Fitness & Ernährung

10 Lebensmittel, die Gicht verursachen

Gicht ist eine schmerzhafte Komplikation, die 1-2 % der nordamerikanischen Bevölkerung betrifft. Obwohl Gicht letztendlich von selbst verschwinden kann, dauert der Prozess manchmal Jahre. Gichtanfälle dauern gewöhnlich eine Woche und die Mehrzahl der Betroffenen erleidet mehrere Anfälle pro Jahr.

Unbehandelt kann Gicht ein Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen darstellen und chronische Gicht kann sogar Nierensteine verursachen. Die Ursache für Gicht ist die Ansammlung von Harnsäure im Blut, die sich anschließend in den Gelenken festsetzt; in der Hälfte aller Fälle ist dabei der große Zeh betroffen, was auch als Fußgicht oder Podagra bezeichnet wird.

Die Symptome einer Gichtattacke können mittels nichtsteroidaler Antirheumatika und anderer Medikamente unter Kontrolle gebracht werden. Zur generellen Vorbeugung von Anfällen muss jedoch auf die Ernährung geachtet werden, denn eine ganze Reihe Nahrungsmittel können einen Gichtanfall auslösen. Jüngste Studien haben herausgefunden, dass viele Gemüsesorten, von denen angenommen wurde, dass sie Attacken auslösen, in Wirklichkeit das Anfallsrisiko senken. Dazu gehören Bohnen, Erbsen und Blattgemüse.

Hier sind zehn Nahrungsmittel, die häufig Gicht auslösen. Um Ihre Gicht im Zaum zu halten, sollten Sie versuchen diese zu vemeiden, oder in geringen Mengen zu verzehren.

1. Fisch

Falls sie an Gichtanfällen leiden, sollten Sie vielleicht einen Bogen um Fische mit hohem Puringehalt machen. Geringe Mengen an Purin in der Nahrung sind meist unbedenklich, aber größere Mengen führen zu Gicht. Fischsorten mit hohem Puringehalt sind u.a. Hering, Sardinen, Karpfen, Kabeljau, Schellfisch, Lachs, Forelle, Thunfisch und Sardellen. Kleine Mengen hiervon lösen keinen Anfall aus, viel purinreicher Fisch auf der Speisekarte erhöht das Risiko jedoch.


2. Alkohol

Alkoholkonsum ist eine der Hauptursachen eines schmerzhaften Gichtanfalls. Studien haben ergeben, dass dabei insbesondere Bier gefährlich ist. Eine Studie untersuchte 47.000 Männer, die regelmäßig zum Bierkrug greifen über einen Zeitraum von zwölf Jahren und kam zu dem Ergebnis, dass zwei Prozent davon an Gicht erkrankten. Diejenigen, die mehr Alkohol zu sich nahmen, hatten ein stark erhöhtes Gichtrisiko. Bier, das hochgradig purinhaltig ist, kann die Wahrscheinlichkeit einer Gichterkrankung bereits ab einem Glas pro Tag um 50 Prozent erhöhen. Außerdem sind Wein und hochprozentige Alkoholika zu meiden.


3. Koffein

Koffein wirkt harntreibend, was bedeutet, dass es dem Körper Wasser entzieht. Für Gichtkranke kann das gefährlich sein, denn die üblicherweise im Blut verteilte Harnsäure kann sich im Falle von Dehydratisierung in den Gelenken festsetzen. Eine Tasse Kaffee am Tag schadet nicht, aber größere Mengen in kurzen Zeiträumen können einen Gichtanfall auslösen.

4. Organe

Purine neigen dazu sich in tierischen Organen anzusammeln, was diese zu starken Auslösern von Gicht macht. Halten Sie sich bei fleischlicher Nahrung fern von Leber, Herz, Lunge und Milz. Kalbsleber ist dabei mit durchschnittlich 460 mg das purinhaltigste Organ. Tierfleisch ist zudem generell reich an Purinen, nur Hähnchenfleisch mit seinem moderaten Purinlevel erlaubt regelmäßigen Verzehr.


