Die besten natürlichen Heilmittel gegen Gicht

Gicht ist eine Art von Arthritis, die starke Schmerzen und Beschwerden in den Gelenken verursacht. Sie kann jeden Körperteil betreffen, einschließlich Ohren, Handgelenke, Knie, Knöchel und sogar kleine Gelenke in den Händen. Menschen, die an Gicht leiden, haben mit Schüben zu kämpfen, die sich in Form von Entzündungen, Schwellungen und Druckempfindlichkeit der Gelenke äußern.

Diese Erkrankung wird durch einen hohen Harnsäurespiegel im Körper verursacht. Sie steht aber auch im Zusammenhang mit Bewegungsmangel, hohem Alkoholkonsum, Stress, eiweißreicher Ernährung und genetischen Faktoren. Gicht ist zwar behandelbar, kann aber auch in Verbindung mit anderen Gesundheitsstörungen auftreten, so dass eine angemessene medizinische Behandlung erforderlich ist. Neben Medikamenten und Arzneimitteln gibt es viele natürliche Hausmittel, die helfen können, die Symptome von Gicht zu lindern. Dazu zählen unter anderem…

1. Viel Wasser trinken

Diese Maßnahme ist ganz einfach und wir alle sollten sie regelmäßig durchführen. Laut Reader’s Digest besteht eines der besten Mittel gegen die Symptome von Gicht darin, viel Wasser zu trinken. Wer mit Schmerzen und Schwellungen zu kämpfen hat, sollte darauf achten, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das Wasser hilft, die im Körper angesammelte Harnsäure auszuspülen und die Gicht unter Kontrolle zu halten.

Ein weiterer Grund, viel Wasser zu trinken, ist die Erhaltung der Gesundheit der Nieren. Wenn unsere Nieren in guter Verfassung sind, kann die Menge an Harnsäure im Körper reduziert werden, was die Ablagerung von Kristallen und zukünftige Gichtanfälle verhindert. WebMD weist auch darauf hin, dass bei einem Mangel an Wasser und Flüssigkeitszufuhr der Harnsäurespiegel im Körper noch weiter ansteigt. Um einen normalen Harnsäurespiegel aufrechtzuerhalten, ist es am besten, den ganzen Tag über genug zu trinken.

2. Kalte Kompressen

Eine kalte Kompresse ist bei jeder Art von Schwellung das Mittel der Wahl. Das gilt auch für Gicht. Reader’s Digest empfiehlt, die betroffene Stelle in kaltes Wasser zu tauchen, anstatt Eis zu verwenden. In manchen Fällen kann Eis nämlich die Haut schädigen und den Zustand verschlimmern.

WebMD weist jedoch darauf hin, dass Gicht mit einer Kältepackung oder mit in ein dünnes Handtuch eingewickeltem Eis gelindert werden kann. Die Quelle empfiehlt, die Packung mehrmals täglich für bis zu 20 Minuten auf das Gelenk zu legen. Wenn Sie an Diabetes oder Nervenproblemen leiden, sollten Sie das Eis aber weder an den Händen noch an den Füßen auflegen.

3. Das Gelenk hochlagern

Gicht befällt bekanntlich die Gelenke in Händen, Füßen, Knien und Knöcheln. Das häufigste Symptom sind Schmerzen und Schwellungen. Es wird daher empfohlen, das betroffene Gelenk während eines Ausbruchs oder bei Unwohlsein hochzulegen. „Dadurch werden Blut und Flüssigkeit angeregt, sich vom Gelenk weg und zurück zum Herzen zu bewegen“, sagt Medical News Today.

Die Quelle schlägt auch vor, eine kalte Kompresse in Verbindung mit dem Hochlegen des Gelenks zu verwenden, um die Gichtsymptome noch weiter zu lindern.

4. Kirschen essen

Diese köstliche Frucht hat zahlreiche antioxidative Eigenschaften und ist daher ein hervorragendes Mittel gegen Gicht. Aufgrund ihres Gehalts an Anthocyanen wirken Kirschen entzündungshemmend und lindern Gichtanfälle. Reader’s Digest empfiehlt, täglich etwa 15 bis 20 Kirschen zu essen.

Sie können auch Schwarzkirschsaft oder einen Schwarzkirschsaft-Extrakt verwenden. Dr. Axe verweist auf eine Studie, die in der Zeitschrift Arthritis & Rheumatism veröffentlicht wurde. Darin wurde festgestellt, dass sechs der Personen, die Kirschextrakt verwendeten, ihre Gichtsymptome in nur zwei Tagen reduzieren konnten. Es wird angenommen, dass diese Behandlung Gichtanfälle um 35 Prozent reduzieren kann. „Wenn die Kirschen zusammen mit Allopurinol eingenommen wurden, einem verschriebenen Medikament gegen Gicht und Nierensteine, war das Risiko von Gichtanfällen um 75 Prozent geringer“, schreibt Dr. Axe.

