Fitness & Ernährung

10 Wege, wie Sie Ihre Winterdepressionen in den Griff bekommen

Winterdepressionen (SAD) sind eine von der Jahreszeit abhängige emotionale Störung. Normalerweise beginnen sie Anfang Herbst und dauern den ganzen Winter über an. Sonniges Wetter kann die Stimmung heben, also macht es auch Sinn, dass kältere Temperaturen und kürzere Tage einen negativen Einfluss auf die mentale Gesundheit haben können.

Winterdepressionen können Angstzustände, Trauer, Stress, Lustlosigkeit, das Gefühl von Isolation, Stimmungsschwankungen und viele weitere Symptome, die sich auf Ihr Leben auswirken, verursachen. Aber mit den folgenden zehn Wegen können Sie den Winterdepressionen die kalte Schulter zeigen und wieder mehr Lebensfreude genießen …

1. Regelmäßiger Sport

Es scheint, als könnte man jegliche gesundheitlichen Probleme damit lösen, indem man regelmäßig Sport treibt, und das ist auch ganz leicht zu verstehen. Sport verbessert nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern er hat auch einen positiven Einfluss auf die Stimmung während der kalten Wintermonate. Wenn Sie Sport treiben, werden Endorphine ausgeschüttet, was Glückgefühle auslöst und den Energiepegel erhöht. Zudem haben Sie noch weitere Vorteile von regelmäßigem Sport – mehr Kraft, weniger Körperfett, allgemeines Wohlbefinden. Und wenn Sie natürlich den Sport noch mit einer gesunden Ernährung kombinieren, werden Sie sich noch besser fühlen.

2. Machen Sie Pläne mit Freunden und Verwandten

Mit Winterdepressionen ist man geneigt, sich einfach auf die Couch zu legen und stundenlang fernzusehen, aber das macht alles nur noch schlimmer. Anstatt Winterschlaf zu halten, sollten Sie sich lieber mit Freunden und Verwandten treffen. Gehen Sie mindestens einmal die Woche aus dem Haus. Sich mit einem Freund auf eine Tasse Kaffee zu treffen, kann die Stimmung schon enorm heben. An der frischen Luft können Sie sich auch besser an die Herbst- und Wintermonate gewöhnen, wodurch die Dinge nicht mehr so düster erscheinen und Ihr Sozialleben nicht beeinträchtigt wird.

3. Planen Sie einen Ausflug

Wenn das schlechte Wetter mit viel Regen bei niedrigen Temperaturen zu sehr an Ihren Nerven zehrt, können Sie auch einen Ausflug in wärmere Gegenden planen. Wenn möglich, sollten Sie in den Süden gehen und sich eine Woche Wärme und Sonnenschein gönnen – etwas, was Ihre Stimmung hebt und Ihnen unwiderstehliche Bräune verleiht. Darüber hinaus gibt Ihnen die Reiseplanung etwas, worauf Sie sich freuen können. Das Tagezählen bis man endlich wieder Sonne genießen kann ist ein großartiger Motivator und ein guter Weg, um die Stimmung zu heben.

4. Gehen Sie so oft wie möglich in die Sonne

Das kalte Wetter im Winter erscheint zwar oft nicht sehr einladend, aber wahrscheinlich gibt es auch ein paar Tage, an denen Sie sich warm anziehen und ein bisschen Zeit im Freien verbringen können. Die Sonnen ist vielleicht nicht so lange zu sehen, wie Sie es gerne hätten, aber gelegentlich ein paar Sonnenstrahlen können die Symptome von Winterdepressionen stark reduzieren. Unsere Körper verlangen Sonnenlicht, weshalb Sie sich, statt sich für 5 bis 6 Monate im Haus zu verkriechen, immer mal wieder an die frische Luft begeben sollten. Wer weiß, vielleicht finden Sie sogar gefallen an den kühleren Temperaturen.

5. Lassen Sie Licht herein

Einer der besten Wege, um mit Winterdepressionen fertig zu werden, ist, wann immer Sie können Tageslicht in Ihre Wohnung zu lassen. Viele Menschen ziehen im Winter aufgrund des kalten Wetters und den geringeren Sonnenstunden Ihre Vorhänge zu, jedoch kann Sie natürliches Tageslicht, das durch Ihre Fenster scheint, wieder aus Ihrem Tief herausholen. Setzen Sie sich, wann immer es möglich ist in die Nähe eines Fensters und schließen Sie die Rollläden erst, wenn es dunkel wird. Dadurch können Sie einige Symptome von Winterdepressionen überwinden.

