Anzeichen & Symptome

9 Anzeichen und Symptome von Multipler Sklerose

Nicht wenige Menschen leiden an Multipler Sklerose (MS), einer Krankheit, die das zentrale Nervensystem (Gehirn, Sehnerven und Wirbelsäule) befällt. Daher beeinträchtigt MS das Sehvermögen, Gehör, Gedächtnis, Gleichgewicht sowie Sprache und Bewegungsfähigkeit von Betroffenen.

MS betrifft hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 40 Jahren – Frauen sind dabei dreimal so anfällig wie Männer.

Auch wenn es bislang keine Heilung für diese komplexe Krankheit gibt, so kann eine frühe Diagnose stärkere Schäden wie Erblindung und Lähmung verhindern. Hier sind neun der häufigsten Anzeichen und Symptome im Zusammenhang mit MS …

1. Taubheit

MS befällt normalerweise die Nerven des Gehirns und der Wirbelsäule zuerst. Da Signale des Gehirns an den Körper ausbleiben, führt dies zu Taubheit bei Betroffenen. Kribbeln und Taubheit können vor allem im Gesicht, an Armen, Beinen und den Fingern vorkommen.

2. Gedächtnisverlust

Kognitive Beeinträchtigungen betreffen ca. 50 Prozent von MS-Patienten. Dazu gehören Störungen wie Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche und stark verminderte Aufmerksamkeitsspannen.

3. Sehstörungen

Ein weiteres Frühwarnsignal bei MS ist eine verschwommene Sicht. Diese kann auftreten, wenn die Krankheit Entzündungen im Sehnerv verursacht (ein Krankheitsbild, das Optikusneuritis genannt wird), was zu verminderter Sehleistung führt – z.B. anhand von verschwommener Sicht, Schmerzen, doppeltem Sehen, Farbenblindheit oder Kontrastverlust in einem oder beiden Augen.

4. Blasenbeschwerden

Inkontinenz und Harndrang können oft Folge früher Stadien von MS sein, wobei ca. 80 Prozent der Patienten beklagen, dass sie unter permanentem Harndrang leiden, der sie häufig urinieren lässt und Schlaflosigkeit verursacht.

5. Muskelkrämpfe

MS verursacht oftmals chronische Schmerzen in Bein- und Rückenmuskeln sowie Gelenken, was zu Steifheit, Muskelkrämpfen und schmerzhaften Zuckungen führt.

6. Schwindel

MS betrifft außerdem das Gleichgewicht, was zu Benommensein, Verwirrtheit und Übelkeit erregendem Schwindel führt, sobald der Betroffene versucht sich schnell aus einer sitzenden Position zu erheben.

7. Depressionen

Starke Depressionen treten oft in Zusammenhang mit MS auf. Der Kontrollverlust über den Körper sowie die konstanten Schmerzen können Gereiztheit, Gemütsschwankungen und Momente unkontrollierbaren Weinens und Lachens zur Folge haben (ein Zustand, der als Bulbärsyndrom bekannt ist).

8. Erschöpftheit

Die Mehrzahl der MS-Patienten beklagt außerdem plötzliche Anfälle von Erschöpfung, die in Armen und Beinen beginnt, und sie vollkommen kraftlos zurücklässt. Diese Phasen der Verausgabung verschlimmern sich mit dem Absterben der Nerven in der Wirbelsäule.

9. Sexuelle Störungen

Ein Mangel oder vollständiges Fehlen sexueller Erregtheit, besonders bei männlichen Patienten, ist oftmals Folge der Tatsache, dass sexuelle Stimulierung durch das Zentralnervensystem geschieht. MS befällt die Nervengänge, die für eine gesunde Sexualfunktion zuständig sind.

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