Behandlung & Prävention

9 Dinge, die Sie über den Krankenversicherungsschutz wissen sollten

Wir denken nicht oft über unsere Gesundheit nach, außer wir sind krank oder verletzt. Wenn wir jedoch schnell wieder gesund werden wollen, verlassen wir uns oft darauf, dass unsere Krankenversicherung die Kosten für Hausbesuche des Arztes, rezeptpflichtige Medikamente und Krankenhausaufenthalte übernimmt. Man will sich schließlich nicht wegen eines kleinen Fahrradunfalls für den Rest seines Lebens in Schulden stürzen.

Egal ob Sie eine Krankenversicherung für die Arbeit oder für Privatangelegenheiten suchen, hier sind neun Faktoren, die Sie beachten sollten …

1. Die Tarife von Arbeitgebern sind nicht immer die besten

Auch wenn Ihr Arbeitgeber eine Krankenversicherung für die Angestellten anbietet, ist das nicht immer die beste Lösung für Sie. Bedenken Sie, dass wir nicht in einer “Universal-Gesellschaft“ leben und es passieren kann, dass Sie vorher bereits eine Krankheit haben, die nicht von der Versicherung abgedeckt ist. Lesen Sie deshalb das Kleingedruckte.

2. Überlegen Sie in einen Gruppentarif zu gehen

Eine Krankenversicherung mit Gruppentarif kann, besonders wenn Sie selbstständig sind, Ihre Kreditwürdigkeit sichern, wenn Sie krank werden und nicht entsprechend abgesichert sind. Zudem können Sie mit einer vorher vorhandenen Krankheit einen Gruppentarif auswählen, der speziell für diese Krankheit ausgelegt ist.

3. Wann sollte ich mich allein versichern

Wussten Sie, dass Sie bei einem Gruppentarif, entsprechend der Gesundheit aller anderen, Prämien bezahlen? Wenn Sie also vollkommen gesund sind, aber Herr Müller aus der Buchhaltung eine Herzerkrankung hat, fallen für den Gruppentarif, in den jeder einzahlt, höhere Prämien an. Manchmal ist es um einiges besser, dass Sie, bei guter Gesundheit, in einen eigenen Tarif einzahlen, um die Prämien niedriger zu halten.

4. Niedrige Prämien bedeuten nicht gleich günstigster Tarif

Wählen Sie nicht einfach die Krankenversicherung mit den niedrigsten monatlichen Prämien. Das ist ein häufiger Fehler, da die Kunden nicht bedenken, warum die Prämien so niedrig sind – in den meisten Fällen sind die monatlichen Kosten woanders versteckt – wie Nebenzahlungen (ein Prozentsatz, der für den Service gezahlt werden muss), jährliche Selbstbeteiligung und Nebenversicherungen.

5. Scheuen Sie sich nicht vor Tarifen mit hoher Selbstbeteiligung

Natürlich sind eine hohe Selbstbeteiligung oder hohe Prämien jeden Monat schwer zu schlucken, wenn Sie es sich jedoch leisten können und Ihr Tarif alle erdenklichen gesundheitlichen Probleme abdeckt, können Sie einem unvorhergesehenen Bankrott entgehen, wenn Ihre gute Gesundheit plötzlich umschlägt und Sie sich auf Ihre Versicherung stützen müssen.

6. Holen Sie sich einen Makler für Krankenversicherungen

Vielen ist nicht bekannt, dass Ihnen ein Makler für Krankenversicherungen mit seiner Expertise helfen kann, eine geeignete Versicherung zu finden und die zahllosen Formulare auszufüllen. Stellen Sie jedoch sicher, dass diese nicht nur an bestimmte Anbieter gebunden sind (weil der Makler von diesen Provision bekommen).

7. Kostendeckung für Fachärzte

Wenn Sie zu einem Facharzt gehen – Frauen bevorzugen beispielsweise einen Gynäkologen gegenüber einem Allgemeinmediziner – überprüfen Sie vorher, ob die Kosten für diesen Arzt in Ihrem Tarif übernommen werden. Bestimmte Tarife haben gewisse Einschränkungen bei der Wahl des Arztes (z.B. HMO), wohingegen ihnen PPO Tarife die Möglichkeit geben, mit einer Empfehlung von Ärzten außerhalb des Netzwerks versorgt zu werden.

8. Verschreibungspflichtige Medikamente

Manche verschreibungspflichtige Medikamente werden nicht von der Versicherung übernommen, bei manchen Tarifen sind sogar keinerlei verschreibungspflichtige Medikamente enthalten. Lesen Sie in jedem Fall das Kleingedruckte unter „Extras“ und „Ausnahmen“, besonders, wenn Ihre Gesundheit von einem bestimmten rezeptpflichtigen Medikament abhängig ist.

9. Alternative Medizin

Alternative Mediziner – wie Chiropraktiker, Ernährungsexperten, Mutterschaftspfleger – werden nicht von allen Tarifen abgedeckt. Bedenken Sie das also, denn auch wenn Sie im Moment keine Kinder haben wollen, man weiß nie was die Zukunft bringt.

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