6. Lichtbox-Therapie

Die Lichtbox-Therapie ist eine beliebte und oft sehr effektive Weise, um milde Winterdepressionen zu bewältigen. Es ist effektiv, da hierbei die Sonnenstrahlen imitiert werden. Sie sollten die Lichtbox jeden Morgen verwenden, um am meisten davon profitieren zu können und Sie können sie auch anschalten, während Sie alltägliche Dinge erledigen, wie telefonieren, frühstücken, oder arbeiten. Ärzte sind sich uneinig, wie lange man sich in Lichtboxen aufhalten sollte. Außerdem gilt das Gleiche, wie bei jeder anderen Form von Depressionen – was bei dem Einen hilft, muss unbedingt bei dem Anderen funktionieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wo Sie anfangen sollten.

7. Denken Sie darüber nach, einen Therapeuten aufzusuchen

Bei Winterdepressionen ist es manchmal am Besten, mit einem Therapeuten darüber zu sprechen, oder eine Therapie mit Veränderungen der Lebensweise zu kombinieren. Wenn Sie an moderaten bis schweren Winterdepressionen leiden, was bedeutet, dass mehrere Lebensbereiche davon betroffen sind und diese sie davon abhalten, bestimmte Dinge zu tun, könnte der Besuch bei einem Therapeuten weiterhelfen. Manchmal können schon kleine Lebensveränderungen genug sein, um jemanden wieder aufzubauen, aber das klappt nicht bei jedem. In einer Therapie können Sie negative Gefühle ansprechen und lernen, wie Sie Ihre Sicht- und Verhaltensweisen entsprechend verändern können. Zudem können Sie dadurch verhindern, Jahr für Jahr wieder in den gleichen Zyklus zu verfallen.

8. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst

Bei der Zeit für sich selbst geht es nicht darum allein zu sein – es ist eine Zeit in der Sie mal egoistisch sein können (weil Sie es verdient haben) und das machen, worauf Sie Lust haben. Lesen Sie ein Buch, nehmen Sie ein Bad, leihen Sie sich einen Film aus, gönnen Sie sich eine Pediküre, probieren Sie ein neues Rezept aus – es kommt nicht darauf an, worauf Sie Lust haben, sondern dass Sie es einfach machen. Nutzen Sie die Gelegenheit, etwas zu machen, das Sie glücklich macht und worauf Sie sich freuen können. Versuchen Sie sich mindestens einmal pro Woche diese wertvolle Zeit für sich selbst zu nehmen. Das Wetter versucht einem da oft einen Strich durch die Rechnung zu machen, aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Bestehen Sie auf die Zeit für sich selbst und finden Sie keine Ausreden.

9. Vermeiden Sie es, zu viele Kohlenhydrate zu essen

Im Winter greifen wir oft zu bequemen Lebensmitteln, die voll mit Kohlenhydraten sind und schwer im Magen liegen. Nudeln, Brot, Kartoffelbrei und Kuchen können dazu verleiten, zu viel Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Es ist nicht nötig, Kohlenhydrate komplett aus der Ernährung zu streichen, aber zu viel davon können die Symptome der Winterdepressionen noch verschlimmern. Kohlenhydrate können Ihre Stimmung direkt durch einen kurzen Anstieg – und dem unvermeidbaren Fall – des Glukosespiegels beeinflussen. Essen Sie so viel gute Nahrungsmittel, wie Sie können, aber halten Sie sich mit den Kohlenhydraten zurück, wenn Sie sich im Winter häufig müde und lustlos fühlen.

10. Nehmen Sie wenn nötig Medikamente

Es gibt so viele verschiedene Symptome von Winterdepressionen und deren Schwere unterscheidet sich von Person zu Person. In manchen Fällen müssen Medikamente zur effektiven Behandlung der Depressionen genommen werden. Wenn Sie an SAD leiden und es Ihren Alltag und Ihre Beziehungen beeinträchtigt, kann Ihnen Ihr Arzt Antidepressiva verschreiben, um darüber hinwegzukommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die verschiedenen Optionen. In manchen Fällen werden auch Vitamin-Nahrungsergänzungsmittel in Verbindung mit anderen Medikamenten und Bewältigungstechniken empfohlen.

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