Fitness & Ernährung

8 gesunde Fleischsorten, die auf jeden Grill gehören

Beim Grillen hat jeder so seine Favoriten. Egal ob saftige Burger, BBQ-Hühnchen oder würzige Würstchen – bestimmte Klassiker dominieren jeden Grillsommer, da sie großartig schmecken, leicht zuzubereiten sind und generell für die Grillatmosphäre sorgen, von der man den ganzen Winter lang träumt. Dabei auf seine Gesundheit zu achten, scheint dabei aber eher nebensächlich – was aber nicht sein muss. Es gibt jede Menge Grilloptionen, die nicht nur besser für den Körper sind, sondern sogar noch besser schmecken, als die wohlbekannten Standardgerichte.

1. Bison

Bison ist eine tolle Alternative zu klassischem Grillfleisch. Es ersetzt bestens Rinderhack oder Steaks und das ganz ohne, dass man dem guten Geschmack von rotem Fleisch entsagen müsste. Und auch wenn die meisten Menschen wohl keinen Unterschied zwischen den beiden Fleischsorten erkennen können, so behaupten echte Fans roten Fleischs, dass Bison einen volleren, reichhaltigeren Geschmack hat, als normales Rindfleisch.

Und das Beste an Bison ist … es ist um EINIGES gesünder als Rind. Nicht nur, dass es aufgrund seiner mageren Natur deutlich weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin enthält, es ist auch reich an Nährstoffen, die Rindfleisch nicht enthält, wie z.B. Zink, Niacin, Vitamin B6 und Selen. Und obendrein unterstützen Sie beim Kauf von Bison nicht die Konglomerate der Fleischindustrie. Im Durchschnitt werden Bisons unter viel besseren Umständen aufgezogen, geschlachtet und verarbeitet, als ein typisches Rind.

2. Ziege

Um den Unterschied zwischen Rind und Hammel zu beschreiben, vergleicht man am besten Kuhmilchkäse mit Ziegenkäse. Letzterer scheint einfach cremiger, reichhaltiger und ganz einfach käsiger zu sein. Das gleiche kann man auch von Ziegenfleisch sagen. Holen Sie sich etwas Ziegenhackfleisch, grillen Sie es und Sie werden einen überraschend vollmundig schmeckenden Burger erleben.

Was die Gesundheit angeht, so hat Ziegenfleisch um ein Drittel weniger Kalorien, als Rind und ein viertel weniger als Huhn. Viele der Kalorien, die bei der Ziege fehlen, stammen außerdem von Fett. Allen Ökos sei gesagt, dass Ziegen sehr viel regenerativer zu halten sind als Kühe. Auf einer Fläche, auf der zwei Kühe grasen, können bis zu zehn Ziegen Platz finden. Immer noch Zweifel? Zumindest der Rest der Welt hat keine, denn Ziegenfleisch ist das am meisten verzehrte rote Fleisch auf der Erde.

3. Kaninchen

Kaninchen ist wahrscheinlich das magerste Fleisch, das man so kriegt. Das heißt aber nicht, dass es dem Tier an Eiweiß fehlt. Im Gegenteil, das weiße Kaninchenfleisch enthält prozentual mehr Eiweiß, als Huhn oder Rind. Außerdem ist es voll mit Phosphor und Kalium, Mineralstoffe, die in anderen Fleischsorten nicht so oft anzutreffen sind.

Ökologisch gesehen, brauchen Kaninchen kein Getreide und haben einen sehr viel geringeren Effekt auf die Umwelt als Schweine, Kühe oder Hühner. Sie sind außerdem leicht zu züchten, sauber zu halten und zu verarbeiten, was zur Frage führt, ob dieses Eiweiß nicht die Lösung für Hungerprobleme in Entwicklungsländern darstellt. Ein Nachteil bei Kaninchenfleisch ist jedoch, dass es, da es so dünn und mager ist, langsam gekocht werden muss. Es zu zerhacken und wie Burger-Fleisch zu grillen, muss gar nicht erst versucht werden. Eine langsam gegrillte Wurst funktioniert bestens. Ebenso ein ganzes oder halbes Kaninchen, das gemächlich geräuchert oder gegrillt wird.

4. Elch

Elchfleisch ist eine gute Grilloption, wenn man gerade erst damit anfängt, alternative Fleischsorten auszuprobieren oder jemanden bewirtet, der nicht ganz so experimentierfreudig ist, was unbekannte Gerichte angeht.

