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8 giftige Chemikalien, die mit verfrühter Menopause in Verbindung gebracht werden

Alle Damen einmal die Hände heben bitte – wer von Ihnen hat das letzte Abendessen in der Mikrowelle gekocht? Und wie viele von Ihnen wissen, ob Lieblingsparfüm, Körperlotion oder Tischkerzen Phthalat enthält, eine Chemikalie, die bei der Plastikproduktion verwendet wird? Wissenschaftlichen Studien zufolge können viele Chemiestoffe, die wir unbewusst benutzen, zu verfrühter Menopause führen.

Bislang sind vor allem acht Quellen bekannt, die die Menopause bis zu vier Jahre früher eintreten lassen können …

1. Perfüm und Duftstoffe

Phthalate können sich in Ihrem bevorzugten Duftwasser oder Parfüm befinden, ohne, dass Sie davon wissen. Untersuchungen haben ergeben, dass Phthalate in Hunderten von Konsumentenprodukten versteckt sind – normalerweise, um Vinyl und Plastik weicher und flexibler zu machen.

Bei Duftstoffen hingegen kommen Phthalate zum Einsatz, um die Wirkungsdauer des Parfüms zu verlängern. Übermäßiger Einsatz bestimmter Chemikalien – darunter insbesondere Phthalate – können aber zu verfrühter Menopause führen. Am besten benutzen Sie daher Parfüm ohne chemische Zusatzstoffe und tragen es dafür häufiger auf.

2. Fisch

Auch wenn PCBs (Polychlorbiphenyl) in vielen Ländern seit 1979 verboten sind, so können Menschen sie dennoch nach wie vor über Wasser, Luft und die natürliche Nahrungskette aufnehmen. Fisch ist eine dieser Nahrungsquellen, über die PCB in den menschlichen Körper gelangen kann, da sich die künstliche Chemikalie im Körper des Fischs nicht zersetzt.

Chemikalien wie PCB treten mittels kontaminierten Wassers in den Nahrungskreislauf ein. Fische verdauen die Chemiestoffe und werden anschließend von Menschen samt diesen gegessen. Studien haben gezeigt, dass vor allem große Seen viel an PCB enthalten, was besonders Fisch, der in Seen gefangen wird, riskant macht. Zum Glück kann man mittlerweile online sehr viel über die Sauberkeit von Seen erfahren und auch in welchem Maße dort gefischt wird.

3. Raumsprays und Kerzen

Wenn Sie nicht gerade bleifreie, phthalatfreie Kerzen auf Sojabasis anzünden, dann atmen Sie wahrscheinlich regelmäßig Chemikalien ein, die zu verfrühter Menopause führen können. Selbst wenn Ihr Vanille-Raumspray oder Ihre Tischkerzen als „geruchlos“ und „natürlich“ angepriesen werden, so haben Tests doch ergeben, dass die meisten Marken Phthalate enthalten.

Das gleiche gilt für alle Kerzen, die mit synthetischem Duft versehen wurden. Die einzige Möglichkeit Phthalate zu vermeiden, ist durch den Kauf von Kerzen aus Bienenwachs, ätherischen Ölen oder Sojakerzen mit bleifreien Dochten.

4. Plastikschachteln für Essen

Sie haben wahrscheinlich schon Gruselgeschichten über Mikrowellen und Krebserkrankungen gehört. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, dass nicht nur das Erhitzen des Essens, sondern auch das Aufwärmen in Plastik Risiken birgt – nämlich den früheren Eintritt der Menopause. Phthalate, die während der Herstellung von Plastik eingesetzt werden, um das Plastik leichter verarbeitbar zu machen, sind mit Sicherheit auch in Essensbehältern, Verpackungen von Tiefgefrorenem, Plastikbechern und –flaschen enthalten … außer sie sind speziell „phthalatfrei“.

Die Mehrzahl der Zusatzstoffe in Plastik können sich auf das Essen übertragen, das gekocht wird – insbesondere, da Hitze die Freisetzung chemischer Stoffe beschleunigt. Ernährungswissenschaftler raten daher zu Erwärmen von Essen in Glas-, auf Papier oder mikrowellensicheren Keramikbehältern.

5. Persönliche Hygiene und Beauty-Produkte

Die wahrscheinlich größte Phthalatquelle sind Hygiene- und Schönheitsprodukte (z.B. Duschgel, Shampoo und Körperlotionen). Achten Sie einfach nur einmal auf die geschmeidigen Plastikflaschen, in denen sie verkauft werden.

Produkte, die künstliche Duftstoffe enthalten, sind ebenfalls sehr reich an Phtalaten, auch wenn viele Hersteller diese nicht als Inhaltsstoffe aufführen. Um Phthalaten hier sicher zu entgehen, achten Sie beim Einkauf auf geruchlose, natürliche, biologische und insbesondere „phthalatfreie“ Hygieneartikel.

6. Frisches Obst und Gemüse

Die roten, leuchtenden Äpfel im Supermarkt sehen sicherlich frisch aus, aber abhängig davon, wo sie wuchsen, kann es sein, dass sie mit giftigen Pestiziden besprüht wurden. Wenn Sie es sich jedoch nicht leisten können, regelmäßig Bioware zu kaufen, dann sollten Sie sich Unterstützung von Produkttestern holen.

Das „Dreckige Dutzend“ der Environmental Working Group (EWG) z.B. listet die zwölf Lebensmittel, die in einem gewöhnlichen Supermarkt am meisten Pestizide enthalten. Damit können Sie sich bei Einkäufen dieser zwölf Lebensmittel schon einmal auf organische Produkte beschränken.

7. Fleisch und Milchprodukte

PCBs kommen nicht nur in Fisch vor, sondern gelangen des Öfteren auch in Milchprodukte und Fleisch im Supermarkt.

Während eine Möglichkeit wie immer das Ausweichen auf biologische Ware ohne Antibiotika und Hormonzusätze ist, so ist es vielleicht ratsam, den eigenen Verzehr von Milch- und Fleischprodukten insgesamt herunterzufahren. Mehr vegetarische und vegane Gerichte reduzieren nämlich definitiv das Risiko der Aufnahme von PCBs.

8. Geringe Mengen von verschiedenen Quellen

Einer US-amerikanischen Studie zufolge nahmen Frauen mit den größten Mengen an “zu Menopause führender Chemikalien” diese in jeweils geringem Maß von verschiedenen Quellen auf. Frauen, die zwischen zwei und vier Jahren früher in die Menopause gerieten, setzten sich so genannten „Endokrinohemmern“ über mehrere Wege gleichzeitig aus.

Ein einzelnes Produkt oder Lebensmittel beeinflusst den Körper daher mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit, als die Ansammlung zahlreicher, winziger Mengen an PCBs, Phthalaten und Pestiziden aus vielfältigen Quellen.

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