5. Frittiertes Essen

Stark fetthaltige Nahrungsmittel können einen Gichtanfall auslösen, weswegen frittiertes Essen zu meiden ist. Es hat sich gezeigt, dass Menschen mit einem höheren Body-MassIndex ein erhötes Risiko haben an Gicht zu erkranken. Dabei können frittierte Lebensmittel nicht nur einen Anfall auslösen, sondern sogar für chronische Gicht sorgen. Halten Sie sich deshalb fern von Essen, das in Öl frittiert wurde, sowie aufbackbaren Nahrungsmitteln. Letztere können mit zahlreichen Ölen versehen sein, die den Knusprigkeitsfaktor steigern.

6. Rindfleisch

Rindfleisch ist eines der hochwertigsten Vollwertnahrungsmittel, das große Mengen Purin enthält. Während diese Stoffe im gesamten Tier in moderaten bis hohen Mengen vorkommen, weisen Hals-, Lenden-, und Rippengegend, sowie der vielerort beliebte Rinderbraten die höchsten Purinwerte auf. Rind ist zudem stark fetthaltig, was ebenso einen Gichtanfall auslösen kann. Weitere Sorten roten Fleischs wie Lamm und Schwein haben auch sehr hohe Purinlevel, doch der generelle Verzicht darauf ist nicht notwendig, im Gegenteil, es kann sogar gesundheitsfördernd wirken.


7. Soft Drinks

Limonaden und vergleichbare Getränke sind gefährlich für Leute mit Gichtrisiko. Studien haben gezeigt, dass zwischen Gichtanfällen und mit Fruktose gesüßten Getränken ein Zusammenhang besteht. Die zunehmende Zahl an Gichtfällen in den letzten Jahrzehnten korreliert mit dem steigenden Konsum von Soft Drinks. Das Gichtrisiko ist dabei von 16 aus 100.000 Fällen im Jahr 1977 auf 42 aus 100.000 gestiegen. Beliebte Soft Drinks sind zudem koffeinhaltig, was die Wahrscheinlichkeit eines Gichtanfalls weiter erhöht. Das Koffein wirkt dehydrierend, was die Kristallisierung von Harnsäure in den Gelenken und den damit einhergehenden Gichtanfall zur Folge haben kann.


8. Schwere Soßen

Gicht wurde einst als Krankheit reicher Leute bezeichnet und sie kann definitiv von reichhaltigen Soßen verursacht werden. Die meisten Soßen und Dressings enthalten viel Fett und stellen somit ein Gichtrisiko dar. Die Tatsache, dass sie zumeist mit Fleisch serviert werden, verdoppelt zudem das Risiko. Zu meidende Soßen sind unter anderem heller und dunkler Bratensaft, Sauce Béarnaise, Béchamelsoße und Sauce Hollandaise.


9. Schalentiere

In Gegenden, die von der Fischerei leben, sind Gichtfälle um einiges stärker vertreten. Ursache kann der erhöhte Verzehr von Schalentieren sein, die moderate Mengen Purin enthalten und bei regelmäßiger Aufnahme den Körper überfordern und einen Gichtanfall provozieren können. Zu Schalentieren mit hohem Puringehalt zählen Hummer, Muscheln und Krabben. Angesichts der Tatsache, dass Fisch ebenfalls viel Purin enthält, ist es wichtig auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, die nicht zu viel Fisch und Meeresfrüchte enthält.


10. Fruchtsäfte

Früchte sind so gesund, dass es schwer fällt, sie als Risiko für Gicht zu sehen. Fruchtsäfte haben natürliche und künstliche Fruchtzuckerlevel. Ganze Früchte zu essen ist problemlos möglich, da die Ballaststoffe die Freisetzung des Zuckers begrenzen. Fruchtsäfte dagegen sind wie reines Zuckerwasser und Studien haben gezeigt, dass Frauen, die viel fruktosehaltige Flüssigkeit zu sich nahmen, ein um 74 Prozent höheres Gichtrisiko entwickelten. Getränke, die reich an Fruchtzucker sind, können den Harnsäurelevel erhöhen – halten Sie sich insbesondere fern von Orangensaft, da dieser ein besonders hohes Risiko für Gicht mit sich bringt.

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