Fitness & Ernährung

7 Wege, wie Training zu Sportverletzungen führt

Jeder hat nur das Beste im Sinn, wenn er mit dem regelmäßigen Training beginnt. Vielleicht gehen Sie jeden Morgen joggen oder spazieren, vielleicht werden Sie aber auch Mitglied im Fitnessstudio und stemmen Gewichte, oder nehmen an Fitness-Kursen teil.

Das Letzte woran Sie wahrscheinlich Denken, wenn Sie fit werden wollen, ist eine Verletzung. Eine Muskelzerrung oder -verletzung kann jedoch schnell auftreten, wenn Ihre Technik beim Gewichtheben schlampig ist oder wenn Sie dazu neigen, Ihren Körper zu viel abzuverlangen. Hier sind sieben Wege, wie Sport zu Verletzungen führen kann…

1. Eine „No Pain, No Gain“-Einstellung

Klar hat man nach dem Training ab und zu steife Muskeln, besonders, wenn man neu angefangen hat zu trainieren oder eine lange Pause gemacht hat. Der New-Yorker orthopädische Sporttherapeut Dr. William Siegel warn davor, dass sich während des Trainings anzufeuern nicht bedeutet, über die Schmerzgrenze hinauszugehen.

Wenn Sie Schmerzen haben, gibt Ihr Körper Ihnen das Signal eine Pause zu machen, oder mit dem aufzuhören, was Sie gerade tun. Erschöpfte Muskeln sind das eine, aber ein stechender Schmerz und Unbehagen im Knie oder im unteren Rücken sollten als eine Warnung verstanden werden, die Aktivität zu beenden.

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2. Sie stemmen zu schwere Gewichte

Jeder will die Zeit im Fitnessstudio so effektiv wie möglich nutzen. Mehr ist jedoch nicht immer besser in Bezug auf die Gewichte, die Sie stemmen. Laut einem Artikel von MuscleMagFitness.com, können zu schwere Gewichte schnell zu schlechter Haltung und Verletzungen führen.

Wählen Sie stattdessen ein angemessenes Gewicht, das Sie während der ganzen Wiederholungen gut kontrollieren können. Wenn das nun zu leicht wird, können Sie schrittweise die Gewichte erhöhen.

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3. Sie nehmen sich die Zeit nicht

Die Experten von WebMD empfehlen neue Trainingsmethoden langsam anzugehen, anstatt direkt voll durchstarten zu wollen und damit eine Muskelverletzung zu riskieren. Schließlich bietet eine neue Trainingsroutine an sich schon genug Herausforderung.

Dann, wenn Sie langsam Muskelkraft und Ausdauer aufgebaut haben, können Sie schrittweise die Intensität, Häufigkeit und Dauer des Trainings erhöhen – während Sie den Muskeln zwischen den Trainingseinheiten genug Zeit für Erholung gewähren.

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4. Zu viele Wiederholungen

Ich hatte mal einen Mitbewohner, der 100 Klimmzüge jeden Morgen machte. Sie können sich wahrscheinlich denken, dass er sich nach ungefähr einem Monat einen Muskelfaserriss zuzog und deshalb wahrscheinlich nie wieder einen Klimmzug machen konnte. Das Repetitive Strain Injury Syndrom ist das unvermeidliche Ergebnis, wenn Ihr Training keine Abwechslung beinhaltet.

Mein Mitbewohner riss seinen Latissimus Dorsi (die großen Muskeln, die sich von der Seite über den Rücken erstrecken), weil er schlichtweg seine Muskeln überarbeitete. Stattdessen hätte er Erholungsphasen einbauen und seine Routine mit Übungen, die sich auf den ganzen Körper konzentrieren, ergänzen müssen.

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5. Man kann einen Muskelkater nicht von einer Verletzung unterscheiden

Verhärtete Muskeln und Muskelkater sind 24 bis 72 Stunden nach dem Training normal, besonders wenn Sie ein Anfänger oder zurück von einer längeren Trainingspause sind. Ihr Körper kennt jedoch den Unterschied zwischen einem Muskelkater in den Waden und einer Knöchelzerrung.

Die Muskelfasern reißen während dem Sport auf natürliche Weise ein. Durch Pausen bekommen diese Muskelfasern genug Zeit, um sich zu reparieren. Im Gegensatz dazu halten durch eine Muskel- oder Gelenkzerrung verursachte Schmerzen deutlich länger an. Falls Sie drei Tage nach dem Training noch Schmerzen haben, sollten Sie Ihre Workouts einstellen und medizinischen Rat einholen.

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6. Sie spornen sich zu sehr an

Natürlich müssen Sie für einen Trainingsfortschritt auch Ihre Komfortzone verlassen. Wenn Sie das tun, ist es jedoch wichtig, seinen eigenen Körper und seine Grenzen zu kennen. Wenn Sie zu oft über Ihre Grenzen hinausgehen, macht Sport nicht nur süchtig, sondern man kann sich auch verletzen.

Forschungen, die von der Abteilung für klinische und biologische Wissenschaften im San Luigi Krankenhaus in Turin, Italien, durchgeführt wurden, weisen darauf hin, dass man übertrainiert ist, wenn „das Training die Fähigkeit des Körper sich zu erholen übersteigt“. Dann wird der Körper meist aufgrund einer Verletzung schwach und langsamer, anstatt stärker und ausdauernder zu werden.

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7. Schlechte Technik

Ich muss Ihnen bestimmt nicht erklären, dass die richtige Haltung beim Training wichtig zur Verletzungsvermeidung ist. Die Mayo Clinic erinnert jedoch daran, dass man schnell eine Verletzung durch Überbelastung bekommt, wenn man eine schlechte Technik beim Gewichtheben anwendet.

Das Repetitive Stress Injury Syndrom tritt auf, wenn die Muskeln und Gelenke durch schlechte Technik übermäßig belastet werden. Die sich wiederholende Belastung schwächt zunehmend den betroffenen Bereich, bis eine Zerrung, ein Muskelfaserriss, ein Bruch, oder ein Dislokation die Folge ist.

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