Fitness & Ernährung

10 Gründe, warum Sie andauernd müde sind

Es ist ein Problem, mit dem viele von uns zu kämpfen haben: Müdigkeit mitten am Tag. Und es ist ein teures Problem. Nicht nur, dass es uns davon abhält, die Dinge zu tun, die wir gerne tun (Sport und der Besuch von Freunden und Familie) und die wir tun müssen (Arbeit), es kann auch eine Gefahr für unsere Gesundheit sein. Jährlich ereignen sich z.B. tausende Autounfälle allein aufgrund von Müdigkeit. Manchmal ist der Einfluss von Erschöpfung sogar noch bedeutender: Der Nuklearunfall von 1979 auf Three Mile Island (USA), die Exxon-Valdez-Ölkatastrophe sowie Tschernobyl (1986) waren alle die Folge von Müdigkeit

Was also führt dazu, dass wir uns so müde fühlen?

1. Das Training auslassen

Sie fühlen sich ein wenig müde? Das ist kein Grund das Training auszulassen. Die Wahrheit ist, dass ein Mangel an Sport einen erst recht müde machen kann. Der Trick ist es, sich regelmäßig für eine kurze Zeit – zwischen 20 und 30 Minuten – relativ intensiv zu bewegen (z.B. durch Joggen oder Fahrradfahren). Sie müssen keinen Marathon laufen, um volle Energie zu haben.

Gehen Sie einfach nach draußen und betätigen Sie sich körperlich. Schließlich ist regelmäßiger Sport nachweislich gut für Stärke und Ausdauer und lässt Ihren gesamten Körper effizienter arbeiten, wodurch man sich seltener müde fühlt.

2. Nicht genug Wasser trinken

Dehydrierung kann direkt mit Müdigkeit in Zusammenhang gebracht werden. Mediziner schätzen, dass bereits zwei Prozent Flüssigkeitsverlust einen bedeutenden Einfluss auf unseren Energielevel hat, da er zu einem sichtbaren Verlust an Blutvolumen führt.

Die Untersuchung erklärt, dass Wassermangel das Herz weniger effizient schlagen lässt. Das wiederum verringert die Geschwindigkeit, mit der Sauerstoff und Nährstoffe zu Muskeln und Organen transportiert werden. Erschöpfung ist damit vorprogrammiert. Stellen Sie also sicher, dass Sie den ganzen Tag über ausreichend Wasser zu sich nehmen.

3. Eisenmangel

Sie kennen vielleicht jemanden, der ein Problem mit Eisenmangel hat. Wenn ja, dann wissen Sie auch, dass die Person häufig über Müdigkeit, Schwäche und Konzentrationsprobleme klagt. Doch wir alle können an Eisenmangel leiden, was dazu führt, dass weniger Sauerstoff zu Muskeln und Zellen gelangt.

Die gute Nachricht ist, dass man dies durch eisenhaltige Nahrung leicht ändern kann. Mageres Rind, Kidneybohnen, Tofu, Eier, Blattgemüse und Nüsse eignen sich dafür zum Beispiel bestens. Ein weiterer Tipp ist der Verzehr von Lebensmittel mit viel Vitamin C, denn dieses hilft dem Körper bei der Aufnahme von eisenreichem Essen. Trinken Sie also ein Glas Orangensaft zu Rindfleisch und Kohl, wenn Sie sich wieder einmal müde fühlen.

4. Bleiben Sie gelassen

Es mag Sie überraschen, aber sich zu viele Sorgen zu machen, kann einen negativen Effekt auf ihre körperliche Gesundheit haben. Auch Stress genannt, können Sie sich dadurch psychisch und physisch erschöpft fühlen.

Es ist völlig normal gelegentlich angespannt oder gestresst zu sein und in diesen Zeiten sollte man am besten tief durchatmen und a) darüber nachdenken, wie vernünftig die Sorgen wirklich sind und b) was im schlimmsten Fall passieren könnte. Wahrscheinlich wird sich dann herausstellen, dass die Wirklichkeit nicht ganz so katastrophal ist, wie Ihre Gedanken. Wenn Sie allerdings die ganze Zeit tiefe Sorgen mit sich herumschleppen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

5. Das Frühstück auslassen

Nehmen wir an, Sie haben für einen Erwachsenen ausreichend geschlafen – zwischen sieben und acht Stunden – und sind nachts nicht aufgestanden, um zu essen. Das bedeutet, dass Ihr Körper eine ganze Weile ohne Nährstoffversorgung auskommen musste.

