Behandlung & Prävention

Die 10 größten Fehler beim Sonnenschutz

Der Sonne kann man nicht so einfach aus dem Weg gehen. Wenn sie scheint, folgt sie uns wohin auch immer wir gehen und meistens mögen wir das auch. Was wir hingegen nicht mögen, ist der Schaden, den sie anrichtet, wenn wir ihr zu lange ungeschützt ausgesetzt sind. Hier kommt Sonnencreme ins Spiel. Durch das Auftragen von Sonnencreme können wir uns nahezu unbesorgt den Sonnenstrahlen aussetzen. Manche Menschen werfen jedoch alle Vorsicht über Bord und legen sich oft über Jahre hinweg ungeschützt in die Sonne. Aber zum Glück haben die meisten von uns die Warnung vor den UVA- und UVB-Strahlen sowie deren Zusammenhang zu Hautkrebs ernst genommen. Oft besteht jedoch Unklarheit darüber, welche Sonnencreme am besten geeignet ist, da es so viele Marken mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren (LSF) gibt. Selbst wenn Sie die richtige verwenden, können Sie immer noch Fehler beim Sonnenschutz machen ohne es zu realisieren.

Hier ist eine Zusammenfassung der gröbsten Fehler, die beim Sonnenschutz begangen werden …

1. Zu wenig Sonnencreme

Egal ob Sie eine Lotion, ein Spray oder ein Gel verwenden, die Regel bleibt immer die gleiche: Sie müssen Sonnencreme reichlich und oft auftragen. Die Sonne spielt keine Spielchen wenn sie unbarmherzig auf Sie hinab scheint, und sie wartet auch nicht darauf, bis die Sonnencreme von Ihrer Haut aufgenommen wurde. Sie interessiert es auch nicht, ob Sie vergessen haben alle paar Stunden und nach dem Baden erneut Sonnenschutz aufzutragen. Eine Faustregel ist, Sonnencreme mindestens 20 Minuten bevor Sie das Haus verlassen gleichmäßig auf der Haut zu verteilen, sodass sie genug Zeit hat, von der Haut aufgenommen zu werden. Wenn Sie vorhaben lange draußen zu bleiben, sollten Sie reichlich verwenden. Zu viel ist besser als zu wenig.

2. Die Mittagssonne

Viele Menschen sind gerne draußen, wenn die Sonne am hellsten scheint. Das bedeutet normalerweise in der Zeit von 11 bis 15 Uhr. Dann ist die Sonne jedoch auch am gefährlichsten, und wenn Sie sich zu lange darin aufhalten, werden Sie auch den Preis dafür bezahlen müssen. Aber hoffentlich nichts Schlimmeres als einen Sonnenbrand und sich schälende Haut nach ein paar Tagen. Sie können das Risiko minimieren, indem Sie viel Sonnencreme verwenden, einen Hut tragen, der Ihr Gesicht und den Nacken schützt, oder gelegentlich in den Schatten gehen. Wenn Sie merken, dass es Ihnen zu heiß wird, ist das ein guter Zeitpunkt, um zumindest bis zum späten Nachmittag Schutz zu suchen.

3. Versteckspiel mit der Sonne

Denken Sie an ein Versteckspiel. Sie wissen, dass jemand mit Ihnen spielt, obwohl Sie ihn nicht sehen können. Mit der Sonne ist es das Gleiche. Auch wenn Sie sie nicht sehen, bedeutet das nicht, dass sie keinen Einfluss auf Sie hat. Sie müssen sich schützen, denn selbst an einem bewölkten Sommertag sind Sie genauso starken UVA-Strahlen ausgesetzt, wie an einem warmen sonnigen Tag im Sommer. Diese Strahlen lassen die Haut altern und verursachen Krebs. Am besten gehen Sie es wie an jedem anderen sonnigen Tag an: Wenn Sie lange Zeit draußen sind, tragen Sie Sonnencreme auf und Sie müssen sich keine Sorgen mehr machen.

4. Außerhalb des Sommers

Dieses Ding vor Ihren Augen heißt Sonnenbrille und nicht Sommerbrille. Ebenso heißt die Lotion, die Sie zum Sonnenschutz auftragen Sonnencreme und nicht Sommercreme. Ski- und Snowboardfahrer wissen, dass es in den Wintermonaten im Schnee wahnsinnig grell werden kann. Gerade bei der Kombination aus Höhenlage und vom Schnee reflektierter Sonnenstrahlen müssen Sie aufpassen, da hier das Risiko von Schädigungen durch die Sonne und letztendlich Hautkrebs stark erhöht wird.

