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6 gesunde Gründe sich traurig zu fühlen

Sogar die glücklichsten Menschen sind manchmal traurig – das kann einen bestimmten Grund haben, wie das Ende einer Beziehung, oder nur eine Periode von Melancholie ohne spezifischen Auslöser sein. Wie auch immer, Traurigkeit ist ein normales Gefühl, das viele Leute zu verdrängen versuchen, weil es manchmal mit emotionaler Schwäche in Verbindung gebracht wird.

Aber es ist wichtig, Traurigkeit von Depression zu unterscheiden. Während Traurigkeit temporär ist, sind Depressionen ein chronischer Zustand von Hoffnungslosigkeit, der medizinische Hilfe erfordert, da er lähmend sein kann. Hier sind sechs Gründe, warum es okay (oder sogar gesund) sein kann, sich für eine kurze Zeit traurig zu fühlen…

1. Traurigkeit führt zu geistiger Reife

Ein Artikel des U.K. Telegraph aus dem Jahr 2009 gibt an, dass Traurigkeit sogar gut für uns sein kann. Zum Beispiel kann uns Traurigkeit helfen, emotional zu reifen. Traurigkeit kann uns auch helfen, eine Art Schild aufzubauen, das uns hilft, mit zukünftigen Enttäuschungen fertig zu werden.

Der Artikel des Telegraph schreibt, dass das Problem bei unserer heutigen Gesellschaft liegt, die eher auf Medikamente zurückgreift, als den Sturm einfach zu überstehen (z.B. Verlust des Jobs oder eine Trennung). „Immer mehr Experten für geistige Gesundheit fürchten, dass die steigende Tendenz Pillen gegen Traurigkeit zu nehmen, sogar die menschliche Evolution beeinflussen könnte“, beschreibt der Artikel. „Traurigkeit hilft uns auch, aus unseren Fehlern zu lernen“, so der Artikel.

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2. Traurigkeit führt zu Selbstreflektion

Ein Artikel von Elite Daily aus dem Jahr 2014 drückte es eloquent aus: Es gibt etwas an Melancholie, das sich eigentlich ganz gut anfühlt. Wenn Sie an einem kalten Tag zuhause sitzen, sich einsam fühlen, melancholische Musik auflegen und alte Fotos durchstöbern, kann das nostalgische Gefühle auslösen und einen zu glücklichen Zeiten und Orten zurückbringen.

Über die Vergangenheit zu reflektieren – und danach wieder zu trauriger Musik zurückzukehren – hilft, diese Leere zu füllen. Der Artikel merkt an, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass traurige Töne in diesem Fall angenehm sind, weil es scheint, als ob man jemanden bei sich hätte, der einen versteht.

Sadness

3. Traurigkeit zieht die Aufmerksamkeit an, die Sie brauchen

Wenn Sie nicht Sie selbst sind oder sich bedrückt fühlen, kann das die Menschen in Ihrem Umfeld veranlassen, Ihnen Hilfe anzubieten oder etwas Freiraum zu geben, ohne dass Sie danach fragen müssen. Elite Daily zufolge, kann dies eine Form der Bestätigung für uns sein, dass unsere Traurigkeit berechtigt ist und wir das Recht haben traurig zu sein (welches wir haben).

Der Artikel merkt auch an, dass die Sorge anderer mit der Intensität der ausgestrahlten Traurigkeit zunimmt. Dies kann problematisch für diejenigen sein, die Traurigkeit nur vorspielen, um Aufmerksamkeit von anderen zu bekommen.

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4. Traurigkeit hilft ungesunde Gefühle loszuwerden

Everyday Health zufolge, ist es vielen Leuten peinlich zu weinen, aber in Wirklichkeit reagiert Ihr Körper nur in gesunder Weise auf ein trauriges Ereignis. Tränen rollen zu lassen, ist ein normaler Weg, um Stress, Schmerz und Wut Luft zu machen.

Weinen ist eigentlich eine „Säuberung“ oder „Reinigung“ Ihrer Gefühlswelt, durch emotionale Befreiung. Der Artikel von Everyday Health vergleicht es mit einem „Sicherheitsventil,“ welches aufgestaute Emotionen ablässt. Statt also Ihre Tränen zurückzuhalten, lassen Sie sie raus. Tun Sie es, wenn nötig, hinter verschlossener Tür.

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5. Durch Traurigkeit lernen wir Mitgefühl

Sich traurig zu fühlen, wenn jemand eine traurige Geschichte erzählt, kann Emotionen in Ihnen auslösen. Wenn Sie darüber nachdenken, kann es der Person wirklich helfen, mit ihren eigenen Emotionen fertig zu werden, da es ihnen ein Ventil gibt, wenn Sie Mitgefühl zeigen.

Das trifft auch auf Kinder auf dem Spielplatz zu, wenn sie lernen, anderen zu helfen – wenn zum Beispiel ein Kind von der Schaukel fällt und sich verletzt. Ein Post im Blog der Huffington Post aus dem Jahr 2012 sagt im Grunde, dass es Kindern hilft, ihre eigenen Gefühle zu verstehen und zu wissen, wann es Zeit ist nach Hilfe zu fragen. Es hilft auch dabei, die Fähigkeit aufzubauen, sich mit anderen zu identifizieren, bemerkt der Blog.

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6. Negative Emotionen fördern Kreativität

Dem WIRED Magazin zufolge, ist es kein Zufall, dass Künstler, die harte Zeiten durchgemacht haben, einige der großartigsten Gemälde und Musikalben produziert haben. Ein Artikel der Tech Source weist auf eine Studie hin, die herausfand, dass traurige Menschen besser um die Ecke denken können.

Während die Studie Menschen positivem und negativem Feedback aussetzte, und dabei bewies, dass diese sich bei gutem Feedback gut fühlten, wurde auch beobachtet, dass Kunstwerke von denen, die negatives Feedback für die ursprüngliche Aufgabe erhielten, beeindruckender als die von den zufriedenen Teilnehmern waren. Die Studie folgerte, dass Traurigkeit uns die Fähigkeit gibt, mehr auf Details zu achten. Vielleicht motiviert uns Traurigkeit auch dazu härter zu arbeiten, weil wir Leuten beweisen wollen, dass sie Unrecht über unsere Fähigkeiten hatten.

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