Unentschlossenheit

Depressive verhalten sich im täglichen Leben im Vergleich zu ihren Mitmenschen oftmals unentschlossener, da sie einzelnen Unternehmungen gegenüber eher gleichgültig eingestellt sind.

14. Leicht ablenkbar

Depression kann Menschen dazu bringen, sich leicht ablenken zu lassen und Zeit, die eigentlich für Arbeit oder die Erledigung wichtiger Angelegenheiten vorgesehen war, vor dem Fernseher oder im Internet zu verbringen.

13. Niedrige Konzentrationsfähigkeit

Besonders Lernen oder Studieren kann depressiven Menschen schwerfallen, da sie oftmals an Konzentrationsmangel leiden und sich daher eher in ihren eigenen Gedanken verlieren, als sich auf die jeweilige Aufgabe zu konzentrieren.

12. Müdigkeit

Depressive leiden häufig unter chronischer Müdigkeit, was die Folge des Teufelskreises aus Schlaflosigkeit und „Flucht in den Schlaf“ sein kann.

11. Kraftlosigkeit

Manche Depressiven leiden sowohl an körperlicher Schwäche (die dazu führt, dass gewisse Aktivitäten eingestellt werden) als auch an geistiger oder emotionaler Erschöpfung, was oftmals eine Entfremdung und Sichabwenden von Nahestehenden zur Folge hat.

10. Gefühle von Wertlosigkeit

Depressiv Erkrankte können sich wertlos und ungeliebt fühlen. Empfindungen wie gesellschaftliche Nutzlosigkeit und Ablehnung durch die Gesellschaft sind nicht selten und können destruktives Verhalten verstärken.

9. Schuldgefühle

Menschen, die depressiv sind, fühlen sich unter Umständen schuldig für ihre Erkrankung und die Last, als die sie sich für andere wahrnehmen, was zur Selbstverachtung führen kann.

8. Fixierung auf früheres Versagen

Depression kann Menschen dazu verleiten, sich auf alte (selbst vollkommen unwesentliche) Versäumnisse zu fixieren und deren Bedeutung überzubewerten.


7. Mangel an Klarsicht

Depressive können einer Einschränkung rationalen Denkens unterliegen und sich von Entscheidungen, die sie mit einem freien Kopf treffen könnten, überfordert fühlen.

6. Konzentrationsprobleme

Bereits einfache, tägliche Tätigkeiten können die Konzentrationsfähigkeit eines Depressiven übersteigen und diesen überfordern.

5. Erinnerungsschwächen

Depressive Menschen haben manchmal Schwierigkeiten sich an Informationen zu erinnern. Diese können von wichtigen Terminen bis hin zu Banalitäten wie Essenszeiten oder Körperhygiene reichen.

4. Grundloses Weinen

Personen, die an einer Depression leiden, können sich in Situationen vorfinden (z.B. einem Gespräch mit Freunden), in denen sie plötzlich unerwartet zu weinen beginnen. Die Ursache liegt hierfür gewöhnlich nicht außerhalb, sondern in der inneren Traurigkeit des jeweiligen Menschen.

3. Suizidgedanken

Depressive können damit beginnen über Suizid nachzudenken, was zu extremen selbstzerstörerischen Gedanken führen kann. Sollte ihnen jemand Gedanken über den eigenen Suizid anvertrauen, benachrichtigen sie unbedingt einen Nahestehenden oder medizinisches Personal.

2. Todesgedanken

Manche können sogar so weit gehen, dass sie sich nicht mehr nur über den eigenen Tod, sondern auch noch über den Tod anderer Menschen Gedanken machen, was zu Drohungen oder zerstörerischen Handlungen führen kann. Wenn Sie glauben eine Person ist in Gefahr sich selbst oder andere zu verletzen, rufen Sie bitte unverzüglich die Polizei.

1. Physische Schmerzen

Depressiv Erkrankte können aufgrund ihres emotionalen Leidens auch anfälliger für körperliche Erkrankungen werden, was zu Kopfweh, Migräne, Muskelschmerzen oder Steifheit führen kann.

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