5. Fehlinterpretation von hohem LSF

LSF steht für Lichtschutzfaktor und wird oft missverstanden. Laut der Seite onemedical.com gibt er „den theoretischen Zeitraum an, der in der Sonne verbracht werden kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen“. Die Seite bemerkt weiterhin, dass es Ihnen ein LSF von 15 erlaubt, 15 Mal länger in der Sonne zu bleiben, als ohne Schutz. Es wird auch klargestellt, dass ein höherer LSF mehr Strahlen abblockt. Ein Produkt mit einem LSF von 15 filtert 93% der UVB-Strahlen heraus, während ein LSF von 30 auf ungefähr 97% kommt. Im Bewusstsein dieser Zahlen schleicht sich oftmals ein falsches Sicherheitsbewusstsein ein. Aber seien Sie vorsichtig und beachten Sie die nächste Seite …

6. LSF und andere Faktoren

Eine Sonnencreme mit LSF 50+ zum Beispiel ist hocheffektiv gegen die Überbelastung durch die Sonnenstrahlen. Aber diese große Zahl beutet nicht zwangsläufig, dass Sie geschützt sind, wenn Sie anfällige Haut oder Fälle von Hautkrebs in der Familie haben. In diesen Fällen gehören Sie einer Risikogruppe an und sollten besonders wachsam sein. Wenn Sie bestimmte Medikamente (z.B. Antibiotika oder Produkte mit Retinol) einnehmen, kann Ihre Haut sensibler auf die Sonnenstrahlen reagieren. Und wenn Sie gerade aus dem Wasser gekommen sind oder viel geschwitzt haben, kann dieser hohe LSF leicht abgewaschen worden sein und muss deshalb neu aufgetragen werden.

7. Verwenden Sie ein breites Sonnenschutzspektrum

Bei breitem Sonnenschutzspektrum denke ich zum Beispiel an einen weiten Sonnenhut, der Ihr ganzes Gesicht schützt und somit maximalen Schutz gegen schädliche UVA- und UVB-Strahlen bietet. Die Worte „breites Sonnenschutzspektrum“ sind oft auf Verpackungen von Sonnencremes zu lesen. Die Websseite skincancer.org liefert weitere Informationen auf was geachtet werden sollte und bemerkt: „Viele der heutigen Sonnencremes kombinieren mehrere verschiedene Aktivchemikalien und weitere Inhaltsstoffe, um ein breites Spektrum an Sonnenschutz zu bieten“. Normalerweise werden mindestens drei aktive Zutaten verwendet. Meistens sind das PABA-Derivative, Slicyclat und/oder Cinnamat (Octylmethoxycinnamat und Cinoxat) für die Absorption von UVB; Bnezophenone (wie Oxybenzophenon und Sulisobenzon) für kurzwelligen UVA-Schutz; und Avobenzon, Ecamsul (MexoryITM), Titaniumdioxid oder Zinkoxid für das übrige UVA-Spektrum.

8. Einen Fleck vergessen!

Die Mitte des Rückens ist schwer zu erreichen, aber die Sonne wird diesen Bereich mit Sicherheit finden, wenn Sie auf dem Bauch liegen. Wenn Sie also keinen Freund dabei haben, der Sie dort eincremt, ist dieser Teil verwundbar. Die Strahlen können außerdem die Kopfhaut angreifen, auch wenn Sie dichtes Haar haben. Sie mögen wahrscheinlich keine Sonnencreme in Ihren Haaren haben, weshalb ein Hut hier die beste Lösung darstellt. Ihre Ohren werden auch etwas abbekommen, wenn Sie sie nicht eincremen und dasselbe gilt für die Nase und den Nacken … sowie die Stirn und die Wangen. Die Oberseite der Füße wird am allerhäufigsten vergessen. Dort haben Sie jedoch auch Haut, die ebenfalls geschützt werden muss.

9. Die Lippen

Von allen Bereichen Ihres Gesichts, bekommen die Lippen die meiste Strahlung ab. Da sie von der Zunge abgeleckt werden und ständig Essen oder Trinken an Ihnen vorbei muss, verschwindet auch der Lippenbalsam, den Sie gewissenhaft aufgetragen haben, sehr schnell. Wenn Sie über einen längeren Zeitraum draußen sind, sollten Sie sicher gehen, dass Ihr Lippenbalsam einen LSF hat. Mädels, wenn ihr Lipgloss verwendet, solltet ihr ihn erst auftragen, nachdem ihr die Lippen mit Sonnenschutz-Lippenbalsam eingecremt habt. Lippenbalsam ist billig, kann überall mit hingenommen werden und wird in jedem Drogeriemarkt verkauft. Hier gibt es also keine Entschuldigungen.

10. Makeup ist keine Sonnencreme

Feuchtigkeitscreme und Aftershavelotion – manchmal ist in diesen Produkten Sonnencreme enthalten, aber wenn Sie über einen längere Zeit der grellen Sonnen ausgesetzt sind, schützt Sie das nicht genügend gegen die Sonne. Das gilt auch für die Grundierungen und gepressten Puder, die Sonnenschutzmittel enthalten. Laut Experten muss man die siebenfache Menge dessen, was Sie normal an Makeup auftragen, verwenden, um den ganzen LSF des Produkts zu erhalten. Wenn Sie eh schon Makeup mit sich herumtragen, macht eine kleine Tube Sonnencreme auch keinen Unterschied mehr.

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