Anzeichen & Symptome

7 brennende Fakten über einen Harnwegsinfekt bei Frauen

Wenn Sie jemals einen Harnwegsinfekt hatten, dann wissen Sie, dass man das brennende, schwere Gefühl im Becken jedes Mal, wenn man Wasser lässt, nicht ignorieren kann. Jedes Jahr suchen, laut Statistiken des Nationalen Instituts für Diabates und Verdauungs- sowie Nierenerkrankungen, ungefähr 8,1 Millionen Frauen in den USA wegen einer Harnwegsinfektion einen Arzt auf. In Deutschland werden die Zahlen auf fast 2,5 Millionen pro Jahr geschätzt.

Vergessen Sie nicht diese sieben brennenden Fakten über einen Harnwegsinfekt, egal ob es Ihre erste oder Ihre fünfte Infektion ist…

1. Was verursacht einen Harnwegsinfekt?

Gesundheitsexperten sind sich einig, dass das schreckliche Brennen bei einer Harnwegsinfektion auftritt, wenn Bakterien in der Harnröhre zurückbleiben, die Röhre, durch die das Urin aus dem Körper transportiert wird.

Ihr Körper sollte alle Bakterien aus der Harnröhre, der Harnblase, dem Harnleiter, oder den Nieren (aus denen der Harntrakt besteht) beim Wasserlassen ausschwemmen. Wenn Bakterien jedoch zurückbleiben und sich vermehren, kann sich relativ schnell ein Harnwegsinfekt entwickeln. Einfach gesagt haben Frauen kürzere Harnröhren als Männer, weshalb Bakterien viel leichter in den Harntrakt gelangen und dort eine Infektion verursachen können.

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2. Frühe Symptome eines Harnweginfekts

Normalerweise sind die ersten Anzeichen eines Harnweginfekts bei vielen Frauen gleich. Beispielsweise tritt aufgrund des Bakterienwachstums im Harntrakt bei den meisten Infektionen ein verräterisches Fieber auf.

Bei einem Harnwegsinfekt berichten Frauen auch häufig von einem Schmerz oder einem Brennen beim Wasserlassen. Zudem kann ein Schweregefühl im Becken zu einem dumpfen Schmerz führen oder sogar zu dem Gefühl wasserlassen zu müssen, obwohl Sie gerade Ihre Blase geleert haben.

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3. Verhütung und Bakterienvermehrung?

Wiederauftretende Harnwegsinfekte können dadurch verursacht werden, wenn eine Infektion im Körper nicht vollständig abklingt. Vielleicht haben Sie Antibiotika nicht bis zu Ende genommen oder hätten eine längere Dosis gebraucht, um die Infektion komplett loszuwerden. Wenn dies nicht der Fall ist, könnte Ihr Verhütungsmittel verantwortlich sein.

Verhütungsmittel, die in die Scheide eingeführt werden – wie Diaphragmen – können die Haut reizen und Bakterien enthalten, wenn Sie nach der Verwendung nicht richtig gereinigt wurden. Wenn Sie Pestizide, ein Diaphragma, oder Kondome beim Sex verwenden, können Sie dadurch auch das Gewebe der Vagina und der Harnröhre reizen und es damit Bakterien ermöglichen einzudringen.

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4. Geschlechtsverkehr

Laut Dr. Daniela Carusi, Assistenzprofessorin der Gynäkologie und Obstetrik am Brigham and Women’s Hospital in Boston, Massachusetts, kann das Wasserlassen direkt nach dem Geschlechtsverkehr helfen, einen Harnwegsinfekt zu verhindern.

Durch das Urinieren nach dem Sex werden zurückbleibende Bakterien aus der Vagina gespült. Dadurch wird auch verhindert, dass sich Bakterien schnell zur Harnröhre und der Blase bewegen.

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5. Wiederauftretende Harnwegsinfekte

Wenn Sie schon einmal einen Harnwegsinfekt hatten, ist es wahrscheinlich, dass es nicht Ihr letzter war! Geburtshelfer und Gynäkologen können bestätigen, dass wiederauftretende Harnwegsinfekte nicht nur häufig vorkommen, sondern auch normalerweise das Ergebnis von zu früh abgesetzten Antibiotika sind.

Antibiotika nicht wie vom Arzt verschrieben bis zu Ende zu nehmen (auch wenn Sie sich besser fühlen), bedeutet, dass Sie vielleicht noch nicht alle Bakterien abgetötet haben. Jegliche zurückbleibenden Bakterien können sich einfach wieder vermehren und einen weiteren Harnwegsinfekt verursachen.

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6. Trinken Sie viel

Wenn Sie glauben, einen Harnwegsinfekt zu haben, sollten Sie sofort einen Termin bei Ihrem Arzt machen. In der Zwischenzeit können Sie Bakterien aus dem Körper spülen, indem Sie viel trinken. Viel Flüssigkeit verwässert den Urin, spült Bakterien aus dem Körper und lindert die Schmerzen sowie das Brennen.

Klären Sie das vorher mit Ihrem Arzt ab, aber freiverkäufliche Schmerzmittel, wie Ibuprofen, können ebenfalls das Fieber und die Schmerzen lindern. Cranberry-Saft soll Berichten zufolge Bakterien von den Blasenwänden lösen.

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7. Gehen Sie zum Arzt…sofort!

Bei einem Harnwegsinfekt benötigt man Antibiotika; Sie können eine Behandlung nicht ohne einen Arzt durchführen. Beim ersten Anzeichen eines Brennens während des Wasserlassens und eines Schmerzes im Beckenbereich sollten Sie also einen Termin mit Ihrem Arzt ausmachen, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.

Laut WebMD kann sich ein unbehandelter Harnwegsinfekt schnell auf andere Bereiche des Harntraktes ausbreiten – wie die Blase oder eine der Nieren – und sogar zu unzureichender Nierenfunktion und permanenten Nierenschäden führen.

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