Fitness & Ernährung

7 Wege zu echter Willensstärke

Wir haben tolle Vorsätze und lieben es produktiv zu sein – egal, ob es dabei ums Abnehmen, ein gesünderes Leben oder die nächste Deadline geht. Aber es kann schwer sein, uns von den nötigen Opfern zu überzeugen, die es braucht, um unsere Ziele zu erreichen. Dann sind wir frustriert und wütend auf uns selbst, da wir eben doch nicht mehr Laufen gegangen sind oder den Papierkram wieder zu spät eingereicht haben. Die Wahrheit ist, dass wir uns nicht immer auf unsere Willenskraft verlassen können.

Hier sind sieben Wege, die uns dabei helfen können, so produktiv zu leben, wie wir es uns vorstellen …

1. Rechtzeitig aufstehen

Stellen Sie den Wecker ins Bad. Dadurch sind Sie gezwungen aufzustehen, sobald er klingelt (oder Sie werden vom Lärm wahnsinnig). Es ist unrealistisch zu glauben, dass die meisten sich nicht noch mindestens einmal umdrehen, solange der Wecker neben dem Bett steht. Nehmen Sie sich diese Versuchung, indem Sie den Wecker außer Reichweite stellen.

Steve Pavlina, der Autor von „Personal Development for Smart People“, bezeichnet den Zustand kurz nach dem Aufwachen als „Hirnnebel“. Ihm zufolge ist es in dieser Verfassung unmöglich, sich auf den Willen aus dem Bett zu steigen zu verlassen. Etwas muss einen dazu zwingen und ein Wecker, der in einem anderen Zimmer steht, eignet sich dafür sehr gut. Ist man einmal aufgestanden, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass man sich nicht wieder hinlegt

2. Stellen Sie Ihre Uhren vor

Zeit ist vor allem eine Wahrnehmungssache. Stellen Sie Ihre Uhren ein paar Minuten vor, sodass Sie im Falle einer kleinen Verspätung eigentlich genau pünktlich sind. Wenn Sie eine Deadline haben, dann sollten Sie diese im Kalender umgehend zwei bis drei Tage nach vorne ziehen und sich auch daran halten. Dadurch hat die Prokrastination nicht mehr ganz so viel Macht über einen.

2007 hat eine Studie an US-Studenten ergeben, dass 95 Prozent aller Studenten ihre Hausaufgaben vor sich herschieben. Festgefahrene Gewohnheiten sind dabei schwer zu brechen und Sie werden vielleicht auch zukünftig bis um Mitternacht des Tages vor Ihrer neuen Deadline dasitzen. Doch zumindest haben Sie von nun an drei Tage, um Ihre Fehler zu korrigieren. Die echte Deadline wird dann sehr viel weniger stressig sein und ein vorzeitiges Erledigen der Aufgabe wird Ihnen ein größeres Erfolgsgefühl geben – und vielleicht ein für alle Mal Ihre Neigung zum Aufschieben beenden.

3. Den Sonntag zur Vorbereitung nutzen

Erwarten Sie wirklich, während des Wahnsinns einer ganz normalen Woche auch noch auf eine gesunde Ernährung zu achten? Glauben Sie, dass Sie immer genügend Zeit haben werden, sich passende Mahlzeiten zuzubereiten, wenn Sie bereits frühmorgens aus dem Haus müssen? Und auf einmal erscheint der nächste McDrive dann angesichts Ihres Terminkalenders doch sehr verlockend. Untersuchungen haben ergeben, dass die durchschnittliche Wartezeit in einem „Drive-Thru“ bei drei Minuten liegt – ziemlich kurz im Vergleich zu der Zeit, die Sie nach einem ewig langen Arbeitstag am Herd verbringen.

Reduzieren Sie daher den Druck am besten, indem Sie sich am Sonntagnachmittag bereits auf die Woche vorbereiten. Legen Sie etwas Musik auf und denken Sie an den Speiseplan der kommenden Tage. Am besten kochen Sie auch gleich schon mal etwas Hühnchen vor und machen einen großen Salat, der für ein paar Tage reicht – oder was Ihnen eben sonst in puncto gesundem Essen so in den Sinn kommt. Beschriften Sie Plastikbehälter mit den Wochentagen und schnappen Sie sich jeden Morgen kurz bevor Sie aus dem Haus gehen Ihr Mittagessen aus dem Kühlschrank.

