Anzeichen & Symptome

8 verschiedene Arten von Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

Fällt es Ihnen schwer einzuschlafen? Wenn ja, dann sind Sie damit nicht allein. Mehrere Studien zeigen, dass die Hälfte aller Menschen regelmäßig Schlafprobleme hat und mehr als 20% an chronischer Schlaflosigkeit leiden.

Generell kann man sagen, dass Schlaflosigkeit ein Symptom von Stress, Angst, Depression, einer ernsthaften Krankheit, Schmerzen oder Missbrauch von Suchtmitteln ist. Um Schlaflosigkeit zu beheben, muss zu allererst herausgefunden werden, um welche Art von Schlafstörung es sich handelt…

1. Allgemeine Schlaflosigkeit

Der Überbegriff für jegliche Art von Schlafstörung ist die allgemeine Schlaflosigkeit und bezeichnet das generelle Unvermögen nachts einzuschlafen (der Begriff kann auch für Menschen gelten, die mitten in der Nacht oder zu früh aufwachen). Grundsätzlich kann Schlaflosigkeit auch als unzureichende Menge und/oder Qualität von Schlaf bezeichnet werden.

Falls Sie hin und wieder Probleme mit dem Schlafen haben, dann wird Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich eine allgemeine Schlaflosigkeit attestieren. Falls es dafür aber einen spezielleren Grund gibt, kann die Behandlung einen anderen Ansatz verlangen.

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2. Akute Schlaflosigkeit

Wie der Name vermuten lässt, ergibt sich diese Form von Schlaflosigkeit aus einer Anpassung oder Umstellung im Leben des Patienten. Auch als kurzfristige oder Anpassungs-Schlaflosigkeit bezeichnet, liegt hier meist Stress aufgrund eines bedeutenden Ereignisses wie z.B. dem Ende einer Beziehung, dem Tod eines Nahestehenden, der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Diagnose mit einer ernsthaften Krankheit zugrunde.

Akute Schlaflosigkeit kann medikamentös behandelt werden, bedarf aber häufig auch einer Verhaltenstherapie, um den Stress des Patienten zu reduzieren und ihn somit zu einem normalen Schlafverlauf zurückzuführen.

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3. Schlaflosigkeit bei Kindern

Erwachsene sind nicht die einzigen, die an Schlaflosigkeit leiden. Auch Kinder können signifikante Schlafeinbußen erleiden, die z.B. ihre Fähigkeit, sich in der Schule zu konzentrieren, massiv beeinträchtigt. Schlaflosigkeit in der Kindheit ist ein ernsthaftes Problem, das die gesamte Entwicklung des Kindes nachhaltig schädigen kann.

Typischerweise scheuen sich Ärzte junge Menschen mit Medikamenten zu behandeln und die vorgezogene Behandlungsweise ist meist ein Gespräch mit dem betroffenen Kind, um die Ursache des Problems festzustellen. Oftmals handelt es sich dabei um Stress oder unregelmäßige Schlafenszeiten.

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4. Idiopathische Schlaflosigkeit

Die idiopathische Schlaflosigkeit ist eine der ernsthaftesten Schlafstörungen und bezeichnet ein lebenslanges Problem, das in den frühen Kinderjahren beginnt und sich im Erwachsenenalter fortsetzt. Normalerweise hat idiopathische Schlaflosigkeit nichts mit Stress, Medikamenten oder Schmerzen zu tun.

Ursache ist hier ein generelles körperliches Ungleichgewicht wie z.B. ein überaktiver Wachreflex oder ein unteraktiver Schlafauslöser. Menschen, die an idiopathischer Schlaflosigkeit leiden, benötigen eine spezielle Behandlung, die auf ihr jeweiliges Problem eingeht.

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5. Schlaflosigkeit aufgrund von Suchtmittelmissbrauch

Mehrere Substanzen können die Schlaffähigkeit negativ beeinflussen. Dazu gehören Medikamente, Koffein, Alkohol und bestimmte Speisen. Medikamente, die den Schlaf stören, sollte man besser früher am Tag einnehmen. Koffein kann den Verstand am Abschalten hindern.

Während Alkohol beim Einschlafen helfen kann, lässt er einen gerne mitten in der Nacht aufwachen. Auch einige Gerichte (vor allem scharfe) können die Verdauung stören und einen vom Einschlafen abhalten. Hier besteht die Herausforderung darin die problematischen Substanzen konsistent aus der täglichen Ernährung zu verbannen. Manchmal ist dabei auch medizinische Hilfe notwendig.

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6. Schlaflosigkeit aufgrund gesundheitlicher Probleme

Manchmal ist schlicht die geistige Gesundheit bzw. Stress und Angst verantwortlich für Schlaflosigkeit, vor allem dann, wenn der Betroffene sich in Behandlung für eine ernsthafte Krankheit befindet.

Schmerz ist oft ein Symptom von Gesundheitsproblemen und kann den Schlaf signifikant behindern. Schmerzmittel können dagegen helfen, aber auch selbst den Schlafrhythmus stören. Falls Sie medizinisch behandelt werden, sollten Sie Ihren Arzt auf mögliche Schlafprobleme ansprechen.

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7. Paradoxe Schlaflosigkeit

Die paradoxe Schlaflosigkeit ist eine komplexe Störung, bei der keine eindeutigen Belege für Schlaflosigkeit vorliegen. Betroffene übertreiben die Problematik oftmals, d.h. sie behaupten viel weniger zu schlafen, als eigentlich der Fall ist.

Es gibt eine Reihe von Erklärungsversuchen für paradoxe Schlaflosigkeit, aber im Kern ist es ein mentales Problem. Falls Sie jemanden kennen, der diese Art von Schlafstörung hat, dann ermutigen Sie ihn oder sie, sich offen und ehrlich mit ihrem Arzt darüber zu unterhalten.

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8. Psychophysiologische Schlaflosigkeit

Sie mag sehr kompliziert klingen, aber im Grunde ist die psychophysiologische Schlaflosigkeit häufig und simpel und entsteht durch ständige Sorge darüber, nicht ausreichend zu schlafen. Letztendlich ist es ein Teufelskreis: Man schläft nicht, also macht man sich darüber Gedanken und schläft deswegen schlecht.

In vielen Fällen konzentrieren sich die Betroffenen zu sehr auf die erwartete Müdigkeit am nächsten Tag und finden deshalb keine Ruhe. Um dieses Problem zu beseitigen, ist es oftmals notwendig, dass die Patienten bezüglich Angst oder Depressionen behandeln werden und sich einer Verhaltenstherapie unterziehen.

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