Ernährungswissenschaftlern zufolge ist es daher sehr wichtig, dass man das Frühstück nicht auslässt. Geben Sie Ihrem Körper unbedingt die Nahrung, die er braucht, um durch den Tag zu kommen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, so früh am Morgen bereits zu essen, dann sollten Sie es mit etwas kleinem wie einem Fitnessriegel versuchen. Wenn selbst das zu viel ist, dann reicht auch etwas Frucht oder ein Gemüse-Smoothie.

6. Zu viel Junk-Food

Es gibt einen Grund, warum Ernährungsberater Süßigkeiten und salzige Snacks wie Kartoffelchips als „leere Kalorien“ bezeichnen und der ist, dass Junk-Food sehr wenige Komponenten enthält, die der Körper wirklich verwerten kann (wie Vitamine oder Eiweiß).

Noch schlechter ist, dass diese Lebensmittel einen sehr hohen Glucose-Index aufweisen, was bedeutet, dass sie Ihren Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen können. Das ist kurzfristig kein Problem, führt aber letztendlich zu einem Energieabsturz, der einen noch müder als zuvor zurücklässt. Daher ist es wichtig, Nahrung mit viel Ballaststoffen und Eiweiß zu sich zu nehmen, die dem Körper für längere Zeit Energie spenden.

7. Zu viel Verantwortung übernehmen

Falls Sie hart arbeiten und voller Ambition sind, dann fällt es Ihnen wahrscheinlich nicht leicht „nein“ zu sagen, wenn Ihr Chef mit einer neuen Aufgabe auf Sie zukommt. Manchmal aber kann „Ja“ sagen schlecht für die Gesundheit sein, insbesondere für die eigenen Kraftreserven. Richtig problematisch wird es, wenn Sie aufgrund all der neuen Verantwortlichkeiten nicht mehr ausreichend essen, Sport treiben und schlafen.

Experten schlagen daher vor sich eine Liste an Aufgaben zu machen und herauszufinden, welche davon am wichtigsten sind. Dann sollten Sie Ihren Chef darauf hinweisen, dass Sie nicht die Zeit haben, alles zu tun. Falls notwendig, erklären Sie ihm warum – denn manchmal sehen Vorgesetzte auch einfach nicht, wie viel Arbeit auf ihren Untergebenen lastet. Das Allerletzte, was ein Chef jedoch wollen kann, ist ein Mitarbeiter, der ständig müde ist.

8. Ihre Umgebung ist ein einziges Chaos

Egal ob zu Hause oder im Büro (oder beides) – Unordnung erschöpft den Verstand. Sie hindert einen daran sich auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren und kann einen im schlimmsten Fall sogar das Gefühl geben, dass gerade alles über einem zusammenbricht

Der schiere Anblick eines unaufgeräumten Schreib- oder Küchentischs am Morgen kann bereits überwältigend sein und einen ohnmächtig zurücklassen. Im Gegensatz dazu erweckt ein sauberer und organisierter Arbeitsplatz oder Wohnraum den Eindruck erhöhter Effizienz, was Stress abhält und die Kraftreserven schont.

9. Alkohol vor dem Schlafengehen

Es ist nicht zu bestreiten, dass ein wenig Alkohol nach einem langen Arbeitstag beim Abschalten helfen kann. Aber es ist wichtig, nicht zu viele Drinks zu sich zu nehmen, bevor man ins Bett steigt, da Alkohol deutliche Nebenwirkungen hat.

Letztendlich erhöht Alkohol die Wahrscheinlichkeit, mitten in der Nacht aufzuwachen. Folge dessen wirft man sich stundenlang hin und her und ist am nächsten Morgen unendlich erschöpft. Daher raten Ärzte, ein paar Stunden vor der Schlafenszeit keine alkoholischen Getränke mehr zu sich zu nehmen.

10. Benachrichtigungen kurz vor dem Schlafengehen lesen

Es kann schwer sein, stundenlang keine E-Mails, Textnachrichten oder soziale Netzwerke abzurufen. Doch permanente Verfügbarkeit erhöht den eigenen Stresspegel drastisch, was es schwer macht, zu entspannen und einzuschlafen.

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten eine E-Mail von Ihrem Chef, in der Ihnen eine neue Aufgabe übertragen wird. Sind Sie dafür nicht am nächsten Morgen nach acht Stunden Schlaf besser gewappnet, als kurz vor der Schlafenszeit? Daran sollten Sie sich erinnern, wenn Sie das nächste Mal im Bett noch schnell nach Smartphone oder Tablet greifen.

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