Fitness & Ernährung

6 schnelle und leichte Sporttipps für arbeitende Mütter

Auch wenn das Kinderkriegen bereits einen Strich durch das Sportprogramm macht, so kommt die wahre Herausforderung erst, wenn man wieder zurück im Büro ist. Vorbei sind die Tage, an denen Sie um sechs Uhr morgens frisch ausgeschlafen laufen gehen konnten. Und abends noch ins Fitnessstudio? Ein seltener Luxus für eine Mutter.

Dennoch muss das Ende allen Sports in Ihrem Leben nicht gekommen sein. Egal ob gerade erst wieder auf der Arbeit oder schon erfahren mit der Koordination von Heim und Job – die folgenden sechs schnellen und leichten Tipps können Ihnen dabei helfen, Sport in Ihren vollgepackten Tag zu integrieren …

1. Sport mit Ihrem Kind

Es klingt zuerst einmal wohl wie eine besondere Art von Folter. Crunches zum Geschrei eines Babys oder ständigen Fragen wie „Was machst du da, Mama?“, „Kann ich helfen?“ oder „Mama, ich bin hingefallen“ von Ihrem Kleinkind. Die Vorstellung ist nicht gerade motivierend und wahrscheinlich so ziemlich das Letzte, das sie nach einem anstrengenden Tag noch tun möchten.

Aber manche Übungen gehen gut mit Kindern und können beiden sogar ein Gefühl des Miteinanders geben und positiv vom Sportpflichtprogramm ablenken. Yoga-Kurse für Kinder und Mütter z.B. oder Yoga zu Hause tun beiden gut und bietet Ihnen die Möglichkeit, sich nach einem harten Tag zu entspannen. Falls Sie es ein wenig intensiver mögen, dann können Sie selbst einen kurzen Intervallkurs erstellen. Burpees und Bergsteiger sind ein tolles Cardio-Programm, während Übungen mit dem eigenen Körpergewicht wie Planken und Liegestütze leicht genug sind, dass auch Kinder sich daran probieren können. Während Sie auf Ihre Haltung achten, lieben es die Kleinen Ihre Bewegungen nachzuahmen. Indem Sie Ihre Sets kurzhalten, wird es Ihren Kindern auch nicht langweilig werden, bis Sie bereit für die nächste Übung sind.

2. Folgen Sie dem Sportplan Ihres Kindes

Haben Sie schon mal bemerkt, dass sich Kinder dauernd bewegen. Ihnen einfach nur zu folgen, kann bereits ein Cardioprogramm sein und die Muskeln trainieren. Der Park oder Spielplatz sind perfekte Orte, um diese Theorie zu testen. Parks sind voller Bänke und Balken, an denen Sie Trizeps-Übungen, Klimmzüge, Crunches und andere leicht zu meisternde Übungen machen können, während die Kleinen spielen (und rufen „Mama, schau mir zu!“ und „Schau mal!“).

Wenn Ihnen nicht nach einem Besuch im Park ist, dann reicht auch der Garten vollkommen aus. Spielen Sie doch etwas Fuß- oder Federball. Falls Sie kreativ werden wollen, dann können Sie Ihren eigenen Hindernislauf mit Übungsstationen bauen, an denen die Kinder ihre Energie loswerden, während Sie trainieren – Liegestütze an einem Baum, Sprünge über Steine sowie Stationen Marschieren mit angezogenen Knien und Hampelmann sind nur ein paar Beispiele für Übungen, die sowohl für Sie als auch Ihr Kind geeignet sind.

3. Maximieren Sie Ihre Mittagspause

Sie denken wahrscheinlich schon an diese Möglichkeit, müssen sich aber noch motivieren. Wenn Sie eine Stunde Mittagspause haben, dann sollten Sie die Hälfte davon Sport treiben. Dabei ist es nicht notwendig richtig ins Schwitzen zu kommen und sich den Rest des Tages unangenehm zu fühlen – eine feste Wand kann bereits Wunder bewirken und Ihren Körper in Form halten. Wenn Sie weniger Zeit haben, dann genügen auch 15 Minuten, um ein paar Mal ums Gebäude zu laufen und das Herz etwas arbeiten zu lassen.

