Fitness & Ernährung

Schwarzer Tee vs. Grüner Tee: Was ist gesünder?

Wenn Sie Tee trinken, tun Sie Ihrem Körper und Ihrer Gesundheit grundsätzlich etwas Gutes. Aber wenn es darum geht herauszufinden, ob nun grüner oder schwarzer Tee gesünder ist, sollten wir Experten fragen, welcher von beiden die meisten Vorteile bietet …

1. Der Nährwert von Tee

Bei allen Sorten von Tee sind die wichtigsten Kriterien die Antioxidantien, genauer gesagt eine bestimmte Art Antioxidans namens Polyphenol. Für diejenigen, die es nicht wissen, Antioxidantien sind Moleküle, welche die Oxidation und Produktion freier Radikale verhindern.

Freie Radikale kommen von Dingen, wie Umweltverschmutzung und Zigarettenrauch und beschädigen die DNA, während sie zudem zu Krankheiten, wie Krebs, beitragen. Aber welcher Tee – schwarzer oder grüner – liefert mehr Killer-Antioxidantien?

2. Die antioxidativen Kräfte von grünem und schwarzem Tee

Sie mögen vielleicht annehmen, dass grüner Tee mehr Polyphenol (eine bestimmte Art Antioxidans) enthält als Schwarzer, aber Forscher des Instituts für Krebsprävention in Valhalla, New York, sagen „nicht so schnell“.

Grüner und schwarzer Tee stammen von der gleichen Teepflanze – Camellia sinensis – was bedeutet, dass sowohl grüner als auch schwarzer Tee die gleiche Menge an Polyphenol enthalten, das, laut Laborstudien, Schäden an der DNA durch Tabak und andere Giftstoffe aus der Umwelt in gleichem Maße verhindert.

3. Grüner Tee verhindert Alzheimer

Studien des National Cancer Institutes deuten jedoch darauf hin, dass grüner Tee in Bezug auf Polyphenol reicher an aktivem und spezifischem Catechin, bekannt als Epigallocatechin-3-Gallat (oder EGCG), ist.

Viele Studien preisen die Kräfte von grünem Tee bei altersbedingtem Gedächtnisverlust an. Die NCI-Studie bringt grünen Tee speziell mit verbessertem Gedächtnis und der Verhinderung von Alzheimer in Verbindung.

4. Schwarzer Tee verringert das Parkinsonrisiko

Schwarzer Tee auf der anderen Seite hat zwar eine geringere Konzentration an EGCG, ist aber reicher an den Polyphenolen Thearubigin und Theaflavin, die in Zusammenhang mit einem geringeren Risiko von hohen Cholesterinwerten, Diabetes, Parkinson, Osteoporose und Nierensteinen stehen.

Laut Befunden in einem Bericht des National Institutes of Health und National Cancer Instituts, reduziert der Konsum von schwarzem Tee, nicht grünem Tee, erheblich das Risiko, an Parkinson zu erkranken.

5. Endlos viele gesundheitliche Vorteile auf beiden Seiten

Während endlos viele Menschen- und Tierstudien über die extremen gesundheitlichen Vorteile der kraftvollen Antioxidantien in schwarzem und grünem Tee berichten, liegt die Antwort auf der Hand.

Es gibt zahlreiche andere Gesundheitsfaktoren in beiden Getränken, was vielleicht erklärt, warum schwarzer Tee der beliebteste Tee in den USA und Europa ist – während grüner Tee in Japan und China der Favorit ist.

6. Grüner und schwarzer Tee für die Allgemeine Gesundheit

Am Ende jagen beide Getränke zellschädigende freie Radikale und reinigen wirksam den Körper. Das liegt teilweise an dem hohen Polyphenolgehalt in beiden Getränken, aber auch an einem weiteren Antioxidans-Dreifach-Effekt, auch bekannt als die drei Falvonoide – Thearubigin, Catechin und Epicatechin – die ebenfalls die schädlichen freien Radikale aus dem Ring befördern.

Sowohl schwarzer als auch grüner Tee sollen das Wachstum krebsartiger Tumore bedeutend verringern, den Stoffwechsel anregen und dabei beim Abnehmen helfen, die Haut sowie die Stärke der Knochen verbessern und sogar chronische Krankheiten, wie Schlaganfälle, Herzerkrankungen, Diabetes und Parkinson verhindern.

7. Grüner Tee schützt das Herz und verhindert Krebs

Grüner Tee soll beispielsweise das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls verringern. Forschungen des University of Maryland Medical Centers haben ergeben, dass Leute, die drei oder mehr Tassen grünen Tee jeden Tag tranken, ihr Risiko von Herzerkrankungen reduzierten, indem die LDL-Cholesterin- und Triglyceridwerte verringert wurden.

Zusätzliche Studien der University of Maryland bemerken zudem, dass grüner Tee, und grüner Tee-Extrakt, die Vermehrungsrate von Krebszellen in der Haut, dem Magen, der Speiseröhre, dem Darm, der Lunge, der Blase, der Bauchspeicheldrüse, den Eierstöcken und den Brüsten bedeutend verringert. Beispielsweise zeigte eine Studie, dass Männer, die regelmäßig grünen Tee tranken, ihre Überlebensrate um 5 Jahre gegenüber Männern, die ihn nicht tranken, verlängerten. Eine weitere Studie an Frauen vor der Menopause mit frühem Stadium von Brustkrebs ergab zudem, dass der Konsum von 5 Tassen grünem Tee pro Tag die Ausbreitung von Krebs verlangsamt und die Rate des erneuten Ausbrechens von Krebs nach der Behandlung verringert.

8. Schwarzer Tee für Energie und den Stoffwechsel

In Bezug auf den Koffeingehalt nennt das National Cancer Institute schwarzen Tee als den besseren Wachmacher (ungefähr 64 – 112 Milligramm Koffein pro 200 ml), wohingegen grüner Tee nur 24 – 39 Milligramm pro gleicher Menge enthält. Bei der Verbesserung des Energiepegels, der Aufmerksamkeit und den Abnehmerfolgen hat ebenfalls schwarzer Tee die Nase vorn. Forschungen von WebMD machen dafür den höheren Koffeingehalt und eine weitere Substanz, namens Theophyllin, verantwortlich, die beide, laut Studien, den Puls erhöhen, den Stoffwechsel anregen und den Energiepegel heben.

Außerdem zeigen Studien, die von den National Institutes of Health veröffentlich wurden, dass schwarzer Tee zu einer erheblichen Senkung der Low-Denstity-Lipoprotein-Cholesterinwerte (oder schlechtes Cholesterin) führt, was der allgemeinen Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dient.

9. Eine Bemerkung über Koffein …

Wenn Sie sich Sorgen über Ihren Koffeinkonsum machen, sollten Sie ab dem Mittag koffeinfreien Tee trinken. Egal ob Sie sich für koffeinhaltigen oder koffeinfreien Tee entscheiden, der Falvonoid-Gehalt bleibt der gleiche.

Wenn Sie jedoch eine bestehende Krankheit haben oder verschreibungspflichtige Medikamente zu sich nehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten, denn der Konsum von großen Mengen grünem oder schwarzem Tee mit Koffein kann zu Schlafmangel, Herzrasen, Reizbarkeit und Schwindel führen.

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