Behandlung & Prävention

10 Tipps bei Muskelzerrungen

Eine Muskelzerrung (oder -überdehnung) tritt auf, wenn man den Muskel oder die Sehne – das starke elastische Band, das den Muskel mit dem Knochen verbindet – verdreht, überdehnt oder reißt. Je älter wir werden, desto anfälliger werden wir für Muskelzerrungen. Man riskiert vor allem dann eine Zerrung, wenn man sich vor dem Training nicht ordentlich aufwärmt und den Muskel über seine Grenzen hinaus dehnt oder länger trainiert als es der Körper aushält. Auch, wenn man einen verletzten Muskel zu stark beansprucht, bevor er genügend Zeit hatte sich auszukurieren riskiert man eine Muskelzerrung.

Dass ein Muskel gezerrt ist, merkt man normalerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Verletzung, dadurch, dass sich der Bereich verhärtet und schmerzhaft wird. Zudem ist man in der Bewegung eingeschränkt und es treten Muskelzuckungen auf. Oft bildet sich auch ein Bluterguss oder eine Schwellung um den verletzten Muskel.

Hier sind zehn Tipps, die bei einer Muskelzerrung dabei helfen können die Heilung zu beschleunigen, sowie Schmerzen und Entzündungen zu lindern …

1. Eis

Eine Muskelüberdehnung zu kühlen trägt einen großen Teil dazu bei, die Schwellung zu reduzieren und den Schmerz zu lindern.

2. Hochlegen

Den gezerrten Muskel hochzulegen hilft dabei, die Entzündung zu vermindern . Lagern Sie Ihre Verletzung dabei am besten mithilfe eines Kissens über Herzhöhe. Dies regt den Körper an, Flüssigkeitsansammlungen von der verletzen Stelle abzutransportieren.

3. Schonen

Einen gezerrten Muskel zu schonen beschleunigt die Heilung. Abhängig von der Schwere der Zerrung sollte die verletzte Stelle zwischen zwei und fünf Tagen geschont werden.

4. Entzündungshemmende Medikamente

Frei verkäufliche, entzündungshemmende Tabletten mindern ebenfalls den Schmerz und die Entzündung einer Muskelverletzung. Lesen Sie jedoch die Packungsbeilage genau durch, um keine zu großen Mengen einzunehmen und ihre Leber nicht zu schädigen.

5. Wärme

Muskelverhärtungen können gelockert werden, indem die betroffene Stelle mit Wärme behandelt wird. Eine Erwärmung des verletzten Muskels ermöglicht es Ihnen, diesen vorsichtig zu dehnen , damit Sie die Beweglichkeit an der verletzten Stelle schneller wiedererlangen.

6. Vorsichtiges Dehnen

Machen Sie, wie zuvor empfohlen, nach der Wärmebehandlung vorsichtige Dehnübungen, um Ihre Beweglichkeit, Kraft und Flexibilität wiederzuerlangen. Kraft in dem verletzten Muskel aufzubauen bevor man ihn wieder benutzt hilft dabei, weitere Verletzungen an dieser Stelle zu verhindern.

7. Massage

Den gezerrten Muskel zu massieren beschleunigt die Heilung, indem die Blutzirkulation an der lädierten Stelle stimuliert wird. Eine sanfte Massage liefert zudem Wärme, löst Verspannungen im Muskel und mindert die Schwellung. Stellen Sie aber sicher, dass Sie eine sanfte Massage anwenden, um die Stelle nicht weiter zu verletzen.

8. Baden

Ein warmes Bad hilft ebenfalls den verletzten Muskel zu wärmen, um den Schmerz und die Schwellung zu lindern. Geben Sie ein paar Tassen Bittersalz in Ihr Badewasser und baden Sie den Muskel für 10 bis 15 Minuten, um ihn zu entspannen und die Beweglichkeit zu fördern.

9. Aufwärmen

Einen Muskel mit einer vorangegangenen Verletzung aufzuwärmen stellt sicher, dass der Muskel locker ist, um so weitere Verletzungen zu verhindern. Sie sollten sich vor jeglicher Art von Training mindestens zehn Minuten aufwärmen, um Muskelzerrungen und Schmerzen nach dem Training zu reduzieren.

10. Stärkung

Verletzte Muskeln, die anfällig für Zerrungen und Überdehnungen sind, sind typischerweise schwach. Es macht also Sinn, dass Sie sich nach einer Verletzung auf die Heilung und Stärkung des Muskels konzentrieren, bevor Sie wieder mit der körperlichen Betätigung anfangen – damit sind Sie weniger anfällig für weitere Verletzungen.

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