Erziehung

Zeigt Ihr Haustier Symptome von Lyme-Borreliose

Laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung infizieren sich in Deutschland jährlich bis zu 100.000 Menschen – und das sind nur Fälle zweibeiniger Opfer.

Borreliose gehört zu den häufigsten, durch Zecken übertragenen Krankheiten weltweit. Ausgelöst wird sie durch den Bakterientyp Borrelia burgdorferi. Übertragen wird die Lymekrankheit insbesondere durch die Schildzecke Gemeiner Holzbock sowie durch die Igel-, Schaf- und Auwaldzecke. Sie sind extrem schwer zu finden, da sie in der Regel ungefähr so groß sind wie der Punkt am Ende dieses Satzes. Normalerweise infiziert sich ein Tier nur, wenn die Zecke mindestens 18 Stunden an dem Hund hängt.

Am Besten untersuchen Sie Ihren Hund auf Zecken, indem Sie mit einem Luftgebläse oder einem Föhn durch sein Fell streichen. Alternativ können Sie das Fell bürsten oder mit den Händen durchfahren. Untersuchen Sie besonders die Ohren, den Kopf, Nacken, Unterbauch und die Pfoten Ihres Hundes und achten Sie auf diese neun Symptome …

1. Entzündete Gelenke

Das offensichtlichste Zeichen von Borreliose bei Vierbeinern ist eine Entzündung der Gliedmaßen und Gelenke, die sich durch Lahmheit äußert. Diese macht es dem Hund für etwa eine Woche äußerst schwer sich zu bewegen, weshalb er oft steif und mit vor Schmerzen gekrümmtem Rücken läuft.

2. Wechselnde Lahmheit

Wenn ein Hund unter Lahmheit, der schmerzhaften Entzündung von Gelenken, leidet, zeigt sich dies beim Gehen häufig durch ein Wechseln der Beine. Dabei wechselt die Lahmheit von einem Bein zum Anderen und die normale Funktionsweise wird durch Phasen der Steifheit und des Schmerzes abgelöst. Die Gelenke sind geschwollen und fühlen sich bei Berührung weich und warm an.

3. Nierenprobleme

Eine unbehandelte Lymekrankheit führt besonders bei Hunderassen wie Golden Retriever, Labrador und Berner Sennenhund meistens zu Nierenproblemen. Damit zusammenhängende Nierenentzündung, oder eine sogenannte Glomerulonephritis, führt letztendlich zu Fehlfunktionen und komplettem Organversagen. Zu den Anzeichen für Nierenprobleme bei Hunden gehören unstillbarer Durst, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, häufiges Urinieren, ein aufgeblähter Bauch und Flüssigkeitseinlagerung.

4. Weiche Gelenke

Allerdings entwickelt ein kleiner Teil infizierter Hunde auch wunde, schmerzhafte Gelenke, die auch Wochen oder Monate nach der Infektion noch berührungsempfindlich sind. Vielleicht fällt Ihnen ja auf, dass Ihr sonst aktiver, energiegeladener Hund viel herumliegt und lieber drinnen bleibt, als draußen zu spielen.

5. Sichtbare Schwierigkeiten beim Bewegen und Gehen

Die meisten Hunde sind ein Trauerspiel, wenn sie Schmerzen haben. Schwierigkeiten beim Bewegen, Gehen, Klettern und Aufstehen können ein erstes Anzeichen für eine Krankheit Ihres Lieblings sein. Auch werden die meisten Hunde sich nur widerwillig bewegen und beim schnellen Aufstehen jaulen. Außerdem werden sie jaulen oder beißen, wenn auf die entzündeten Gelenke gedrückt wird.

6. Depression

Depressionen können mit einer Entzündung der Gelenke, Schmerzen und Erschöpfung einhergehen. Viele der erkrankten Hunde werden so depressiv, dass sie ihren Appetit verlieren und das Essen komplett einstellen.

7. Geschwollene Lymphdrüsen

Genau wie bei Menschen, reagieren die Lymphknoten von Hunden auf jede Form der Krankheit oder Infektion. Deshalb könnten Sie an den Beinansätzen Ihres Hundes geschwollene Lymphknoten bemerken. Dort liegen die Lymphdrüsen. Zudem bemerken Sie beim Streicheln Ihres Hundes vielleicht eine Schwellung an der Stelle des Zeckenbisses.

8. Fieber

Häufig zeigen Hunde mit Borreliose nicht dieselben Symptome wie infizierte Menschen, aber niedriges Fieber ist ein Spezies-übergreifendes Symptom. Ihr Hund könnte bei Berührung heiß sein und mehr als gewöhnlich trinken.

9. Überhaupt keine Symptome

Leider zeigen die meisten, mit Lyme-Borreliose infizierten Hunde keine Symptome, bis es zu spät ist. Wenn Sie in einem typischen Verbreitungsgebiet von Zecken leben, ist es daher enorm wichtig, dass Sie Ihren Hund regelmäßig auf Zecken untersuchen, indem Sie ihn bürsten, streicheln und ihn zu seinem jährlichen Check-Up und Borreliose-Test beim Tierarzt bringen.

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