5. Selleriesamenextrakt

Selleriesamenextrakt und Selleriesaft eignen sich hervorragend zur Behandlung von Gichtsymptomen, da sie die Ansammlung von Harnsäure im Körper reduzieren können. Forschungen zufolge enthält Sellerie mehr als ein Dutzend „wirkungsvolle Antioxidantien, darunter Phenolsäuren wie Koffeinsäure und Ferulasäure sowie Flavanole wie Quercetin“, schreibt Dr. Axe. Diese Antioxidantien sind der Grund für die Wirksamkeit von Sellerie bei der Behandlung von Entzündungen, Gelenkschmerzen, Gicht, Nieren- und Leberinfektionen, Hauterkrankungen, Reizdarmsyndrom und Harnwegsinfektionen (neben vielen anderen).

Und wo bekommt man Selleriesamenextrakt? Dr. Axe sagt, dass er als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist, aber Sie können auch einen Entsafter verwenden, um Ihren eigenen Selleriesaft herzustellen. Oder Sie essen einfach Sellerie über den Tag verteilt.

6. Äpfel essen

Ein Apfel am Tag hilft gegen Gicht! Äpfel enthalten Apfelsäure, die dazu beiträgt, die Harnsäure im Körper zu reduzieren. “Die Apfelsäure macht Äpfel zu einem der besten Mittel gegen Gicht, weil sie die Schwellung reduziert und die Schmerzen lindert”, so Reader’s Digest.

Allerdings gibt es nicht viele wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Aussage belegen. Außerdem kann der Verzehr von Äpfeln problematisch sein, da sie Fruchtzucker enthalten, der eine Hyperurikämie auslösen kann, die wiederum zu einem Aufflammen der Gicht führen kann. Healthline empfiehlt, für die allgemeine Gesundheit nur einen Apfel pro Tag zu essen, es aber nicht zu übertreiben, da dies zu einem übermäßigen Zuckerkonsum führen kann.

7. Sport

Häufig wird Gicht durch Übergewicht verursacht oder ist mit diesem verbunden. Deshalb ist Bewegung eine logische Maßnahme zur Behandlung von Gicht. Gichtausbrüche können durch Stress verursacht werden, der durch Sport abgebaut werden kann. Ob es Ihnen also gefällt oder nicht, Sport ist eine der besten Möglichkeiten, um Gichtsymptome zu lindern und zu verhindern! Das Beste daran ist, dass der Sport völlig kostenlos ist. Es kostet nichts, sich zu bewegen.

„Bewegung senkt den Harnsäurespiegel im Körper, indem sie die Glukosemenge im Blut normalisiert“, schreibt Reader’s Digest. „Bewegung hilft, die Häufigkeit und Schwere von Schüben zu verringern.“

8. Zitronenwasser trinken

Wie wir bereits erwähnt haben, ist eine der Ursachen für Gicht ein hoher Harnsäuregehalt im Körper. Die beste Methode zur Linderung der mit Gicht verbundenen Symptome besteht also darin, die Menge an Harnsäure im Blutkreislauf zu senken. „Zitronensaft alkalisiert den Körper und reduziert die Menge an Säure“, schreibt Reader’s Digest.

Um Zitronenwasser selbst herzustellen, mischen Sie den Saft einer Zitrone mit einem halben Teelöffel Backpulver. Die Quelle empfiehlt, das Ganze in ein Glas Wasser zu gießen und sofort zu trinken. Sie können auch einfach Zitronensaft ins Wasser geben. Bei der letzteren Methode sollten Sie versuchen, drei Gläser pro Tag zu trinken.

9. In Bittersalz baden

Ein Bad mit Bittersalz hilft hervorragend, Stress abzubauen und Gicht zu behandeln. Dise Salze haben aufgrund Ihres hohen Magnesiumgehalts entzündungshemmende Wirkung und senken so das Gichtrisiko. Diesbezüglich gibt es allerdings einige Spekulationen, da man herausgefunden hat, dass Magnesium nicht gut genug über die Haut aufgenommen werden kann, um einen gesundheitlichen Effekt zu erzielen.

Aber einen Versuch ist es wert! Wenn Sie dieses Mittel ausprobieren möchten, empfiehlt Reader’s Digest, „den betroffenen Körperteil in einer Mischung aus Bittersalz und warmem Wasser zu baden, um Schmerzen zu lindern und Schwellungen zu reduzieren.“ Verwenden Sie etwa 1 bis 2 Tassen des Salzes in Ihrem Bad.

10. Bananen essen

Ähnlich wie Äpfel werden auch Bananen als eine Frucht angepriesen, die bei Gicht helfen kann. Bananen haben einen hohen Kaliumgehalt, was sehr gut ist, da Kalium die Funktion von Gewebe und Organen unterstützen kann.

