Fitness & Ernährung

6 Gründe gegen Detox-Diäten

Mit dem neuen Jahr schaffen es meistens auch einige gute Vorsätze in den Frühling und viele davon haben mit Gesundheit und Ernährung zu tun. Bevor Sie aber nun gleich ernst machen und sich in die nächste Saft- oder Detox-Diät werfen, denken Sie besser noch mal nach. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Entgiften oder „Detoxen“ des Körpers in Wirklichkeit ein Mythos ist und obendrein nicht sonderlich gesund.

Sicherlich stellen sich kurzfristig dank der drastischen Kalorienbegrenzung Erfolge ein, doch Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Detox-Diäten und Cleanses in Wirklichkeit nichts anderes sind, als eine ungesunde Art und Weise Geld zu verschwenden. Hier sind sechs Gründe, warum das so ist…

1. Detox ist Betrug

Medizinisch gesehen gibt es beim Abnehmen kein Entgiften. Im Gegenteil, so mancher Arzt hält das Versprechen das Körpersystem von Unreinheiten freizuspülen und dabei die Organe zu reinigen für Betrug.

Der Begriff Detox ist nur bei der medikamentösen Behandlung von Drogenabhängigen zutreffend. Darüber hinaus ist es nur ein geborgter Begriff, der dazu benutzt wird, Produkte und Diäten zu verkaufen. Gesunde Körper nutzen Leber, Haut, Lungen und Nieren, um sich selbst zu entgiften und Abfallstoffe aus dem Körper zu beseitigen.

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2. Geld für Nichts

Die hohen Preise für Detox-Programme und Saft-Cleanses werden in keiner Weise durch die Effektivität der Produkte gerechtfertigt, denn der eigentliche Nutzen liegt ziemlich nahe bei Null. Sparen Sie sich also Detox-Pakete für Hunderte von Euros, besonders da es mit einer einmaligen „Kur“ meist eh nicht getan ist.

Von all dem Geld sollten Sie lieber wirklich biologisch einkaufen und dem Körper damit mehr Gutes tun, als mit jedem anderen Diät-Programm.

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3. Sie werden keine Kraft haben

Falls Sie sich jemals durch eine Saftdiät oder dergleichen gezwungen haben, dann wissen Sie, dass Sie die meiste Zeit davon müde, hungrig und unzufrieden sind und an nichts anderes denken können, als all das, was sie nach der Tortur in sich hineinstopfen werden.

Der Grund dafür ist, dass Sie nährstoffmäßig unterversorgt sind, besonders was Fett und Eiweiß angeht. Der Körper benötigt jedoch Fett und Eiweiß für Energie und eine ausgeglichene Stimmung. Daher kehren die meisten Menschen nach Detox-Diäten auch wieder zurück zu ihren vorherigen Essensgewohnheiten.

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4. Kurzfristige Erfolge

Natürlich gibt es jede Menge Anekdoten zu unglaublichen Erfolgsgeschichten mit Detox-Diäten. Sie haben wahrscheinlich sogar eine Mitarbeiterin, Schwägerin oder Facebook-Freundin, die auf Saft-Cleanses schwört. Diese sind aber wahrscheinlich regelmäßig auf Diät, denn die Kilos, die man dadurch verliert, kommen schnell wieder drauf.

Ohne Zweifel stellen sich bei drastischer Kalorienkappung auch schnell Abnehmerfolge ein, doch das wird sich langfristig kaum halten lassen. Mit einer derart restriktiven Ernährung kann man kein gesundes Leben führen. Außerdem wurde mehrfach gezeigt, dass Gewicht, das auf diese Art abgenommen wurde, fast immer wieder zurückkehrt.

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5. Muskeln verlieren, Fett gewinnt

Ein weiterer Schwachpunkt von restriktiven Diäten ist der Verlust von Muskeln. Es ist medizinisch erwiesen, dass ein einwöchiges „Körperreinigungsprogramm“ die Muskeln täglich schrumpfen lässt und es erschwert, diese wieder zu erlangen.

Wenn Sie danach wieder zunehmen, dann wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund von Fett sein, da dieses aufgrund Ihres schwächelnden Metabolismus (aufgrund mangelnden Eiweißes) nun viel leichter eingespeichert werden kann.

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6. Konzentrieren Sie sich auf gesundes Essen und NICHT das Weglassen von Essen

Sich gesündere Essensgewohnheiten zuzulegen ist ein löblicher Neujahrsvorsatz und kann nur unterstützt werden. Ganze Essensgruppen aber einfach wegzulassen, wird lediglich zu kurzfristigen Erfolgen führen und Sie eventuell wieder zunehmen lassen.

Modediäten setzen den Körper generell einer ungesunden Achterbahnfahrt aus Gewichtsverlust und –zunahme aus. Um langfristige Ziele zu erreichen, sollten Sie versuchen, mehr Früchte, Gemüse, mageres Eiweiß, Nüsse, Vollkorn, Samen, Bohnen und Hülsenfrüchte auf Ihren Speiseplan zu bringen und gleichzeitig auf verarbeitete Lebensmittel und Industriezucker verzichten.

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