4. Schwitzen Sie noch vor Sonnenaufgang

Treiben Sie Sport, bevor Ihr Hirn aufwacht. Angesichts spontaner Termine oder nach einem anstrengenden Arbeitstag ist es leicht das Sportprogramm aus den Augen zu verlieren, bzw. sich nicht daran zu halten. Daher sollten Sie sich bewegen, solange nichts dagegen spricht oder sie keine Ausrede haben. Kürzlich kam eine Studie außerdem zu dem Ergebnis, dass ein morgendliches Sportprogramm nachts für besseren Schlaf sorgt.

Versuchen Sie das aber nicht unbedingt allein. Werden Sie Teil einer Laufgruppe, die morgens joggt oder gehen Sie früh mit Bekannten ins Fitnessstudio. Wenn Sie sogar einen eigenen Trainer haben, dann legen Sie Ihre Termine auf den Morgen. Gestalten Sie Ihr Sportprogramm insgesamt möglichst sozial und absolvieren Sie es gleich nach dem Aufstehen. Dadurch müssen Sie sich nicht den ganzen Tag damit beschäftigen.

5. Antworten Sie in Blöcken

Obwohl Emails die Kommunikation um einiges leichter machen, können Sie der Produktivität erheblich schaden. Angestellte verbringen erwiesenermaßen 15 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Mails, die wiederum zu 43 Prozent schuld daran sind, dass nichts zu Stande kommt. Es ist möglich, die Mailbox offline zu schalten. Spielen Sie mit den Optionen und sorgen Sie dafür, dass die elektronische Post Sie nicht den ganzen Tag lang ablenkt. Sobald Sie dann bereit sind sich darum zu kümmern, können Sie Ihren Account online schalten und Sie erhalten alle auf einmal.

Gute Zeitmanager ermutigen Angestellte dazu, zweimal täglich die Mailbox zu checken. Dabei ist es empfehlenswert die Arbeitskollegen darüber zu informieren, wann sie Antworten erwarten können. Selbstredend ist, dass sie den Zeitplan streng einhalten. Vielleicht ist dies zu radikal für Ihre Arbeitsweise, aber das Konzept an sich macht Sinn. Sie werden um einiges produktiver sein, wenn Sie Ihre Mails in Blöcken am Stück abarbeiten, als permanent von deren Eintreffen abgelenkt zu werden.

6. Nutzen Sie die 40/20Regel

Wir alle haben Aufgaben, die uns nerven. Hausaufgaben, Papierkram, Steuern oder irgendetwas anderes dieser Art. Manchmal ist es das scheinbare Ausmaß der lästigen Arbeit, die uns daran hindert, überhaupt damit anzufangen. Nutzen Sie daher Zeitintervalle, um sich zu motivieren. Psychologen raten, dass kurzzeitige Deaktivierung und Reaktivierung der Ziele sehr dabei helfen sich durchgehend auf die Aufgaben konzentrieren zu können.

Versprechen Sie sich selbst nur 40 Minuten mit der verhassten Arbeit zuzubringen und gönnen Sie sich anschließend 20 Minuten zur Entspannung. Benutzen Sie dafür eine Stoppuhr und belohnen Sie sich nach der Arbeit z.B. mit einer TV-Serie. Das mag auf den ersten Blick wie Zeitverschwendung aussehen, aber es ist sehr viel leichter mit der Arbeit anzufangen, wenn man weiß, dass sie nur 40 Minuten dauern wird.

7. Sagen Sie es weiter

Erzählen Sie den Menschen in Ihrer Umgebung von Ihren Zielen. Da wir eine angeborene Scheu davor haben uns zu blamieren, sind wir dadurch stärker motiviert, Erfolge zu erzielen. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass Menschen, die ihre Ziele für sich behalten, eine um 50 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit haben diese auch zu erreichen. Andersherum sind diejenigen, die davon berichten zu 75 Prozent erfolgreich. Es ist leicht sich im Geheimen Ziele zu setzen, aber wenn es einmal jeder weiß, dann werden Sie sich bestimmt mehr dahinterklemmen.

Unser Wunsch anderen zu gefallen mag etwas exzessiv sein, dennoch sollten wir diese Tatsache zu unserem Vorteil nutzen. Definieren Sie Ihre Ziele an einem Ort, an dem man sie sehen kann und erzählen Sie ein paar Freunden davon – via Facebook oder Twitter. Man weiß zwar nie genau, wer die eigenen Ziele von seinem Monitor aus verfolgt, aber enttäuschen will man diejenigen trotzdem nicht. Nutzen Sie Ihren Stolz und sorgen Sie dafür, dass er Sie weiterbringt.

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