Egal ob gehackt, als Burger oder als Steak gekocht, Elch ist in Sachen Geschmack und Textur sehr gut mit Rindfleisch vergleichbar. Vom Nährwert her gleichen sich die beiden Fleischsorten ebenfalls – mit Ausnahme ein paar wichtiger Details. Während beide Sorten etwa gleich in puncto Kalorien, Fett und Eiweiß abschneiden, enthält Elch 100 Prozent der täglichen Dosis Vitamin B 15 sowie gesunde Mengen an Riboflavin, Zink, Phosphor, Thiamin, Selen und Eisen.

5. Alligator

Auch wenn Alligatorfleisch nicht immer leicht zu bekommen ist, so lohnt es sich doch es zu besorgen. Hier ist warum: Alligator enthält zweimal so viel Eiweiß wie Rindfleisch und hat gleichzeitig deutlich weniger Fett und praktisch kein Cholesterin. Der Geschmack ist ebenfalls alles andere als schlecht. Stellen Sie sich einfach Hühnchen vor, das ein wenig nach Wild schmeckt.

Normalerweise wird das Fleisch des Schwanzes des Alligators gegessen. Köche servieren ihn auf zahlreiche Arten – z.B. als Filet, Würste und sogar Hackfleisch. Eine Warnung muss aber sein: Alligatorfleisch enthält oftmals überdurchschnittlich viel Quecksilber und sollte daher wie ähnliche Fischsorten in Massen gegessen werden (oder gar nicht, wenn Sie schwanger sind).

6. Alpaka

Obwohl es hauptsächlich für seine Fasern gezüchtet wird, hat das Alpaka seit langem die Menschen Südamerikas versorgt – noch vor der Herrschaft der Inkas um genau zu sein. Es wird oftmals als das Fleisch mit dem niedrigsten Cholesteringehalt bezeichnet und enthält außerdem eine gehörige Menge Eiweiß, die es mit jeder anderen Fleischsorte aufnehmen kann. Das Tier, das einem Lama gleicht, wird von Südamerikanern auch „La Viande“ genannt.

Alpakafleisch ist zart und merklich süß, wodurch es sich perfekt für Rezepte eignet, die süßere Komponenten besitzen, wie z.B. BBQ-Burger oder Steaks mit karamellisierten Zwiebeln. Fleischreste, die oftmals zu Hot Dogs oder Würsten verarbeitet werden, bieten sich noch besser als Grundlage für ihre Lieblingsgewürze an. Machen Sie sich außerdem keine Gedanken darüber so ein putziges Tier zu essen. Der Verzehr der Alpakas macht sie für die Bauern wertvoller, die ansonsten lediglich vom Fell des Tieres leben.

7. Oktopus

Vertrauen Sie uns einfach, denn das hier wird Sie überraschen. Am besten versuchen Sie es vielleicht aber zuerst in einem bekannten Fischrestaurant, bevor Sie sich selbst daran wagen. Egal wie, Tatsache ist, dass es nichts Leckereres gibt als gegrillte Oktopusarme. Klingt unheimlich? Wenn Sie normales Rindersteak mögen, dann werden Sie Oktopus mögen. Die ähnliche Reichhaltigkeit des Fleischs zusammen mit dem Grillgeschmack überrascht viele. Anstatt einer saftigen, zarten Textur, hat Oktopus aber eine zähere, gummiartige. Stellen Sie sich einfach glatteres Dörrfleisch vor.

Und dann sind da noch die Gesundheitsvorteile. Viel Eiweiß, wenig Fett – eine kleine Portion des Meeresweichtiers versorgt einen bereits mit der Tagesdosis an Eisen, B 12 und Selen. Vor dem Cholesterin sei allerdings gewarnt. Sogar Schwein ist im Vergleich dazu gesünder.

8. Strauß

Auch wenn dieser afrikanische Vogel zum roten Fleisch zählt, (und oft mit Bison verglichen wird) so ist er hinsichtlich Nährwert mit Hühnchen vergleichbar. Straußenfleisch bietet sich aber als regelmäßige Alternative zu Huhn hervorragen an, da es ein paar Dinge enthält, die dem kleineren Geflügel fehlen, darunter hauptsächlich Vitamin B12. Während eine normale Portion Huhn nur fünf Prozent des Tagesbedarfs deckt, enthält Strauß mehr als 100 Prozent. Außerdem hat Straußenfleisch etwas mehr Eisen und Eiweiß als Hühnerfleisch.

Obwohl er der größte Vogel der Welt ist, bietet der Strauß kein Brustfleisch wie Huhn, Truthahn oder Ente. Stattdessen kommt das Fleisch von den Beinen, Schenkeln und Rücken. Meistens wird es zu Steak, Burgerscheiben oder Würsten verarbeitet. Wie auch immer es aber zubereitet wird, der Strauß ist einer der „fleischigsten“ Vögel, in die man beißen kann.

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