Allerdings sollte man den Gehalt an Fruchtzucker im Auge behalten, da er ein Auslöser für Gicht sein kann. „Es gibt viele Lebensmittel, die mehr Kalium und weniger Zucker enthalten als Bananen, wie z. B. dunkles Blattgemüse und Avocados“, schreibt Healthline. Um die aufgenommene Zuckermenge zu begrenzen, sollten Sie sich auf eine Banane pro Tag beschränken. Wenn Bananen als Mittel gegen Gicht angepriesen werden, sollte man allerdings bedenken, dass es dafür keine wissenschaftlichen Belege gibt.

11. Ingwerwurzel

Ingwer ist für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und eignet sich daher hervorragend zur Behandlung von Gicht. Healthline verweist auf eine Studie, in der festgestellt wurde, dass Ingwer in Form einer topischen Lösung die durch Harnsäure verursachten Schmerzen lindern kann. Eine andere Studie ergab, dass bei Menschen mit „hohen Harnsäurewerten (Hyperurikämie) der Serumharnsäurespiegel durch Ingwer gesenkt wurde“, schreibt die Quelle. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei den Probanden in dieser Studie um Ratten handelte und der Ingwer innerlich und nicht äußerlich eingenommen wurde.

Ingwer kann auf vielfältige Weise in die Ernährung integriert werden, aber am einfachsten ist es, ihn in Form eines Tees oder einer selbstgemachten äußerlichen Lösung einzunehmen. Um einen Tee zuzubereiten, kochen Sie etwas Wasser und lassen Sie 2 Teelöffel Ingwerwurzel für etwa 10 Minuten ziehen. Trinken Sie diesen Tee etwa 2 bis 3 Mal am Tag. Sie können auch eine Paste herstellen. Healthline empfiehlt, Wasser mit 1 Teelöffel geriebener frischer Ingwerwurzel zu kochen. Weichen Sie einen Waschlappen in der Mischung ein und lassen Sie ihn dann abkühlen. Nach dem Abkühlen tragen Sie den Lappen mindestens einmal täglich für jeweils 15 bis 30 Minuten auf die betroffene Stelle auf.

12. Backpulver

Das klingt vielleicht ein wenig seltsam, aber es funktioniert wirklich! Backpulver kann Gichtbeschwerden lindern, weil es, wie viele der anderen Mittel auf dieser Liste, die Menge an Harnsäure im Körper reduziert. Durch die Reduzierung der Harnsäure gehen die Schmerzen bei Gicht zurück.

Reader’s Digest empfiehlt, einen halben Teelöffel Natron in ein Glas Wasser zu mischen. Trinken Sie diese Lösung während eines Gichtanfalls zwei Wochen lang viermal am Tag. Die Quelle weist darauf hin, dass Personen über 60 Jahre diese Lösung nur dreimal täglich trinken sollten.

13. Apfelessig

Wir geben zu, dass Apfelessig nicht so toll schmeckt, aber er wirkt! Diese Kochzutat wirkt aufgrund des Säuregehalts des Essigs wahre Wunder bei Schmerzen und Schwellungen. Laut Reader’s Digest genügt es, einen Teelöffel Apfelessig in ein Glas Wasser zu geben. Trinken Sie diese Mischung dreimal am Tag, um die Gicht in Schach zu halten. Wenn dieses Mittel bei Ihnen wirkt, können Sie die Menge des Apfelessigs im Wasser auch noch erhöhen.

14. Brennnesseltee

Vielleicht haben Sie noch nie etwas von Brennnesseltee gehört, da er nicht sehr verbreitet ist. Er wird aus Brennnesseln (Urtica dioica) hergestellt, einem pflanzlichen Heilmittel, das zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen eingesetzt wird, berichtet Healthline. Es gibt zwar nicht allzu viele wissenschaftliche Belege dafür, aber ihre Verwendung ist gut dokumentiert. Healthline verweist auf eine Studie, wonach die Brennnessel die Nierenfunktion verbessern kann. Bei den Probanden dieser Studie handelte es sich um männliche Kaninchen, und die “Nierenschädigung wurde durch die Verabreichung des Antibiotikums Gentamicin ausgelöst.”

Dr. Axe beschreibt die Brennnessel als einen “starken entzündungshemmenden Phytonährstoff”, der in Form eines Tees getrunken werden kann. Eine in der Zeitschrift Toxicology and Applied Pharmacology veröffentlichte Übersichtsarbeit ergab, dass die Brennnessel eine entzündungshemmende Wirkung hat. Sie kann als Tee oder als Nahrungsergänzungsmittel gekauft werden.

Um diesen Tee zuzubereiten, geben Sie 1 bis 2 Teelöffel getrockneter Brennnesseln in eine Tasse und gießen sie mit kochendem auf. Trinken Sie jeden Tag 3 Tassen.

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