Hat Ihr Büro eine Dusche? Oder besser noch ein Fitnessstudio? Wenn ja, dann machen Sie das meiste daraus, indem Sie draußen laufen, 30 Minuten auf den Stepper steigen oder mit Gewichten trainieren. Sie haben genügend Zeit, um sich zu waschen und zurück am Schreibtisch zu sein. Sie werden überrascht sein, wie erholt Sie sich für den Nachmittag fühlen, nachdem Sie den Stress des Vormittags herausgeschwitzt haben.

4. Trainieren Sie solo

Es mag eine Versuchung sein, sich mittels einer Sport-Kollegin zu motivieren, aber es ist schwerer sich dabei abzustimmen, als es scheint. Kinderlose Bekannte oder Freunde haben ganz andere Zeitpläne als Eltern (ah, wie wir sie um diese Terminkalender beneiden). Und wie ist es mit anderen Müttern? Auch wenn klar ist, dass beide hier die gleiche Schlacht schlagen, so ist das organisieren der Terminkalender von zwei Kindern noch schwieriger, als der Versuch mit einer ganzen Gruppe Sport zu treiben.

Aber es ist in Ordnung. Glauben Sie es oder nicht, die einzige Person, die man braucht, um an einem Sportplan festzuhalten, sind Sie selbst. Sie jonglieren Job, Familie, Kuchenbacken für Spendenabende und so vieles mehr jeden Tag, dass Sie es sich verdient haben, zumindest eine halbe Stunde pro Tag nur Ihre eigenen Ziele zu verfolgen … und es ist vielleicht sogar die wichtigste halbe Stunde des Tages, wenn Sie weiterhin alles unter Kontrolle behalten möchten.

5. Übernehmen Sie Verantwortung

Wahrscheinlich fühlen Sie sich nun so, als ob jemand mit dem Zeigefinger winkt, aber es ist wirklich wichtig. Es braucht Disziplin, um Zeit für Sport zu finden und es wird sicherlich Tage geben, an denen Sie es lieber sein lassen. Machen Sie sich also einen Plan und halten daran fest – schreiben Sie es auf und erzählen Sie Ihrem Partner oder Freunden davon. Es auf Papier zu sehen und zu wissen, dass Menschen wollen, dass man dabei Erfolg hat, kann in Momenten des Zweifels und der Unlust Wunder bewirken.

Verantwortung zu übernehmen kann auch bedeuten, ein paar der kleinen Zeitdiebe aus dem Alltag zu verbannen. Zum Beispiel die extra Tasse Kaffee, die sie trinken, bevor die Kinder aufwachen oder die 15 Minuten auf Facebook, die Sie haben, wenn die Kleinen durchs Spielen abgelenkt sind. Es mag sich wie Bestrafung anfühlen, aber wenn Sie es schaffen diese Momente zu eliminieren und stattdessen dazu verwenden, um Ihre Pflichtaufgaben abzuarbeiten, dann haben Sie vielleicht noch genug Zeit für ein volles Sportprogramm.

6. Gönnen Sie sich auch mal eine Pause

Auch wenn Regelmäßigkeit wichtig ist, so sind Sie nur ein Mensch. Und eine arbeitende Mutter zu sein ist nicht leicht. Wenn Sie sich selbst zu viel Druck machen, um wieder die Figur vor Ihrem Kind oder sogar nur die sportliche Form von damals wieder zu erlangen, dann sich Sie zum Scheitern verurteilt. Ihr ganzes Leben hat sich verändert und daher ist es okay neu über Ihr Sportprogramm zu denken.

Wenn man beschäftigt und gestresst ist, so scheint nichts schöner, als einfach nur die Füße hochzulegen und zu entspannen. Versuchen Sie aber immer daran zu denken, dass es besser ist irgendetwas zu tun, als nichts zu tun. Es wird Tage geben, an denen Sie glauben, dass heute Schluss ist. Doch selbst ein-zwei Mal die Treppe hinaufzulaufen oder kurz um den Block zu rennen, kann einen Unterschied machen. Und falls das Kind krank, das Haus unaufgeräumt, der Job arbeitsintensiv und man selbst mit den Kräften am Ende ist? Dann vergeben Sie sich. Morgen ist ein neuer Tag, um das meiste aus Ihrer Zeit herauszuholen.

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